An diesem Tag

Jo-Wilfried Tsonga

Französischer Tennisspieler

Anúncio

Jo-Wilfried Tsonga (* 17. April 1985 in Le Mans) ist ein ehemaliger französischer Tennisspieler. Tsonga gewann in seiner Karriere 18 Einzel-, darunter zwei Masters, und 4 Doppeltitel. Bei den Australian Open 2008 erreichte er sein einziges Grand-Slam-Finale. In der Weltrangliste stieg er 2012 bis auf Rang 5, dazu beendete er drei Jahre in den Top Ten der Weltrangliste.

Die Öffentlichkeit wurde 2003 auf Tsonga, dessen Vater aus dem Kongo stammt, aufmerksam, als er im Finale der Juniorenkonkurrenz der US Open Marcos Baghdatis besiegte. Im selben Jahr erreichte er auch bei den anderen drei Grand-Slam-Turnieren jeweils das Halbfinale, wodurch er in der Junior-Rangliste den zweiten Rang erreichte. Ein Jahr später wurde er Profispieler.

Beginn der Profikarriere (2005–2007)

2005 ging Tsonga bei den French Open erstmals im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers an den Start. In der ersten Runde unterlag er Andy Roddick in drei Sätzen. Ein Bandscheibenvorfall zwang den 1,88 Meter großen und 91 Kilogramm schweren Athleten aus Le Mans anschließend zu fünf Monaten Pause. Später kamen Schulterprobleme und eine Bauchmuskelverletzung hinzu.

In der Saison 2007 stand er dank einer Wildcard erstmals auch bei den Australian Open im Hauptfeld und traf dort erneut auf Roddick. Diesmal unterlag er mit 7:6, 6:7, 3:6 und 3:6. Der Tie-Break des ersten Satzes, der mit 20:18 an den damals auf Position 212 geführten 21-jährigen Franzosen ging, war der bis dato längste Tie-Break in der Geschichte des Turniers. Tsonga gewann 2007 vier ATP-Challenger-Titel: Tallahassee, Mexiko-Stadt, Lanzarote und Surbiton. Beim ATP-Turnier im Queen’s Club schlug er in der zweiten Runde den Titelverteidiger Lleyton Hewitt mit 7:6 und 7:6, im Achtelfinale unterlag er dann Marin Čilić mit 6:4, 3:6 und 2:6. In Wimbledon erreichte er nach Siegen über Julien Benneteau, Nicolás Lapentti sowie Feliciano López das Achtelfinale und scheiterte dort in drei Sätzen an seinem Landsmann Richard Gasquet. In der Weltrangliste verbesserte er sich stetig bis auf Platz 74. Bei den US Open besiegte er Óscar Hernández mit 7:5, 6:1, 6:3 und Tim Henman bei dessen letztem Match in einem Grand-Slam-Turnier mit 7:6, 2:6, 7:5, 6:4. Anschließend unterlag er dem angeschlagenen Weltranglistenzweiten Rafael Nadal mit 6:7, 2:6, 1:6.

Finaleinzug bei den Australian Open und erste Turniersiege (2008–2010)

Sein bis dahin größter Erfolg gelang ihm dann mit dem Sieg im Halbfinale der Australian Open über Nadal. Mit dem 6:2-, 6:3- und 6:2-Sieg erreichte er 2008 sein erstes Grand-Slam-Finale, das er gegen Novak Đoković mit 6:4, 4:6, 3:6, 6:7 verlor. Am 12. Januar 2008 hatte er sich seinen zweiten Doppeltitel gesichert, als er zusammen mit Gasquet das Endspiel in Sydney gegen die Weltranglistenersten Bob und Mike Bryan mit 4:6, 6:4, [11:9] gewann.

Nach einer vierteljährigen Verletzungspause durch einen Meniskusschaden feierte er sein Comeback bei den US Open. Dort unterlag er nach Siegen über Ventura und Carlos Moyá dem an 15 gesetzten Tommy Robredo in drei Sätzen. Am 28. September gelang Tsonga sein erster Turniererfolg in Bangkok. Dort bezwang er im Finale den Weltranglistendritten Đoković mit 7:6, 6:4. Am 3. November gewann er zudem das mit 2,7 Millionen Dollar dotierte Masters-Turnier von Paris mit einem Finalsieg über David Nalbandian (6:3, 4:6, 6:4). Durch diesen Erfolg sicherte er sich die Teilnahme am Tennis Masters Cup in Shanghai, bei dem er nach einem Sieg über Đoković, dem späteren Cup-Sieger, und zwei Niederlagen bereits in der Vorrunde scheiterte.

Bei den Australian Open 2009 schied er durch eine Viersatzniederlage gegen den an Position 8 gesetzten Fernando Verdasco im Viertelfinale aus.

Im Februar gewann er seinen dritten ATP-Titel beim Turnier in Johannesburg, indem er im Endspiel Jérémy Chardy mit 6:4, 7:6 besiegte. Im selben Monat gewann er auch das Turnier in Marseille durch einen Endspielsieg gegen Michaël Llodra.

Auch 2010 konnte Tsonga bei den Australian Open ins Halbfinale einziehen, scheiterte dort aber deutlich in drei Sätzen an Roger Federer. Ins Finale schaffte er es in dieser Saison nicht einmal, zumal er aufgrund einer Verletzung von Juli bis September kein Spiel bestreiten konnte. Am Ende des Jahres stand er auf Position 13 der Weltrangliste, drei Plätze schlechter als ein Jahr zuvor.

Zehn Finalteilnahmen und Silbermedaille bei den Olympischen Spielen (2011–2012)

Im April trennte er sich nach siebenjähriger Zusammenarbeit einvernehmlich von seinem Trainer Éric Winogradsky. Am 29. Juni konnte er sich für seine letzte Niederlage gegen Federer revanchieren, als er ihn im Viertelfinale von Wimbledon in einem Fünfsatzkrimi nach 0:2 Satzrückstand bezwang und damit in London erstmals ins Halbfinale einzog. Dort unterlag er Đoković in vier Sätzen (6:7, 2:6, 7:6, 3:6). Im Herbst gewann er dann zwei Turniere hintereinander (Metz, und eine Woche darauf Wien) und konnte sich so zum zweiten Mal (nach 2008) für die World Tour Finals qualifizieren. Mit Siegen über Mardy Fish, Rafael Nadal und Tomáš Berdych zog er dort ins Finale ein, in dem er Federer mit 3:6, 7:6, 3:6 unterlag.

Bei den Olympischen Spielen 2012 erreichte Tsonga im Doppel mit Michaël Llodra das Finale. Sie unterlagen den Bryan-Brüdern 4:6, 6:7 und gewannen damit Silber. Im Einzel schied Tsonga im Viertelfinale gegen Đoković in zwei Sätzen (1:6, 5:7) aus. Für diesen Erfolg erhielt er das Ritterkreuz des französischen Verdienstordens. Nach anderthalb Jahren ohne Trainer verpflichtete Tsonga im Oktober 2012 den Australier Roger Rasheed, von dem er sich im August 2013 wieder trennte.

Verletzungspech in Wimbledon und zwei Monate Zwangspause (2013–2016)

In der Saison 2013 erlebte Tsonga Höhen und Tiefen. Das Jahr begann für ihn mit einem Viertelfinaleinzug bei den Australian Open und einem Sieg in der Erstrundenbegegnung im Davis Cup gegen Israel. In Marseille feierte er mit einem Finalsieg über Tomáš Berdych seinen zehnten Turniersieg auf der World Tour. In Monte-Carlo zog er ins Halbfinale ein, in dem er Nadal in zwei Sätzen unterlag. Im Mai spielte er sich dann bei den French Open zum fünften Mal ins Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Nach einem Sieg über Federer im Viertelfinale traf er auf David Ferrer, dem er in drei Sätzen unterlag. In der zweiten Runde von Wimbledon musste er gegen Ernests Gulbis im dritten Satz aufgeben. Er musste sich schließlich am Knie behandeln lassen und die nächsten zwei Monate pausieren, da er sich eine Verletzung an der Patellasehne zugezogen hatte. Sein Comeback gab der Franzose dann im September beim Turnier in Metz, wo er sein 18. ATP-Finale erreichte, das er gegen Gilles Simon verlor. Am Ende des Jahres stand er auf Position 10 der Weltrangliste.

Gleich zu Beginn der Saison 2014 gewann er zusammen mit Alizé Cornet den Hopman Cup. Es war der erste französische Sieg bei diesem Mannschaftswettbewerb. Im Februar erreichte er das Finale beim Turnier in Marseille, das er gegen Ernests Gulbis in zwei Sätzen verlor. Beim Masters-Turnier in Toronto im August schlug er mit Novak Đoković, Andy Murray, Grigor Dimitrow und Roger Federer (7:5, 7:6 im Finale) nacheinander vier Top-Ten-Spieler und sicherte sich damit seinen zweiten Titel der Kategorie ATP World Tour Masters 1000 nach Paris 2008. Nachdem er im März 2014 aus den Top Ten der Weltrangliste herausgefallen war, rückte er mit diesem Erfolg wieder auf Platz 10 vor.

Seine Teilnahme an den Australian Open 2015 musste Tsonga aufgrund einer Unterarmverletzung absagen. Bei seinem Comeback in Miami schied er in der dritten Runde mit 4:6, 6:7 gegen Gaël Monfils aus. Bei den French Open erreichte Tsonga zum zweiten Mal nach 2013 das Halbfinale. Dort unterlag er in vier Sätzen Stan Wawrinka. In Metz feierte er durch einen Dreisatzsieg gegen Gilles Simon seinen zwölften Turniersieg.

Anúncio

Bald in der World in Stories App

Audio, Offline-Download, keine Werbung und mehr.

Premium entdecken
Jo-Wilfried Tsonga | World in Stories