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Jerry Cantrell

US-amerikanischer Gitarrist und Sänger

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Jerry Fulton Cantrell Jr. (* 18. März 1966 in Tacoma, Washington) ist ein amerikanischer Sänger, Gitarrist und Songwriter. Er ist vor allem als Gründer, Leadgitarrist, Co-Leadsänger und Haupt-Songwriter der Band Alice in Chains bekannt. Die Band zählte mit zu den größten Vertretern der Seattle Grunge Bewegung Anfang der 90er Jahre und wurde besonders durch ihren schweren Sound und die harmonischen Gesangarrangements zwischen Cantrell und Leadsänger Layne Staley bekannt.

Auf der akustischen EP SAP (1992) übernahm Cantrell erstmals die Rolle als Sänger. Es war Staley, der ihn davon überzeugte diese Aufgabe zu übernehmen.

Nach Staleys Tod im Jahr 2002 wurde er auf den Alice-in-Chains-Alben Black Gives Way to Blue (2009), The Devil Put Dinosaurs Here (2013) und Rainier Fog (2018) zum Leadsänger der Band. Bei Live-Auftritten übernimmt William DuVall hingegen überwiegend die ursprünglich von Staley gesungenen älteren Songs.

Neben seiner Arbeit mit Alice in Chains verfolgt Cantrell auch eine Solokarriere. Er veröffentlichte die Alben Boggy Depot (1998) und Degradation Trip Volumes 1 & 2 (2002). Sein drittes Soloalbum Brighten erschien 2021, gefolgt von seinem bislang aktuellsten Werk I Want Blood im Jahr 2024. Darüber hinaus arbeitete Cantrell mit zahlreichen namhaften Künstlern und Bands zusammen, darunter Heart, Ozzy Osbourne, Metallica, Pantera, Circus of Power, Metal Church, Gov’t Mule, Damageplan, Pearl Jam, The Cult, Stone Temple Pilots, Danzig, Glenn Hughes, Duff McKagan und Deftones.

Im Jahr 2006 wurde Cantrell vom britischen Hard-Rock- und Metal-Magazin Metal Hammer zum „Riff Lord“ ernannt. Das Guitar World Magazine platzierte ihn 2004 auf Rang 38 der Liste der „100 Greatest Heavy Metal Guitarists of All Time“ und 2012 auf Rang 37 der „Greatest Guitar Player of All Time“. Außerdem belegte sein Gitarrensolo in Man in the Box im Jahr 2008 Platz 77 der Liste „100 Greatest Guitar Solos“ des Magazins. Als Mitglied von Alice in Chains wurde Cantrell zudem für neun Grammy Awards nominiert.

Zusammen mit Bassist Mike Starr, Sänger Layne Staley und Schlagzeuger Sean Kinney gründete Cantrell Ende der 1980er Jahre die Band Alice in Chains, wo er die Funktionen als Gitarrist, Sänger und Hauptsongschreiber übernahm. Während die Arbeit mit der Band wegen Staleys Heroinsucht auf Eis lag, veröffentlichte Cantrell 1998 sein erstes Soloalbum Boggy Depot, bei dem er unter anderem mit Musikern der Bands Fishbone, Pantera und Primus zusammenarbeitete. Im Jahr 2002, nach dem Tode Staleys, folgte Degradation Trip, das er Staley widmete, mit Robert Trujillo am Bass und Mike Bordin am Schlagzeug, die vorher zusammen die Rhythmusgruppe von Ozzy Osbourne gebildet hatten.

Cantrell spielt Gitarren der Marken Gibson (Les Paul), G&L (Rampage und ASAT) und Dean (Soltero und Schenker V) und Verstärker von Marshall und/oder Mesa Boogie. Beim Auftritt von Alice in Chains bei MTV Unplugged spielte er ein Dreadnought-Modell der Marke Guild.

Durch Cantrells frühe Einflüsse hoben sich Alice in Chains’ Heavy-Metal-Songs von den anderen Grunge-/Alternativ-Rockbands deutlich in der Seattler Musikszene ab. Seine musikalische Richtung reicht bis Blues und Country, wie man auch auf seinen Soloalben hört. Cantrell ist bekannt für das Verwenden eines Wah-Pedals, aber auch ungeraden Taktarten. Im Jahr 1998 wurde er in einem Interview mit Guitar World nach letzterer Qualität gefragt:

Im Februar 2002 spielte Cantrell zusammen mit der Band Nickelback den Song It Ain't Like That im Rahmen eines Konzertes der Band im kanadischen Edmonton, das aufgezeichnet und im Oktober desselben Jahres auf DVD veröffentlicht wurde.

Im American-Football-Film Jerry Maguire – Spiel des Lebens mit Hauptdarsteller Tom Cruise von 1996 hat Cantrell einen kurzen Cameo-Auftritt.

Im Juni 2006 spielte er gemeinsam mit Metallica auf dem Nova-Rock-Festival in Nickelsdorf deren Hit Nothing Else Matters.

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

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