An diesem Tag

Jenny Marx

Deutsche Sozialistin und Ehefrau von Karl Marx

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Johanna Bertha Julie Jenny Marx, geborene von Westphalen (* 12. Februar 1814 in Salzwedel; † 2. Dezember 1881 in London), war eine deutsche Sozialistin und die Ehefrau von Karl Marx.

Jenny von Westphalen war die Tochter des Landrats von Salzwedel, Ludwig von Westphalen, und seiner Frau Caroline von Westphalen, geborene Heubel (1780–1856). Ihr Großvater Philipp von Westphalen war der Geheim-Sekretär des Herzogs Ferdinand von Braunschweig und erhielt 1764 den Titel „Edler von Westphalen“.

Aus der ersten Ehe ihres Vaters stammten ihre Halbgeschwister Ferdinand von Westphalen (1850–1858 preußischer Innenminister), Louise von Westphalen (1800–1863), Carl von Westphalen (1803–1840) und Franziska von Westphalen (1807–1896). Ihre Geschwister waren Helena Laura Cecilia Charlotte Friderike von Westphalen (* 16. März 1817; † 3. April 1821) und Edgar von Westphalen.

Jenny wurde am 15. Februar 1814 im Haus der Familie von Westphalen in Salzwedel getauft.

Im April 1816 wurde der Vater nach Trier versetzt, um dort als Regierungsrat bei der Bezirksregierung zu wirken. In Trier wohnte die Familie von Westphalen im Haus Nr. 389 (heute Neustraße 83). Am 3. April 1821 starb ihre Schwester Laura an „Stickhusten und Scharlachfiber“, sie wurde am 5. April in Trier beerdigt. Später benannte Jenny ihre zweite Tochter nach ihrer Schwester.

Am 30. März 1828 wurde sie in der Dreifaltigkeitskirche in Trier konfirmiert. 1831 warb der Sekondeleutnant Karl von Pannewitz (1803–1856) um Jenny, sie aber lehnte eine Verlobung ab. Zu ihrem 18. Geburtstag 1832 bekam sie von ihrem Vater 100 Reichstaler für eine Reise nach Paris oder in die Schweiz geschenkt.

Nachdem Marx seine beiden Bonner Studiensemester absolviert hatte, verlobte er sich im Sommer 1836 in Trier „heimlich“ mit Jenny von Westphalen. Als erste wussten seine Schwester Sophia und sein Vater davon. Marx schickte Jenny Gedichte („Buch der Liebe. Erster Theil“, „Buch der Liebe. Zweiter Theil“, „Buch der Lieder“ und „Volkslieder“). Die Verlobungszeit dauerte sieben Jahre.

Am 2. August 1837 weilte Prinzessin Marie, die Gattin des Prinzen Karl von Preußen, in Trier. Ein Komitee veranstaltete „einen Ball“, um die Prinzessin „zu verherrlichen“. Jenny war mit ihren Eltern und ihrem Halbbruder anwesend. Noch 1863 erinnerte Karl Marx seine Frau:

1838 reiste sie gemeinsam mit ihrem Halbbruder Carl zur Kur nach Niederbronn im Elsass. Carl starb am 8. März 1840. Sein Tod erschütterte die Familie. Im September 1841 wurde Jenny Patin von Anna Elisabeth Charlotte Jenny von Westphalen, der Tochter von Ferdinand und Louise Mathilde Cassot von Florencourt.

Am 3. März 1842 verstarb ihr Vater Ludwig von Westphalen. Kurz danach verzog ihre Mutter mit Jenny nach Kreuznach.

Am 28. Januar 1843 gab Marx’ Mutter Henriette ihre notarielle Einwilligung zur Hochzeit. Die Aufgebote in Trier, Bonn, Köln und Kreuznach wurden am 4. und 11. Juni gestellt. Am 12. Juni wurde ein Ehevertrag geschlossen, der künftige Gütergemeinschaft vorsah, und am 19. Juni 1843 wurde die zivile Trauung von Oberbürgermeister Franz Buss vorgenommen. Am gleichen Tag wurden sie kirchlich in Kreuznach von Pastor Johann Wilhelm Schneegans getraut. Die Trauung zeigten beide in Zeitungsanzeigen in Kreuznach und Trier an, was damals noch ungewöhnlich war.

Ende Juli 1843 traf Arnold Ruge zu Gesprächen über die Deutsch-Französischen Jahrbücher in Kreuznach ein. Er fand, dass Jenny „sehr eingeweiht in die neue Philosophie“ war. Die Hochzeitsreise führte das Paar zur Burg Ebernburg und nach Bingen, anschließend nach Baden-Baden.

Anfang Oktober 1843 trafen Jenny und Karl Marx in Paris ein. Hier lernten sie jetzt auch Arnold Ruges Frau Agnes Wilhelmine kennen, ebenso Georg und Emma Herwegh, German Mäurer, Michail Bakunin, Karl Ludwig Bernays, Moses Heß und seine Frau Sybille sowie Heinrich Heine, der auch mit Jenny korrespondierte.

Am 1. Mai wurde ihre Tochter Jenny Caroline in Paris geboren. Ende Mai reiste Jenny mit ihrer Tochter Jenny zu ihrer Mutter Caroline nach Trier. Dort blieb sie bis Anfang September. In Trier traf sie mit Karls Schwester Sophia und deren Tochter Henriette zusammen. Sie erlebte die Hochzeit der todkranken Schwester Karls, Henriette Marx, und den „Humbug mit dem heiligen Rocke“ in Trier. Mit der Amme „Gretchen aus Barbeln“ kehrte sie nach Paris zurück, nachdem Friedrich Engels dort mit Marx für zehn Tage zusammengekommen war, um Die heilige Familie zu schreiben.

Das Attentat von Heinrich Ludwig Tschech auf König Friedrich Wilhelm IV. vom 26. Juli 1844 kommentierte Jenny so:

Am 25. Januar 1845 erhielt Marx den Ausweisungsbefehl. Er und damit auch seine Frau und seine Tochter mussten Paris verlassen. Marx reiste am 1. Februar 1845 mit Heinrich Bürgers nach Brüssel. Jenny musste ihren Haushalt auflösen. Sie vermutete, dass Alexander von Humboldt im Auftrag der preußischen Regierung die Ausweisung „eingefädelt“ hätte. Dieser Meinung war Friedrich Engels noch 1881. Humboldt hatte aber nachweislich mit der Ausweisung nichts zu tun.

In Brüssel wurde ihre Tochter Jenny Laura am 26. September 1845 geboren.

Sie lernte Friedrich Engels kennen, der Anfang April 1845 dorthin gekommen war und seit dem 26. August 1845 im Nebenhaus (Rue de l’Alliance 7) wohnte. Außerdem lernte sie in Brüssel auch Wilhelm Wolff, Ferdinand Wolff, Georg Weerth, Stephan Born, Carl Wallau und andere kennen.

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