Jean Piaubert (* 27. Januar 1900 in Bordeaux, Frankreich; † 28. Januar 2002 in Paris) war ein französischer Maler und Grafiker. Er gehört zu den bedeutenden Vertretern der Abstrakten Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg.
Jean Piaubert besuchte ab 1918 die École des Beaux-Arts in Bordeaux. Nach der Absolvierung seines Militärdienstes zog er 1922 nach Paris und setzte sein Studium an der Académie de la Grande Chaumière fort.
Bei seiner Ankunft in Paris war Piaubert noch ein Landschaftsmaler, der seine Stilmittel auch dem Konstruktivismus entlehnte. In den Jahren zwischen 1933 und 1943 ist sein Stil nicht ganz eindeutig, nach 1945 beginnt er nur noch abstrakt zu malen.
Jean Piaubert hatte seine erste Einzelausstellung 1932 in der Galerie Zack in Paris. In den 1950er Jahren erweckt seine Kunst internationale Aufmerksamkeit. Er wird auf zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt, unter anderem auf der documenta 2 1959 in Kassel. Zu seinen Werken zählen, neben Gemälden, Zeichnungen und Grafiken auch Bildteppiche.
Jean Piaubert starb mit 102 Jahren und einem Tag am 28. Januar 2002 in Paris.
1946 Salon des Réalités Nouvelles
1947 Paris, deuxième volet de Peintures abstraites, galerie Denise René
1951 bis 1955 Biennale von São Paulo – 1. bis 3. Biennale
1953 New York: Young European Painters, Solomon R Guggenheim Museum
Nach 1956, Salons de Mai und l’École de Paris
1947 Galerie Denise René Paris
1958 Brüssel, Caracas, Kopenhagen, Charleroi, Rotterdam, Mannheim, Düsseldorf, Hamburg, Dortmund, Münster, Wuppertal, Bremen, Lübeck
1968 Galerie Alexandre Iolas Paris
1981 Salon d’Automne, au Grand Palais
Ausstellungskatalog zur documenta II (1959) in Kassel: II.documenta’59. Kunst nach 1945. Katalog: Band 1: Malerei; Band 2: Skulptur; Band 3: Druckgrafik; Textband. Kassel/Köln 1959
Heinz Fuchs: Jean Piaubert. Mannheim 1960