Jean Louis Bennoit Cabanis (* 8. März 1816 in Berlin; † 20. Februar 1906 in Friedrichshagen) war ein deutscher Ornithologe.
Jean Louis Bennoit Cabanis wurde als Sohn des Tapetenfabrikanten Jean Louis Bennoit Cabanis und dessen Ehefrau Auguste Marie Charlotte geb. Fahland am 8. März 1816 in Berlin geboren. Cabanis studierte von 1835 bis 1839 an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. Anschließend ging er nach Nordamerika, von wo er 1841 nach Berlin zurückkehrte und eine große Sammlung naturhistorischer Fundstücke mitbrachte. Danach war er zunächst Angestellter des Museums für Naturkunde. Später wurde er dort Direktor als Nachfolger von Martin Lichtenstein. Für das Zoologische Museum arbeitete er mehr als 50 Jahre lang, von 1841 bis 1892.
1853 gründete er das Journal für Ornithologie, dessen Herausgeber er 41 Jahre lang war. Dann wurde er von seinem Schwiegersohn Anton Reichenow abgelöst.
Einige Ornithologen benannten nach Cabanis ein Taxon. Hierzu gehören u. a.:
Die Cabanis-Ammer (Emberiza cabanisi (Reichenow, 1875))
Der Östliche Dunkeldickichtschlüpfer (Synallaxis cabanisi (Berlepsch & Leverkuhn, 1890))
Die Cabanis-Tangare (Tangara cabanisi (Sclater,PL, 1868))
Der Cabanis-Bülbül (Phyllastrephus cabanisi (Sharpe, 1882))
Der Langschwanzwürger (Lanius cabanisi (Hartert, 1906))
Der Schwarzkopfspätzling (Pseudonigrita cabanisi (Fischer & Reichenow, 1884))
Cabanis-Drossel (Turdus plebejus Cabanis, 1861) zumindest im Trivialname
Cabanis-Weber (Ploceus intermedius Rüppell, 1845)
Unterart des Cabanis-Webers (Ploceus intermedius cabanisii (Peters, WKH, 1868)) für den im Englischen der Trivialname Cabanis's Masked Weaver existiert.
Unterart des Goldhähnchen-Waldsängers (Basileuterus culicivorus cabanisi Berlepsch, 1879) für den im Englischen auch der Trivialname Cabanis's Warbler existiert.
Unterart des Buntspechts (Dendrocopos major cabanisi (Malherbe, 1854))
Unterart des Goldschnabelhopfs (Rhinopomastus minor cabanisi (Filippi, 1853))
Unterart des Eichhornkuckucks (Piaya cayana cabanisi Allen, 1893)
Unterart des Grünfischers (Chloroceryle americana cabanisii (Tschudi, 1846))