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Jean Françaix

Französischer Komponist und Pianist

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Jean René Désiré Françaix (* 23. Mai 1912 in Le Mans; † 25. September 1997 in Paris) war ein französischer Komponist und Pianist.

Jean Françaix, in eine Musikerfamilie hineingeboren, gewann mit 18 Jahren den Preis des Pariser Conservatoires und studierte Komposition bei Nadia Boulanger. Sein erstes wichtiges Werk, das er mit 20 Jahren komponierte, Concertino für Klavier, wurde ein großer Erfolg. Neben Solowerken für verschiedene Instrumente schrieb er einige Konzerte, unter anderem für Klavier, zwei Klaviere, Violine, Klarinette und Flöte. Zu seinen Vokalwerken gehören das Oratorium L’Apocalypse de Saint-Jean (Die Apokalypse des heiligen Johannes) und die Kantate La Déploration de Tonton (chien fidèle) (Beweinung des treuen Hundes Tonton) nach einem Text von Georges Ravon für Mezzosopran und Streichorchester.

Er komponierte besonders viel für Blasinstrumente, beispielsweise ein Saxophonquartett, eine Sonatine für Trompete und Klavier, zwei Bläserquintette oder die Neun charakteristischen Stücke für zehn Bläser.

Von seiner Musik für Tasteninstrumente sind das Insectarium für Cembalo, die Acht exotischen Tänze für zwei Klaviere, der Marche solennelle (feierlicher Marsch) für Orgel und die Klaviersonate besonders bekannt.

Außerdem schrieb Françaix einige Opern sowie Filmmusik für zwölf Filme. Seine Musik zeichnet sich durch Eleganz, Erfindungsreichtum und rhythmische Raffinesse aus. Nach eigener Aussage war er stets bestrebt, „musique pour faire plaisir (Musik, die Freude macht)“ zu komponieren.

Françaix war auch ein Klaviervirtuose, allerdings widmete er seine Schaffenskraft hauptsächlich seiner kompositorischen Tätigkeit. Seine Werke sind originell, witzig, rhythmisch komplex, die Harmonien sind einfach. Er prägte den Begriff „Höllenorchester“ für eine Instrumentengruppe, die sich durch einen lauten, monströsen und „schnarrenden“ Klangeindruck auszeichnet. So wurden dieser Gruppe unter anderen Fagott, Klarinette, E-Gitarre, Pauken, Schlagwerk und Akkordeon zugeordnet.

1979 erhielt er den Ludwig-Spohr-Preis der Stadt Braunschweig.

Sérénade pour petit orchestre, 1934

Le Dialogue des carmélites, 1960

Jeu poétique en six mouvements, 1969

Les Inestimables chroniques du bon géant Gargantua, 1971

Mozart new-look oder ‚Don Giovanni meets Carmen‘, 1981

85 Mesures et un Da Capo, 1991

Concerto pour contrebasse et orchestre, 1974

Concerto pour quinze solistes, 1988

La Lutherie enchantée, 1936. Libretto Sonja Korty

Les Demoiselles de la nuit, Katzen-Ballett nach einer Idee von Jean Anouilh, 1948

Pierrot ou les secrets de la nuit, 1980

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