Jean-Louis Agobet (* 21. April 1968 in Blois, Centre-Val de Loire, Frankreich) ist ein französischer Komponist. Der Schwerpunkt seiner Musik liegt auf akustischen Besetzungen, die teilweise durch Live-Elektronik ergänzt werden.
Agobet studierte am Conservatoire National de Nice, der ENM Aix-en-Provence und am Conservatoire National Superieur de Musique in Lyon. Zusätzlich besuchte er Kurse bei Luigi Nono am Centre Acanthes. Seit den 90er Jahren schreibt er Werke für international bekannte Orchester, Dirigenten und Solisten.
Von 1996 bis 2001 arbeitete er regelmäßig am IRCAM in Paris. Als Ex-Stipendiat der Villa Medici in Rom (1993–1996) war er von 1998 bis 2000 Komponist in residence beim Orchestre national von Montpellier und von 2001 bis 2005 bei den Straßburger Philharmonikern, wo er auch für die musikpädagogische Abteilung verantwortlich war. 2006 gewann er bei den Victoires de la musique classique den Preis für die beste Aufnahme, außerdem wurde ihm im September 2006 von der SACEM der Prix Claude Arrieu verliehen.
Agobet unterrichtete von 2008 bis 2011 Komposition am Conservatoire in Caen, Normandie und war dort 2010 Composer in Residence beim Festival Aspects des Musiques d'Aujourd'hui. Seit 2011 ist er Professor für Komposition am Conservatoire Bordeaux. Seine Werke werden bei Jobert in Paris und bei peermusic classical in Hamburg veröffentlicht.
Leben (2009) für Violoncello und Klavier
Tonfall (2008) für Fagott solo
Owen fragments (2008) für Rezitation und Streichquartett mit Solobratsche
Owen fragments II (2008) für Bratsche und Violoncello
Owen fragments III (2008) für zwei Violinen und Bratsche
Owen fragments IV (2008) für Bratsche solo
Spectre (2008) für Bassflöte und Schlagzeug
Les ombres dansent (2006) für zwei Klarinetten und Resonanzklavier
Cobalt (2004) für Horn in F und Resonanzklavier ad lib.
Régénération (2002–2008) für drei Klarinetten
Ciaccona (2002), für Klarinette und Violoncello
Encore ! for Sacha (2000) für Klavier
Points vacillants (1994–95, revidierte Fassung 2000) für Tuba und Elektronik
Nuée-Traces (1993–1994) für Flöte und Elektronik