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Jay-Z

US-amerikanischer Rapper, Musikproduzent und Unternehmer

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Jay-Z (* 4. Dezember 1969 als Shawn Corey Carter in New York City) ist ein US-amerikanischer Rapper, Musikproduzent und Unternehmer. Er wird als einer der einflussreichsten Hip-Hop-Musiker bezeichnet. Carter war Chief Executive Officer (CEO) der Plattenfirma Def Jam. Er ist Eigentümer der Modefirma Rocawear, zu 50 % Anteilhaber der Champagner-Marke Armand de Brignac, Mitglied des Verwaltungsrats von Square und Teil einer Investorengruppe, die 25 % von Mitchell & Ness besitzt. Seit 2008 ist er mit der R&B-Sängerin Beyoncé verheiratet. Er galt 2025 als vermögendster Musiker, laut „Forbes“ beläuft sich sein Nettovermögen auf 2,6 Milliarden US-Dollar (2,3 Milliarden Euro).

Shawn Corey Carter wurde 1969 in Brooklyn geboren und zusammen mit drei Geschwistern von seiner alleinerziehenden Mutter Gloria Carter aufgezogen, nachdem der Vater Adnis Reeves die Familie verlassen hatte. Der Vater starb 2003.

Carters Künstlername war ursprünglich „Jazzy“, bis er merkte, dass es bereits diverse Künstler mit diesem Namen gab. Erlebnisse im Alltag und spontane Texteinfälle für Songs schrieb er unterwegs auf Papiertüten, um diese gesammelten Ideen und Wortfragmente daheim in ein Notizbuch zu übertragen.

Später trainierte er sein Sprachvermögen, indem er sich immer längere Liedstrophen, die er komponiert hatte, im Geiste einprägte und rezitierte. Sein Song Bring It On, der sich auf seinem Debütalbum Reasonable Doubt von 1996 befindet, enthält die Zeile: „Street knowledge amazin to scholars when we coin phrases for dollars“, was übersetzt ungefähr bedeutet: „Das Wissen der Straße, das Gelehrte erstaunt, wenn wir Sätze in Dollar-Noten ummünzen.“ Seine Eltern hatten häufig Hauspartys gefeiert und besaßen eine große Plattensammlung, was seine musikalische Entwicklung beeinflusste.

Nach mehreren erfolglosen Versuchen, eine Karriere als Musiker zu beginnen, gründete er schließlich mit Damon Dash die Plattenfirma Roc-a-Fella Records, über die er sein Debütalbum Reasonable Doubt veröffentlichte. Dieses fand zwar einigen Anklang in der Szene, brachte jedoch keinen kommerziellen Erfolg. Es enthielt vier Singleauskopplungen: Ain’t No Nigga (mit Foxy Brown), Can’t Knock the Hustle (mit Mary J. Blige), Dead Presidents (das ein Sample des Rappers Nas I'm Out for Dead Presidents to Represent Me enthielt) und Feelin' It.

1997 platzierte sich das Nachfolgealbum In My Lifetime, Vol. 1 auf Platz drei der US-Charts und legte den Grundstein für seinen finanziellen Erfolg bei einem breiteren Publikum. Ein Jahr später veröffentlichte Jay-Z, wie er sich nun nannte, das Album Vol. 2… Hard Knock Life und verlagerte damit seinen Fokus von der Rap-Musik auf ein Mainstream-Publikum. Aus dem Album wurden die Singles Can I Get A…, Hard Knock Life (Ghetto Anthem), Jigga What?, Jigga Who?, It’s Alright und Money Ain’t a Thang ausgekoppelt.

1999 wurde Vol. 3… Life and Times of S. Carter veröffentlicht, ein kommerziell erfolgreiches Album, das weiteren Anlass für Kritik am Pop-orientierten Stil seiner Musik aus der Rap-Szene gab. Gastmusiker auf seinem nächsten Album The Dynasty: Roc La Familia sind beispielsweise Beanie Sigel, Memphis Bleek, Amil, Scarface, Just Blaze, R. Kelly, Kanye West, The Neptunes und Snoop Dogg.

Der nächste Erfolg für Jay-Z war das 2001 veröffentlichte Album The Blueprint, gefolgt von einem Unplugged-Album. Dann wurde das Album Best of Both Worlds mit R. Kelly veröffentlicht. 2002 kam mit The Blueprint 2: The Gift & the Curse ein Doppelalbum auf den Markt.

2003 ging Jay-Z mit Rappern wie 50 Cent, Busta Rhymes und Sean Paul auf Tournee, während er an seinem Album The Black Album arbeitete. Von diesem wurde auch eine gesonderte A-cappella-Version produziert, um Remixe durch andere Musiker zu fördern. Das bekannteste und kontroverseste dieser Projekte war 2004 The Grey Album von DJ Danger Mouse, der The Black Album mit dem White Album der Beatles kombinierte, so dass ein Mashup-Album entstand. Die Plattenfirma EMI unternahm rechtliche Schritte gegen das Grey Album, was die Internet-Protestaktion Grey Tuesday auslöste. Ebenfalls 2004 entstand in Zusammenarbeit mit Linkin Park im Rahmen der MTV Ultimative Mash-Ups ein Kollaborations-Album mit Namen Collision Course.

Neben musikalischen Aktivitäten versuchte sich Jay-Z mit dem Designerlabel Roc-a-Wear auch in der Modeindustrie. Außerdem brachte er zusammen mit der Sportfirma Reebok eine Schuhkollektion mit dem Namen S. Carter bzw. Shawn Carter heraus. Weiterhin ist er Miteigentümer der NBA-Basketballmannschaft Brooklyn Nets.

Im Dezember 2004 wurde er zum neuen Präsidenten und Chief Executive Officer des Hip-Hop-Labels Def Jam ernannt, nachdem dieses Roc-a-Fella Records vollständig übernommen hatte. Jay-Zs Vertrag mit Def Jam lief Ende 2007 aus und wurde nicht verlängert. Seine Nachfolge trat im Juni 2008 Shakir Stewart an.

2006 versöhnte er sich nach mehrjährigem Streit mit Nas, der auf seinem Album American Gangster mitwirkt. Nach dem angekündigten Ende seiner musikalischen Karriere in Form des Black Album, das sein letztes sein sollte, wurde sein Comeback-Album Kingdom Come am 21. November 2006 veröffentlicht. Im Herbst 2006 tourte Jay-Z zusammen mit Memphis Bleek und einigen Musikern seines Labels Roc-A-Fella Records durch Europa, Australien, Japan und Afrika bei der Water for Life Tour, mit dem Zweck, sauberes Trinkwasser für Familien in Afrika zugänglich zu machen.

Im August 2007 berichtete das Forbes Magazine, dass Jay-Z mit einem geschätzten Jahreseinkommen von 36 Millionen US-Dollar Topverdiener im Bereich Hip-Hop ist. Im Zeitraum Juni 2009 bis Juni 2010 verdiente Jay-Z laut Forbes 63 Millionen US-Dollar. Sein Vermögen schätzte das Magazin im Jahr 2020 auf eine Milliarde US-Dollar.

Am 4. April 2008 heiratete Jay-Z die Sängerin Beyoncé Knowles, bekannt als Beyoncé, mit der er vom Forbes Magazine als bestverdienendes Paar Hollywoods gelistet wurde. Am 5. Juni 2009 erschien die Promo-Single D.O.A. (Death of Auto-Tune) zu seinem Album The Blueprint 3, das am 8. September bei Roc Nation erschien. Mit über zwei Millionen Verkäufen war es erfolgreicher als die beiden Vorgänger. Die Aufnahmen hatten größtenteils auf Hawaii stattgefunden. Als erste offizielle Single erschien Run This Town, die er zusammen mit Rihanna und Kanye West aufgenommen hatte, 2010 wurde der Song mit zwei Grammys ausgezeichnet. Die nächste Auskopplung Empire State of Mind avancierte zu seinem erfolgreichsten Song und hielt sich fünf Wochen an der Spitze der Billboard Hot 100.

Ursprünglich als EP angekündigt, veröffentlichte Jay-Z im August 2011 gemeinsam mit Kanye West als The Throne das Album Watch the Throne. Beide Rapper hatten seit 2000 regelmäßig zusammengearbeitet; auch auf zwei Stücken von Wests Album My Beautiful Dark Twisted Fantasy war Jay-Z vertreten. Aufgenommen wurde das Werk unter anderem in New York, Sydney, Paris und den Real World Studios in Wiltshire, England. Vorab wurden der von den Kritikern unterschiedlich aufgenommene Song H•A•M und das erfolgreichere Stück Otis ausgekoppelt. Für letzteres wurde Try a Little Tenderness von Otis Redding verwendet. Ungewöhnlich für ein medial viel beachtetes Album, wurde Watch the Throne aufgrund erhöhter Sicherheitsmaßnahmen nicht vorab geleakt. Mit einem Charteinstieg auf Platz eins in der Schweiz, Platz zwei in Deutschland und Platz zwölf in Österreich ist Watch the Throne das erfolgreichste Werk der beiden Musiker in den deutschsprachigen Ländern. In den USA erreichte es als fünftes Album von West und als zwölftes von Jay-Z die Spitzenposition. Im iTunes Store stellte es mit 290.000 Downloads in der ersten Woche einen Rekord auf. Mit knapp 1,2 Millionen Verkäufen landete es auf Platz 14 der amerikanischen Jahrescharts. Das Artwork zum Album lieferte der Givenchy-Stardesigner Riccardo Tisci. Die Single Niggas in Paris wurde sein elfter Top-5-Hit in den USA und wurde später mit Neunfach-Platin ausgezeichnet.

Beginnend am 28. September spielte Jay-Z insgesamt acht Konzerte bis zum 6. Oktober zur Einweihung des Barclays Centers im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Dort spielt nun der Basketball-Verein Brooklyn Nets, bei dem er auch Anteile hält. Zu der Konzertreihe erschien ein Livealbum unter dem Namen Jay-Z Live in Brooklyn.

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