Jane Heal (* 21. Oktober 1946 als Barbara Jane Kneale) ist eine britische Philosophin, Mitbegründerin der Simulationshypothese der Philosophie des Geistes und emeritierte Hochschullehrerin. Sie war die erste weibliche Präsidentin des St. John’s College in Cambridge.
Jane Heal, Tochter von Martha Kneale, studierte zuerst zwei Jahre lang Geschichte und anschließend zwei Jahre Philosophie in Cambridge. Sie promovierte zu Fragen der Sprachphilosophie. Von 1971 bis 1974 war sie mit einem Sarah-Smithson-Forschungsstipendium am Newnham College. Sie schloss zwei Jahre in den USA in Princeton und Berkeley im Rahmen eines Harkness Fellowships an. Im Jahr 1976 wurde sie an die Universität Newcastle upon Tyne berufen und lehrte dort zehn Jahre lang. Sie kehrte 1986 nach Cambridge zurück, wurde Dozentin, 1996 außerordentliche Professorin, im Jahr 2002 Lehrstuhlinhaberin, Fellow am St John’s College und die erste weibliche Präsidentin des Colleges von 1999 bis 2003. 1997 wurde sie zum Fellow der British Academy gewählt. Zusätzlich war sie Präsidentin der Mind Association (= britische Fachgesellschaft für Philosophie) und der Aristotelian Society.
Die Professorin ist seit 2012 emeritiert.
Jane Heals Arbeitsschwerpunkte waren unter anderem die Philosophie des Geistes und der Sprache. Die Philosophin ist eines der Gründungsmitglieder der Simulationshypothese und Kennerin von Wittgenstein. Außerdem beschäftigte sie sich mit Rationalität und kooperativem Handeln bezüglich psychologischer Vorgänge im Menschen. Sie denkt über die Bedeutung des „Wir“ für das Denken und Leben in wissenschaftlicher Form nach. Zusätzlich war sie mehrere Jahre an der Antwort des Menschen auf den Klimawandel interessiert.
Sie wurde von der britischen Zeitung The Guardian als Person mit scharfer Intelligenz und einer Gabe für lebendige Metaphorik bezüglich der Beschreibung des menschlichen Verhaltens gewürdigt.
1971 bis 1974: Sarah-Smithson-Forschungsstipendium am Newnham College
Fact and Meaning: Quine and Wittgenstein on Philosophy of Language, Blackwell, Oxford 1989, ISBN 978-0-63114-591-2.
Mind, Reason and Imagination: Selected Essays in Philosophy of Mind and Language. Cambridge University Press, Cambridge 2003, ISBN 978-0-52101-716-9.
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Explicit Performative Utterances and Statements. In: Philosophical Quarterly. 1974, S. 106–121.
The Disinterested Search for Truth. In: Proceedings of the Aristotelian Society. 1987–1988, S. 97–108.
Moore's Paradox: a Wittgensteinian Approach. In: Mind. 1994, S. 5–24.
M. Davies and T. Stone (Hrsg.): Replication and Functionalism. In: Folk Psychology Blackwell. 1995.
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On Discussing What We Should Do. In: Royal Institute of Philosophy Supplement 95. 2024, S. 127–141. (2024)
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