Jan Wildens (* 1586 in Antwerpen; † 16. Oktober 1653 ebenda) war ein flämischer Maler.
Wildens war Schüler von Peter Verhulst und wurde 1604 Meister der Malergilde seiner Heimatstadt. Von 1613 bis 1618 wohnte er in Italien, nach seiner Rückkehr kam er in Kontakt mit Peter Paul Rubens. Wildens gestaltete in vielen Gemälden von Rubens die Landschaften mit breitem Pinsel und dekorativer Auffassung, etwa das Bild Die Früchtegirlande (1616/17) in der Alten Pinakothek München.
Von seinen selbständigen Arbeiten gibt es nur wenige. Bekannt sind die beiden großformatigen Werke in Dresden und Amsterdam.
Winterlandschaft mit dem Jäger, 1624, Öl auf Leinwand, H194 × B202 cm, Gemäldegalerie Alte Meister Dresden
Panorama von Antwerpen vom Osten her, 1636, Öl auf Leinwand, H197,5 × B367 cm, Rijksmuseum Amsterdam
Außerdem in Deutschland öffentlich zu sehen sind u. a.:
Landschaft mit Gewitter, 1649, Eichenholz, H42,2 × B71,5 cm, Staatsgalerie Neuburg
Latona und die lykischen Bauern, 1653, Öl auf Leinwand, H122,5 × B230,5 cm, Staatsgalerie Neuburg (mit Rubens-Werkstatt)
Landschaft mit der Jagd der Diana, nach 1640, Holz, H50 × B72 cm, Herzog-Anton-Ulrich Museum Braunschweig
Waldlandschaft mit Diana und ihren Gefährtinnen, Anhaltinische Gemäldegalerie Dessau
Waldlandschaft mit Bach und Reiter, Anhaltinische Gemäldegalerie Dessau
Das Opfer Abrahams, ca. 1631–1635, Öl auf Leinwand, H222 × B178 cm, Städelsches Kunstinstitut Frankfurt am Main (mit Cornelis de Vos)
Mehrere seiner Werke aus der Gemäldesammlung der Familie Brignole - Sale sind im Palazzo Rosso in Genua zu sehen. Eine große Landschaft mit Sonnenuntergang über einem Fluss befindet sich in Wien. Weiterhin werden Wildens einige unsignierte Gemälde in Madrid, Karlsruhe und London zugesprochen. Einige seiner Landschaften wurden von bedeutenden Kupferstechern des Landes gestochen.
Hermann Arthur Lier: Wildens, Jan. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 42, Duncker & Humblot, Leipzig 1897, S. 503 f.
Jan Wildens. In: Theodor Westrin, Ruben Gustafsson Berg, Eugen Fahlstedt (Hrsg.): Nordisk familjebok konversationslexikon och realencyklopedi. 2. Auflage. Band 32: Werth–Väderkvarn. Nordisk familjeboks förlag, Stockholm 1921, Sp. 452 (schwedisch, runeberg.org).