An diesem Tag

Jan-Ove Waldner

Schwedischer Tischtennisspieler

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Jan-Ove Waldner (* 3. Oktober 1965 in Stockholm) ist ein ehemaliger schwedischer Tischtennisspieler. Er wurde zweimal Weltmeister (1989 und 1997), einmal Europameister (1996) und einmal Olympiasieger (1992) im Einzel. Außerdem gewann er sieben Mal das Europäische Ranglistenturnier Europe TOP-12. Des Weiteren wurde er zehn Mal schwedischer Meister. Er gilt als einer der besten Spieler in der Geschichte des Tischtennissports. Bis 2012 war er bei TTC Rhön-Sprudel Fulda-Maberzell in der Bundesliga unter Vertrag.

Waldner spielte zunächst Banda Coppa auf einem Banda-Offensivholz. Nach der Übernahme von Banda durch DONIC spielte er einen extra für ihn entwickelten Belag, der seinen Namen trug. Dieser wurde mehrmals der aktuellen Belagsentwicklung angepasst und mit Zusätzen wie Platin oder Platin X1 bezeichnet. Als Schlägerholz verwendete er ein Carbonholz seines Namens. Wegen seines Talents und seiner eleganten Spielweise wurde er auch der „Mozart des Tischtennis“ genannt. Er zeichnete sich besonders durch variable Aufschläge, sehr gut platzierte Rückschläge, Spielübersicht und Ballsicherheit aus. Andere Stärken waren seine Schlagvariationen und unerwartete Tempowechsel mit Vor- und Rückhand. 2001 wurde über Waldner das Buch „Geheimnisse eines TT-Genies“ geschrieben.

Als Waldner fünf Jahre alt war, entdeckten seine Eltern sein Talent für Tischtennis. Sie förderten ihn und seinen älteren Bruder Kjell-Åke (* 17. August 1963; ab 1996 Trainer der schwedischen Damen-Nationalmannschaft). Als er 6 Jahre alt war, spielte er das erste Mal in einem Verein. So wurde er mit 9 Jahren jüngster schwedischer Meister seiner Altersklasse. Zwar war er auch talentiert für Tennis und Fußball, aber er legte nun den Schwerpunkt auf Tischtennis. Nach dem Schulabschluss wurde er mit 15 Jahren Profi. Ein Jahr später gewann er in einem Turnier seinen ersten Porsche.

Waldner gehörte zur absoluten Weltspitze. Er gewann zahlreiche Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. 1992 wurde er in Barcelona Olympiasieger gegen Jean-Philippe Gatien. 2000 in Sydney schaffte er es erneut bis ins Finale, unterlag jedoch Kong Linghui. Bei den Weltmeisterschaften 1989 wurde er erstmals Weltmeister gegen Jörgen Persson. 1997 wiederholte er den Triumph und blieb dabei im gesamten Turnier ohne Satzverlust. Vizeweltmeister wurde er zweimal (1987 gegen Jiang Jialiang und 1991 gegen Jörgen Persson). Mit der schwedischen Mannschaft gewann er viermal Gold bei Weltmeisterschaften und holte viermal Silber. Bei Europameisterschaften holte er sich einmal Gold im Einzel, dreimal Gold im Doppel, 7-mal Gold mit der schwedischen Mannschaft, zweimal Silber im Einzel und einmal Silber im Team.

1992 wurde er mit der Svenska-Dagbladet-Goldmedaille geehrt.

Zwischen 1980 und 2002 bestritt er 269 Spiele für die schwedische Nationalmannschaft. Davon gewann er 220 Spiele, 49 Spiele gingen verloren. Damit beträgt seine Erfolgsquote knapp 82 Prozent. Eine Fußverletzung im Jahr 2002 zwang ihn zu einer 14 Monate langen Pause. Trotz seines Alters von 37 Jahren fand er danach den Weg in die Weltspitze zurück.

Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen feierte Waldner ein viel beachtetes Comeback und demonstrierte durch sein Vordringen bis ins Halbfinale wieder einmal, dass er selbst im Alter von 38 Jahren noch dazu in der Lage war, der chinesischen Tischtennisvormacht Paroli zu bieten. Bemerkenswert waren seine Siege gegen Timo Boll, den besten deutschen Tischtennisspieler, und gegen Ma Lin, einen der besten Chinesen. Am 11. Februar 2016 beendete Waldner seine aktive Karriere als Leistungssportler. Zuletzt hatte er für Spårvägens BTK in der schwedischen Tischtennisliga gespielt. Ende 2017 unterschrieb Waldner einen Vertrag beim Oldenburger TB, für den er im Juni 2018 bei den deutschen Ü-50-Mannschaftsmeisterschaften spielen sollte. Er sagte die Teilnahme jedoch schließlich ab.

Zahlreiche Produkte, wie Hölzer und sogar erstmals Beläge, trugen seinen Namen. Darüber hinaus bestreitet Waldner zahlreiche Schaukämpfe gegen andere bekannte Tischtennisspieler. Ende 2004 eröffnete Waldner in Peking ein eigenes Restaurant namens „W“.

Im Dezember 2024 veranstaltete Jan-Ove Waldner den Waldner Cup. Im Turnier traten 2 Mannschaften gegeneinander an: Team World und Team Asia. Im Team World war Jan-Ove Waldner selbst der Capitän und im Team Asia war Ma Long der Capitän. Team World bestand, neben dem Capitän Jan-Ove Waldner, aus folgenden Spielern: Truls Möregårdh (Schweden), Dimitrij Ovtcharov (Deutschland), Hugo Calderano (Brasilien), Adriana Díaz (Puerto Rico) und Bernadette Szőcs (Rumänien). Team Asia mit Ma Long wurde verstärkt durch die Spieler: Chen Meng (China), Jang Woo-jin (Südkorea), Lim Jong-hoon (Südkorea), Shin Yu-bin (Südkorea), Kirill Gerasimenko (Kasachstan) und Manika Batra (Indien).

Waldner spielte in mehreren Vereinen und auch einige Jahre in der deutschen Bundesliga:

1971–1984 Stockholms Spårvägars GoIF (Schweden)

1984–1987 ATSV Saarbrücken (Deutschland)

1987–1991 Stockholms Spårvägars GoIF (Schweden)

1995–2003 Kalmar BTK (Schweden)

2003–2005 SV Weru Plüderhausen (Deutschland)

2005–2012 TTC Rhön-Sprudel Fulda-Maberzell (Deutschland)

2012–2016 Spårvägens BTK (Schweden)

1983 in Tokio: 2. Platz mit Team

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