An diesem Tag

James Dean

US-amerikanischer Schauspieler (1931–1955)

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James Byron Dean (* 8. Februar 1931 in Marion, Indiana; † 30. September 1955 in der Nähe von Cholame, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Theater- und Filmschauspieler. Sein früher Tod bei einem Autounfall und seine Rolle in … denn sie wissen nicht, was sie tun machten ihn zu einem Jugendidol. Für seine Rollen in Jenseits von Eden und Giganten erhielt er postum zwei Oscarnominierungen als Bester Hauptdarsteller.

James Dean wurde 1931 in Marion, Indiana, als Sohn von Winton Dean (1907–1995), einem Zahntechniker, und Mildred Marie Wilson (1910–1940) geboren. Deans Eltern zogen nach der Geburt ihres Sohnes, den sie mit dem Kosenamen „Jimmy“ riefen, zu ihren Verwandten nach Fairmount, wo sie erst bei den Eltern des Vaters lebten und dann auf die Farm von Winton Deans Schwester zogen. Nach einem weiteren Umzug zurück nach Marion begann die Mutter die künstlerische Begabung ihres Sohnes, der sich durch große Neugier und Dickköpfigkeit auszeichnete, zu fördern. Sie meldete ihn am College of Dance and Theatre an, einer privaten Schauspielschule einer ehemaligen Entertainerin. Dort erlernte er in wenigen Wochen Stepptanz und trat im Juni 1936 bei einer öffentlichen Vorstellung auf; daneben erhielt er auch Geigenunterricht.

Im Alter von fünf Jahren zog er kurz darauf mit seinen Eltern nach Santa Monica, Kalifornien, wo sein Vater eine besser bezahlte Stellung als Leiter eines Dentallabors am Sawtelle Veterans Hospital antrat. In Kalifornien besuchte Dean zunächst die Brentwood Public School. Nach einem innerstädtischen Umzug der Familie wechselte er nach der ersten Klasse an die McKinley Elementary School am Santa Monica Boulevard, die er bis zur dritten Klasse besuchte. In dieser Zeit äußerte sich die künstlerische Neigung des jungen Dean vor allem darin, mit bloßen Händen Tonfiguren zu formen und zu kreieren.

1940 wurde bei Deans Mutter Gebärmutterkrebs diagnostiziert; sie starb am 14. Juli im Alter von 29 Jahren; Dean war zu diesem Zeitpunkt neun Jahre alt. Kurz danach wurde er von seinem Vater Winton, der als eher gleichgültig beschrieben wird, in die Obhut seiner Großmutter und seiner Tante väterlicherseits gegeben, die wegen der Krankheit von Mildred Dean nach Kalifornien gereist waren. Achtzehn Monate später wurde Winton Dean als Sanitäter zum Militärdienst eingezogen und diente im Zweiten Weltkrieg in Europa.

James Dean lebte von nun an wieder in Fairmount, Indiana, wo er auf der Farm seines Onkels Marcus Winslow, dessen Frau Ortense und der älteren Tochter Joan aufwuchs, etwa fünf Kilometer nördlich der Stadt. In dem zweistöckigen weißen Farmhaus mit 13 Zimmern und einer L-förmigen Veranda an der Vorderseite trat ihm das Ehepaar sein Schlafzimmer ab, da Dean das Mobiliar darin besonders gefiel. Beide ermutigten Dean, auch weiterhin zu zeichnen, zu malen und mit Ton zu modellieren, und bald sprach er Tante und Onkel mit Mom und Dad an. Doch fiel es ihm schwer, den Schicksalsschlag zu verarbeiten; über den Verlust seiner Mutter brach er Verwandten zufolge öfter in Tränen aus. Auch gab er bald darauf das Geigenspiel und den Tanz auf.

Ablenkung fand Dean im Herbst 1940, als er in die vierte Klasse der West Ward Elementary School von Fairmount wechselte, die hauptsächlich von Kindern der umliegenden Farmen besucht wurde. Von den Lehrern wurde er als braver, netter Schüler beschrieben, der nicht auffiel und eine gewisse Zurückhaltung und Reserviertheit an den Tag legte. Er gewöhnte sich an einen geregelten Tagesablauf. Viel Zeit verbrachte er vor dem Radio, in dem Hörspielsendungen und Unterhaltungsprogramme von Bob Hope, Red Skelton und Arthur Godfrey gespielt wurden. In dieser Zeit soll sein Wunsch entstanden sein, Filmschauspieler zu werden, was von seinen Verwandten belächelt wurde. Im Alter von neun Jahren bekam Dean die Hauptrolle in einem Krippenspiel der Back Creek Friends Church. In dem Stück To Them that Sleep in Darkness spielte er einen blinden Jungen, der nach und nach sein Augenlicht wieder zurückgewinnt. Er agierte noch in weiteren Stücken an der West Ward Elementary.

Im Herbst 1943 kam Dean in die siebte Klasse der Fairmount High School im Stadtzentrum. Zur selben Zeit bekamen Marcus und Ortense Winslow ihr zweites Kind, einen Sohn, dem sie den Namen Marcus jr. gaben. James Dean freundete sich schnell mit ihm an, im Gegensatz zu der älteren Joan, die schon bald nach der Geburt von Marcus jr. auszog, um mit ihrem Ehemann einen eigenen Haushalt zu gründen. Eines Tages stürzte Dean in der Scheune vom Heuboden und verlor vier Schneidezähne, sodass er gezwungen war, für den Rest seines Lebens eine Zahnprothese zu tragen.

Zusammenarbeit mit Adeline Brookshire

Im Herbst 1946 begegnete Dean zum ersten Mal der als unkonventionell geltenden Lehrerin Adeline Brookshire. Er besuchte bei ihr den Anfängerkurs für Sprecherziehung, und sie teilte als Leiterin der Theater-AG seine Leidenschaft für die Schauspielerei. Durch den Unterricht bei ihr wurde er in seinem Wunsch bestärkt, Schauspieler zu werden, und er spielte in zwei Theaterproduktionen seiner High School. Unter dem Künstlernamen Jim Dean war er in dem Stück The Monkey’s Paw als Herbert White zu sehen, während er in Mooncalf Mugford die Rolle des John Mugford interpretierte. Mit An Apple from Coles County, Vom Winde verweht, Our Hearts Were Young and Gay und You Can’t Take It with You folgten weitere Auftritte in Schulaufführungen, außerdem tat er sich in der Schulmannschaft als guter Hürdenläufer und Basketballspieler hervor. Da er wegen seiner starken Kurzsichtigkeit stets eine Brille benötigte, trug er auch bei den Basketballspielen immer eine Sportbrille.

Ein weiteres Hobby Deans waren Motorräder. Sein erstes war ein Whizzer-Moped, das er 1947 von seinem Onkel Marcus geschenkt bekam, danach besaß er eine tschechische 125er ČZ. Er kannte sich mit Mechanik aus und nahm mit dem Motorrad auch an Rennen teil. Später fuhr er unter anderem eine Harley, eine 500-cm³-Norton, eine Indian 500 und eine britische Triumph T-110, die an der Seite die Aufschrift „Dean’s Dilemma“ zierte.

1949, in seinem letzten Highschool-Jahr, informierte Brookshire in ihrem Kurs für Sprecherziehung die Schüler über einen Vorlesewettbewerb, der von der Indiana National Forensic League ins Leben gerufen worden war. Dean konnte sich für diesen Wettbewerb begeistern, suchte sich das Manuskript eines Irrsinnigen aus Charles Dickens’ The Pickwick Papers aus und probte den Vortrag mit Brookshire. Am 8. April 1949 fand in Peru, Indiana, die erste Runde des Wettbewerbs statt. Dean konnte mit seinem Vortrag überzeugen, er belegte den ersten Platz und wurde Landessieger. Er qualifizierte sich damit für den Bundeswettbewerb, der am Ende des Monats in Longmont, Colorado, stattfand.

Die Begeisterung an Deans Schule war groß und er wurde wie ein Held am Bahnhof verabschiedet, als er mit Brookshire zu dem Wettbewerb reiste. Da er bei seiner Inszenierung aber auch viel improvisierte (wie auch in seiner späteren Filmkarriere), überschritt er das Zeitlimit von zehn Minuten. In der ersten Runde wurde darauf nicht geachtet – jedoch in der Endrunde am nächsten Tag. Dean wollte nicht auf seine Mentorin hören und den Text kürzen, trug ihn unverändert vor und belegte Platz sechs. Die Enttäuschung darüber wog schwer.

Am 16. Mai 1949 feierte James Dean seinen Highschool-Abschluss und wurde mit Preisen für seine Leistung in den Fächern Bildende Kunst, Sport und Schauspiel geehrt. Als Examensgeschenk durfte er nach Indianapolis zu einem Autorennen reisen, was ihn offenbar dazu anregte, später selbst an Autorennen teilzunehmen. Obwohl ihm seine langjährige Mentorin Adeline Brookshire dazu riet, ein College irgendwo im Mittleren Westen zu besuchen, zog er nach Kalifornien, um mit seinem Vater zusammenzuleben, der mittlerweile sein Dasein als Witwer aufgegeben und 1945 Ethel Case geheiratet hatte.

Dean befolgte den Rat seines Vaters und entschied sich für ein Studium der Rechtswissenschaften am Santa Monica Junior College. Als auswärtiger Student musste er vor dem zweijährigen Grundstudium allerdings Vorbereitungskurse besuchen. Winton Dean bemühte sich, seine Vaterrolle zu erfüllen, die er lange Jahre gemieden hatte. Er kaufte seinem Sohn einen gebrauchten 1939er Chevrolet, damit er sich in der Stadt frei bewegen konnte. Trotz der Einwände seines Vaters gegen die Schauspielerei wurde Dean Mitglied der Miller Playhouse Theatre Guild in Los Angeles. Durch seine Bühnenkenntnisse und seine künstlerischen Fertigkeiten, Kulissen zu entwerfen, bekam er bald den Posten des Bühnenmanagers und spielte unter dem Künstlernamen Byron James eine kleine Nebenrolle in dem Stück The Romance of Scarlet Gulch.

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