An diesem Tag

Jakob Breyne

Niederländisch-polnischer Kaufmann und Botaniker

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Jakob Breyne (* 14. Januar 1637 in Danzig, Polen-Litauen; † 25. Januar 1697 ebenda) war ein Danziger Kaufmann und Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Breyne“.

Breyne ist ein Sohn seines gleichnamigen Vaters Jakob Breyne und dessen Ehefrau Maria Anna Moorman. Die Familie Breyne stammte ursprünglich aus Brabant. Sein Urgroßvater Matthias Brayne floh nach der Belagerung von Antwerpen 1585 mit seiner protestantischen Familie vor den spanischen Repressalien nach Wesel. Dessen Nachfahren ließen sich in Köln, Wales, Belgien und Danzig nieder. Sein Vater verschiffte die Polnische Karminschildlaus (Porphyrophora polonica), aus der ein rotes Färbemittel gewonnen wurde, über Amsterdam nach Leiden.

Breyne besuchte das Akademische Gymnasium Danzig, wo er bei Christian Mentzel botanische Vorlesungen hörte und mit dem er botanische Exkursionen in die Umgebung von Danzig unternahm, um einheimische Pflanzen zu sammeln. Anfang 1650 wurde er zu seinem Onkel Pieter Breyne nach Leiden geschickt, um zum Kaufmann ausgebildet zu werden. Nebenher besuchte der an der Universität Leiden die botanischen Vorlesungen von Adolphus Vorstius.

Nach dem Tod seines Vaters 1655 musste er nach Danzig zurückkehren, um dessen Geschäft fortzuführen. 1665 heiratete er Sarah Rogge, die Tochter eines Münzmeisters aus Danzig.

Zwischen 1672 und 1674 veröffentlichte Breyne in den Miscellanea Curiosa der Academia Naturae Curiosorum 23 kürzere Abhandlungen. 1678 vollendete er das Werk Exoticarum aliarumque minus cognitarum plantarum centuria prima, eine Abhandlung zu 102 Pflanzenarten, die überwiegend vom Kap der Guten Hoffnung stammen. In Prodromi fasciculi rariorum plantarum (1680 und 1689) beschrieb er seltene Pflanzen aus niederländischen Gärten. 1739 gab sein Sohn Johann Philipp Breyne das um 30 Kupferstiche bereicherte Werk neu heraus.

Breyne korrespondierte mit zahlreichen Zeitgenossen, darunter Gottfried Sellius, Herman Boerhaave, Johannes Burman, Adriaan van Royen, Johann Friedrich Gronovius, George Clifford, Nicolaas Witsen, Peter Hotton, Frederik Ruysch, Lambert ten Kate (1674–1731). Der Nachlass der Familie Breyne befindet sich in der Forschungsbibliothek Gotha.

Charles Plumier benannte ihm zu Ehren eine Gattung als „Breynia“ der Pflanzenfamilie Phyllanthaceae. Carl von Linné übernahm später diesen Namen. Linnés Name wurde später zurückgewiesen (nom. rej.). Die Gattung Breynia J.R.Forst. & G.Forst. (1776, nom. cons.) der Familie Phyllanthaceae wurde ihm und seinem Sohn zu Ehren benannt. Die Gattung Breyniopsis Beille (1925) der Familie Phyllanthaceae ehrt ihn allein.

Exoticarum aliarumque minus cognitarum plantarum centuria prima […]. Danzig [1674–]1678 (Digitalisat).

Prodromus fasciculi rariorum plantarum:

Prodromus fasciculi rariorum plantarum, anno M.DC.LXXIX in hortis celeberrimis Hollandiae […]. Danzig 1680 (Digitalisat, Digitalisat).

Prodromus fasciculi rariorum plantarum secundus […] anno M.DC.LXXXIIX […]. Danzig 1689 (Digitalisat).

Prodromi fasciculi rariorum plantarum primus et secundus […]. Danzig 1739 (Digitalisat, Digitalisat) – herausgegeben von Johann Philipp Breyne.

De Musco pulmonario terrestri sanguineo. In: Miscellanea Curiosa […] sive Ephemeridum […] anni M DC LXXII. […]. Leipzig / Frankfurt 1672, S. 509–510 (Digitalisat, Digitalisat).

Von dem rothen Erdenlungenmoos. In: Der Roemisch Kaiserlichen Akademie der Naturforscher auserlesene […] Abhandlungen. Teil 3, Endter und Engelbrecht, Nürnberg 1756, S. 436–437 (Digitalisat, Digitalisat).

De felicissima icteri diuturni curatione per muscum pulmonarium quercinum. In: Miscellanea Curiosa […] sive Ephemeridum […] anni M DC LXXII. […]. Leipzig / Frankfurt 1672, S. 511 (Digitalisat, Digitalisat).

Von der glueklichen Heilung einer langwierigen Gelbsucht vermittelst des Eichenlungenmooses. In: Der Roemisch Kaiserlichen Akademie der Naturforscher auserlesene […] Abhandlungen. Teil 3, Endter und Engelbrecht, Nürnberg 1756, S. 437–438 (Digitalisat, Digitalisat).

De amomo Arabum. In: Miscellanea Curiosa […] sive Ephemeridum […] anni M DC LXXII. […]. Leipzig / Frankfurt 1672, S. 512–513 (Digitalisat, Digitalisat).

Von dem Arabischen Amomum. In: Der Roemisch Kaiserlichen Akademie der Naturforscher auserlesene […] Abhandlungen. Teil 3, Endter und Engelbrecht, Nürnberg 1756, S. 438–439 (Digitalisat, Digitalisat).

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