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Jacques Chailley

Französischer Musikwissenschaftler, Musikpädagoge und Komponist

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Jacques Chailley (* 24. März 1910 in Paris; † 21. Januar 1999 in Montpellier) war ein französischer Musikwissenschaftler, Musikpädagoge und Komponist.

Jacques Chailley – Sohn der Pianistin Céliny Chailley-Richez und des Violinisten Marcel Chailley – studierte Harmonielehre bei Nadia Boulanger, Kontrapunkt bei Claude Delvincourt, Musikgeschichte bei Maurice Emmanuel, Musikwissenschaft bei André Pirro, Orgel bei Yvonne Rokseth und Komposition bei Henri Busser. In Amsterdam studierte Chailley bei dem Musikwissenschaftler Albert Smijers und dem Dirigenten des Concertgebouw-Orchesters Willem Mengelberg. Chailley wurde 1952 Professor der Musikgeschichte. Von 1952 bis 1979 war er Direktor des Instituts für Musikwissenschaften an der Sorbonne und von 1962 bis 1982 Direktor der Schola Cantorum. Außerdem wirkte er als Generalinspekteur für Musik beim Kultusministerium.

Sein Werkverzeichnis umfasst etwa einhundertdreißig Titel, darunter eine Oper, ein Ballett, Schauspielmusiken, Lieder und Chorstücke, Suiten, Sonaten, Orgelstücke und kammermusikalische Werke. Der Großteil seines musikalischen Nachlasses befindet sich im Archiv von Tobias Bröker. Jacques Chailley veröffentlichte zudem hunderte musikwissenschaftliche Schriften, in denen er sich auch der Erforschung der Musik als Tonsprache und der Wiederbelebung der Musik des Mittelalters widmete.

Der kompositorische Nachlass von Jacques Chailley wird im Archiv Tobias Bröker verwahrt.

1964: Assoziiertes Mitglied der Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique (Classe des Beaux-Arts)

1969: Mozartmedaille durch die Mozartgemeinde Wien

Petite histoire de la chanson populaire francais.

Histoire musicale du Moyan Age. Presses Universitaires de France, Paris 1950

Cours d’histoire de la musique. Leduc, 1973

Die Musik und ihre Zeichen. Bd. 14 der Reihe Illustrierte Geschichte der Musik. Editions Rencontre, Lausanne u. Ex Libris, Zürich 1967

Geschichte des Balletts. Bd. 15 der Reihe Illustrierte Geschichte der Musik. Editions Rencontre, Lausanne u. Ex Libris, Zürich 1967

Harmonie und Kontrapunkt. Bd. 16 der Reihe Illustrierte Geschichte der Musik. Editions Rencontre, Lausanne u. Ex Libris, Zürich 1967

Suite Le Jardin nuptial (1947)

Bearbeitung für Klavier 4-händig der Zwischenspiele aus der Orchesterfassung des Ballets Ma mère l’oye von Maurice Ravel

zahlreiche Stücke für Kinder (zwei- und vierhändig)

Quatre pieces d’orgue pour la liturgie de la messe (1962)

Paraphrases liturgiques (1984–87)

Minuetto scherzando, für Violine und Klavier (1932)

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