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Jacques Burkhardt

Berner Naturillustrator

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Jacques Burkhardt, auch Jakob Burkhardt (* 18. November 1808 (Taufdatum) in Hasle bei Burgdorf; † 20. Februar 1867 auf einem Landgut im Bostoner Stadtteil Jamaica Plain), war ein Berner Naturillustrator.

Jacques Burkhardts Vater war Jakob Burkhardt aus Sumiswald, der als Gastwirt tätig war; seine Mutter war Anna Barbara (geb. Lanz). Nachdem sein Vater später einen Gasthof in Neuenburg übernommen hatte, besuchte der junge Jacques die dortigen Schulen der Stadt.

Sein künstlerisches Talent wurde früh erkannt und gefördert durch Zeichnungsunterricht, den ihm unter anderem Maximilian de Meuron erteilte.

Künstlerische Ausbildung in Europa

Im Alter von nur 17 Jahren begab sich Burkhardt nach München zur Vertiefung seiner künstlerischen Fähigkeiten. Dort knüpfte er erste Bekanntschaften mit anderen schweizerischen Studierenden, insbesondere mit dem zukünftigen Naturforscher Louis Agassiz. Im Anschluss führte ihn sein Weg nach Rom, wo er gemeinsam mit Léopold und Aurèle Robert intensive Kunststudien betrieb und sich hauptsächlich der Landschaftsmalerei widmete.

Wissenschaftliche Zusammenarbeit und Amazonas-Expedition

Nach seiner Rückkehr nach Neuenburg bewies Burkhardt seine vielseitigen Fähigkeiten durch die Mitarbeit an den Illustrationen für Agassiz’ Werk Les poissons fossils. Burkhardts wissenschaftliches Schaffen war maßgeblich durch die Kooperation mit Louis Agassiz geprägt, dem er 1846 nach Boston folgte, um dessen Forschung in den Vereinigten Staaten als Illustrator zu begleiten.

Durch seine Schildkrötenillustrationen in Agassiz’ vierbändigen Contributions to the Natural History of the United States (1857–1862) erlangte er Anerkennung als wissenschaftlicher Illustrator.

In den folgenden Jahren begleitete Burkhardt seinen Mentor auf mehreren wissenschaftlichen Expeditionen, die bedeutsamste führte zum Amazonasstrom. Diese umfangreiche Forschungsreise wurde durch den Mäzen Nathaniel Thayer jr. (1808–1883) aus Boston finanziert. Während der fünfzehnmonatigen Thayer-Expedition in Brasilien von 1865 bis 1866 dokumentierte Burkhardt die Flora, Fauna und Landschaften des Amazonasbeckens in über 2.000 Skizzen und Aquarellen. Die Reise führte die Forschungsgruppe nach Salvador, Maceió, Recife, Fortaleza und São Luís. Danach erreichten sie Belém und segelten den Amazonas hinauf bis nach Tabatinga im Bundesstaat Amazonas und hielten sich bei der Rückreise längere Zeit in Tefé auf. Die physischen Strapazen und tropischen Krankheiten der Reise beeinträchtigten jedoch nachhaltig seine Gesundheit und führten schließlich zu seinem frühen Tod.

An der Expedition waren unter anderem beteiligt:

Louis Agassiz, schweizerisch-amerikanischer Zoologe, Ichthyologe, Geologe und Expeditionsleiter. Sein Hauptziel der Expedition war das Sammeln von Exemplaren brasilianischer Süßwasserfische;

Elizabeth Cary Agassiz, amerikanische Naturforscherin, Hauptschriftstellerin und Chronistin der Expedition, Ehefrau von Agassiz;

Joel Asaph Allen, amerikanischer Kurator für Vögel und Säugetiere am American Museum of Natural History;

John Gould Anthony (1804–1877), amerikanischer Kurator für Conchologie am American Museum of Natural History;

Charles Frederick Hartt, kanadisch-amerikanischer Geologe, Paläontologe und Naturforscher, der die Geologie Brasiliens erforschte;

Orestes St. John (1841–1921), ein amerikanischer Geologe und Paläontologe, der von Agassiz ausgebildet worden war;

George Sceva (1830–1886), amerikanischer Präparator, hauptsächlich von Fossilien für das American Museum of Natural History;

sechs amerikanische Freiwillige: William James (der spätere Philosoph und Psychologe), Herbert Edson Copeland, Newton Dexter, Walter Hunnewell, Stephen Van Rensselaer Thayer (Sohn des Expeditionsförderers Nathaniel Thayer) und Thomas Ward;

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