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Jack Miller (Rennfahrer, 1995)

Australischer Motorradrennfahrer

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Jack Peter „Jackass“ Miller (* 18. Januar 1995 in Townsville) ist ein australischer Motorradrennfahrer, der zurzeit in der MotoGP-Klasse für Prima Pramac Racing an den Start geht. Sein bisher größter Erfolg war die Vizeweltmeisterschaft in der Moto3-Klasse 2014, als er sich nach einem engen Titelkampf dem späteren Sieger Álex Márquez geschlagen geben musste.

Jack Millers motorsportliche Karriere begann im Motocross-Sport. Im Alter von acht Jahren wurde er 2003 australischer Meister in der 65-cm³-Klasse.

2008 folgte der Wechsel in den Straßenrennsport. Im darauf folgenden Jahr wurde Miller australischer Meister in der Klasse bis 125 cm³. Nach diesem Erfolg ging er nach Europa, wo er in der spanischen Meisterschaft und in der IDM antrat. 2011 wurde Miller mit einem Punkt Vorsprung auf seinen deutschen Teamkollegen Luca Amato IDM-Champion in der 125-cm³-Klasse.

In der Saison 2011 gab Jack Miller auf Aprilia sein Debüt in der Motorrad-Weltmeisterschaft. Fünf weitere Einsätze hatte er im selben Jahr auf Honda. Seine erste komplette Saison bestritt er 2012 im Team Caretta Technology. Am Ende der Saison belegte er mit 17 Punkten den 23. Gesamtrang. Zur Saison 2013 wechselte Miller ins Racing Team Germany von Dirk Heidolf. Dort fuhr er eine FTR-Honda und belegte am Ende der Saison mit 110 Punkten den siebten Gesamtrang. Daraufhin holte ihn Aki Ajo für 2014 in sein Team. Auf einer KTM hielt Miller den Ausgang der Meisterschaft bis zum letzten Rennen offen und wurde mit zwei Punkten Rückstand auf seinen spanischen Rivalen Álex Márquez Vizeweltmeister in der Moto3-Kategorie.

Für die Saison 2015 hatte Jack Miller sowohl Angebote von Teams in der Moto2- als auch in der MotoGP-Klasse. Er entschied sich für einen Wechsel ins CWM-LCR-Honda-Team von Lucio Cecchinello an die Seite von Cal Crutchlow. Im Gegensatz zu diesem fuhr er eine Honda RC213V-RS. Mit 17 Punkten beendete er seine erste Saison in der Königsklasse auf dem 19. Gesamtrang. Seine beste Saisonplatzierung war der elfte Platz in Katalonien.

2016 wechselte Miller ins Marc VDS Racing Team und wurde Teamkollege von Esteve Rabat. In Katalonien übertraf er sein Ergebnis aus dem Vorjahr mit dem zehnten Platz. Seine beste Leistung allerdings erzielte er beim nächsten Rennen, der Dutch TT. Bei starkem Regen gewann Miller das Rennen knapp vor Marc Márquez. Damit war er der erste Fahrer seit Toni Elias 2006, dem es gelang, ein Rennen auf einem nicht werksunterstützten Motorrad zu gewinnen. Die Saison schloss er als Achtzehnter ab, nachdem er wegen Verletzungen fünf Rennen hatte auslassen müssen, und entschied das teamintere Duell gegen Rabat für sich.

Die Saison 2017 beendete Miller auf dem elften Platz, seiner bis dahin besten Endplatzierung in dieser Klasse.

Zur Saison 2018 verließ Miller Honda und wechselte zum Pramac Racing Team auf eine Ducati. Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Danilo Petrucci fuhr er allerdings nur ein Vorjahresmodell. Dennoch gelangen Miller zwei vierte Plätze in den ersten sechs Rennen sowie seine erste Pole-Position in der Königsklasse. Die Saison schloss er auf Platz 13 ab und unterlag damit Petrucci mit 91 zu 144 Punkten.

2019 durfte Miller nach Petruccis Wechsel ins Ducati-Werksteam erstmals auf einem aktuellen Motorrad sitzen. Sein neuer Teamkollege war der amtierende Moto2-Weltmeister Francesco Bagnaia. Nachdem der Australier beim ersten Rennen an zweiter Stelle liegend aufgrund eines kaputten Sitzes nicht ins Ziel gekommen war, fuhr er im Saisonverlauf fünf dritte Plätze ein und beendete die Saison als WM-Achter.

2020 begann Miller die Saison mit dem vierten Platz beim Großen Preis von Spanien in Jerez. Beim Großen Preis von Andalusien auf der gleichen Strecke stürzte er, während er in Tschechien Neunter wurde. Beim Großen Preis von Österreich fuhr der Australier, nachdem er den Großteil des Rennens geführt hatte, als Dritter aufs Podest. Beim Großen Preis der Steiermark duellierte sich Miller mit Pol Espargaró Rad an Rad um den Sieg. Zu Beginn des letzten Sektors lag der Australier in Führung, doch in der drittletzten Kurve überholte ihn der Spanier. Miller versuchte sofort einen Konter und lag in der letzten Kurve neben ihm. Die beiden berührten sich und verloren dadurch wertvolle Zeit, wodurch Miguel Oliveira beide überholte und das Rennen gewann, während Miller Zweiter wurde, was seine bis dahin beste Platzierung seit seinem Wechsel zu Ducati war. Miller fuhr bis Saisonende noch zwei weitere zweite Plätze und wurde Gesamtsiebter, seine bis heute beste WM-Platzierung in der Königsklasse.

Ducati MotoGP Team (2021–2022)

Zur Saison 2021 wechselte Miller ebenso wie Francesco Bagnaia ins Ducati-Werksteam. Beim Großen Preis von Spanien gelang Miller sein erster Sieg seit fast einem halben Jahrzehnt. Er gewann zudem noch den Großen Preis von Frankreich und schloss die Saison als Gesamtvierter ab, während Teamkollege Bagnaia Vizeweltmeister wurde.

In der Saison 2022 hatte Miller mit der neuen Desmosedici GP22 erstmals in seiner Karriere ein konkurrenzfähiges Bike in einem Werksteam zur Verfügung. Jedoch hatte er Mühe das neue Paket in Erfolge umzumünzen. Zu Saisonbeginn dominierten Enea Bastianini aus dem Gresini-Kundenteam auf der Vorjahresmaschine. Dazu kam Aleix Espargaró auf der stark verbesserten Aprilia RS-GP. Im vierten Rennen in Austin gelang ihm sein erster Podestplatz. Im weiteren Saisonverlauf verstand das Team die neue Maschine besser. Während Teamkollege Bagnaia einen großen Punkterückstand auf den zwischenzeitlichen WM-Führenden Quartararo begann aufzuholen, gelang es Miller nicht, sich dauerhaft im vorderen Feld zu etablieren. Zwar holte er einzelne Podestplätze, dazu kamen aber immer wieder schlechte Platzierungen. Er erreichte seinen einzigen Saisonsieg beim Großen Preis von Japan im Regen, dem 16. Saisonlauf. Miller beendete die Saison auf Rang fünf und musste seinen Platz im Ducati-Werksteam räumen. Nachfolger wurde Bastianini, der ihn auch in der Gesamtwertung geschlagen hatte. Teamkollege Bagnaia wurde in der Saison zum ersten Mal Weltmeister in der MotoGP-Klasse.

Zur Saison 2023 wechselte Miller in das Red-Bull-KTM-Werksteam. Er unterschrieb dort einen Zweijahresvertrag und pilotierte eine RC16. Miller kam nur langsam mit der neuen Maschine zu recht. Im vierten Saisonrennen in Jerez verbuchte er mit dem dritten Rang seinen ersten Podestplatz mit KTM. Im weiteren Saisonverlauf gelangen ihm keine weiteren Podiumsplätze. Beim letzten Saisonrennen stürzte er in Führung liegend. Die Saison beendete Miller mit 163 Punkten auf Rang elf. Er stand klar im Schatten von Teamkollege Brad Binder, der Gesamtvierter wurde.

2024 verblieb er im KTM-Werksteam. Zusätzlich zu Teamkollege Binder setzte ihn auch Pedro Acosta im KTM-Kundenteam Tech3 unter Druck. Miller schaffte keinen Podestplatz und beendete die Saison mit 87 Punkten auf Gesamtrang 14. Am Saisonende lief sein Vertrag aus, er verlor er seinen Teamplatz im Werksteam an Acosta und stand erst einmal ohne Vertrag für die kommende Saison dar.

Zur Saison 2025 wechselte Miller zu seinem alten Team Pramac Racing, das nun auf Maschinen von Yamaha antrat. Teamkollege war der Portugiese Miguel Oliveira. Beide Fahrer taten sich auf der unterlegenen Yamaha schwer. Millers bestes Ergebnis war der fünfte Platz beim Grand Prix of The Americas. Er schlug Werksfahrer Alex Rins und wurde zweitbester Yamaha-Pilot, jedoch mit deutlichem Abstand zu Fabio Quartararo.

Für die Saison 2026 erhielten alle Yamaha-Fahrer neue Maschinen, die einen neu entwickelten V4-Motor anstatt dem bis dahin verwendeten Reihenvierzylinder verbaut haben. Miller erhielt einen neuen Vertrag für die Saison und mit Toprak Razgatlıoğlu einen neuen Teamkollegen. Dieser war als amtierender Superbike-Weltmeister in die MotoGP-Klasse gewechselt. Die neue V4-Yamaha zeigt sich der Konkurrenz noch weiter unterlegen als der Vorgänger. Einzelne Top-10-Platzierungen unter besonderen Umständen stellen aktuell das maximale Mögliche dar.

2009 – Australischer 125-cm³-Meister

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