Jürgen Theobaldy (* 7. März 1944 in Straßburg) ist ein deutscher Schriftsteller, der in der Schweiz lebt.
Jürgen Theobaldy, der aus einer Arbeiterfamilie stammt, wuchs in Mannheim auf. Nach einer kaufmännischen Lehre absolvierte er ein Studium zum Grund- und Hauptschullehrer an den Pädagogischen Hochschulen in Freiburg im Breisgau und Heidelberg. Danach studierte er Literaturwissenschaft an den Universitäten in
Heidelberg und Köln sowie seit 1974 an der Freien Universität in Berlin. Seit 1984 lebt er in der Schweiz.
Jürgen Theobaldy, dessen schriftstellerische Anfänge in der Studentenbewegung der Sechzigerjahre liegen, begann in den Siebzigerjahren mit Alltagslyrik und strengeren, traditionellen Formen zu experimentieren. Neben Gedichten hat er eine Reihe von Romanen und Erzählbänden veröffentlicht, die zumeist die eigenen Erfahrungen des Autors verarbeiten.
Von der Stadt Bern erhielt er 1992 für sein Werk In den Aufwind und 2003 für Trilogie der nächsten Ziele einen Buchpreis. Die Literarische Kommission der Stadt Bern verlieh ihm für sein Gesamtwerk den Literaturpreis 2006.
Jürgen Theobaldy arbeitete bis 2009 in Teilzeit als Protokollschreiber bei den Parlamentsdiensten der Bundesversammlung.
Sein Archiv wurde 2010 vom Schweizerischen Literaturarchiv erworben.
Sperrsitz. Gedichte. Palmenpresse, Köln 1973.
Blaue Flecken. Gedichte. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1974.
mit Gustav Zürcher: Veränderung der Lyrik. edition text + kritik, München 1976.
Zweiter Klasse. Gedichte. Rotbuch Verlag, Berlin 1976.
Sonntags Kino. Roman. Rotbuch Verlag, Berlin 1978.
Drinks. Gedichte. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 1979.
Schwere Erde, Rauch. Gedichte. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 1980.
Spanische Wände. Roman, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1981.
Die Sommertour. Gedichte, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1983.
Midlands, Drinks. Gedichte, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 1984.
Das Festival im Hof. Erzählungen, Rotbuch Verlag, Berlin 1985.