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International Association for Bridge and Structural Engineering

Weltweite wissenschaftlich-technische Fachvereinigung des Ingenieurbauwesens

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Die International Association for Bridge and Structural Engineering (IABSE), wortgetreu übersetzt Internationale Vereinigung für Brücken- und Konstruktiven Ingenieurbau, ist eine weltweite wissenschaftlich-technische Fachvereinigung des Ingenieurbauwesens. Die offizielle deutschsprachige Bezeichnung ist, inhaltlich umfassender, Internationale Vereinigung für Brücken- und Hochbau (IVBH).

Thematisch befasst sich die Organisation mit dem gesamten Spektrum des Ingenieurbaus, unabhängig vom konstruktiven Material: Planung, Gestaltung, Konstruktion, Bauausführung und Bauüberwachung, Inspektion, Instandhaltung, Sanierung und Erhaltung, Abbruch und Rückbau von Bauwerken.

Technische Informationen der IABSE zu einzelnen Themen werden in den Structural Engineering Documents (SED) veröffentlicht, Arbeitsergebnisse in den IABSE Reports, IABSE Conference Reports und IABSE Congress Reports. Die Verbandspublikation des IABSE ist das vierteljährlich erscheinende Journal Structural Engineering International (SEI). Außerdem betreibt die IABSE eine E-Learning-Plattform.

Im Young Engineers Programme (YEP) der IABSE sind Mitglieder im Alter bis zu 35 Jahren organisiert. Das YEP unterstützt die Belange des Berufsnachwuchses und verleiht auf dem jährlichen IABSE Symposium den mit einem Preisgeld dotierten Outstanding Contribution Award für herausragende Beiträge junger Ingenieure.

BAZAAR (Briefings About Structural Applications And Research) ist eine Begleitveranstaltung zum jährlichen IABSE-Symposium, auf der seit 1997 die technischen Inhalte aus der Arbeit der IABSE-Kommissionen den Symposiumteilnehmern in der Art einer Messe vorgestellt werden, um eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen.

Der Verein verleiht mehrere Auszeichnungen:

die Ehrenmitgliedschaft (Honorary Member)

den International Award of Merit in Structural Engineering für außerordentlich bedeutende Beiträge im Bereich Konstruktiver Ingenieurbau, mit besonderem Blickwinkel auf deren gesellschaftliche Nützlichkeit; erstmals 1976 verliehen

den IABSE-Preis (IABSE Prize) für außerordentliche Fortschritte im Bereich Konstruktiver Ingenieurbau an Mitglieder bis zum Alter von 40 Jahren, die noch am Beginn ihrer Berufslaufbahn stehen; erstmals 1983 verliehen

den Outstanding Paper Award für den Autor der herausragendsten schriftlichen Arbeit, die im vorhergehenden Jahr im Journal Structural Engineering International veröffentlicht wurde; erstmals 1991 verliehen

den Outstanding Structure Award für das bemerkenswerteste, innovativste, kreativste oder auf andere Weise Aufsehen erregende Bauwerk der letzten Jahre. Die in unregelmäßigen Abständen verliehene Auszeichnung geht sowohl an den Ingenieur als auch an den oder die Architekten, das ausführende Unternehmen und den Eigentümer; das Bauwerk wird mit einer Plakette gekennzeichnet; erstmals 2000 verliehen

Das Gründungsmanifest der IABSE wurde am 29. Oktober 1929 – zufällig also exakt am später als Schwarzer Dienstag bekannt gewordenen Tag, an dem in den USA die Weltwirtschaftskrise begann – von über 600 Ingenieuren aus 31 Ländern in Wien beschlossen. Bereits 1926 hatte die Eidgenössische Technische Hochschule in Zürich (Schweiz) eine erste Zusammenkunft von über 200 Tragwerksplanern aus 16 Ländern Europas organisiert, deren Initiator Arthur Rohn später zum ersten Präsidenten der IABSE gewählt wurde.

Die Organisation hat heute ihren Hauptsitz bei der ETH Zürich. Ihr gehören rund 3900 Mitgliedern in 100 Ländern an, die in 48 nationalen Gruppen organisiert sind (Stand 2010). Diese organisieren ihre Tätigkeit auf nationaler Ebene selbstständig und von Land zu Land unterschiedlich. Für die inhaltliche Arbeit auf der internationalen Ebene der IABSE existieren mehrere – zum Teil nur temporäre – technische Komitees, deren Arbeitsergebnisse in Veröffentlichungen oder auf Konferenzen vorgestellt werden. Weitere nichttechnische Komitees dienen der organisatorischen Arbeit.

1929–1938: Arthur Rohn, Schweiz

1938–1951: Charles Andreae, Schweiz

1951–1966: Fritz Stüssi, Schweiz

1966–1977: Maurice Cosandey, Schweiz

1977–1985: Bruno Thürlimann, Schweiz

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