An diesem Tag

Immanuel Hermann Fichte

Deutscher Theologe und Philosoph

Anúncio

Immanuel Hermann Fichte, ab 1863 von Fichte, (* 18. Juli 1796 in Jena; † 8. August 1879 in Stuttgart) war ein deutscher evangelischer Theologe und Philosoph. Er war der Sohn des Philosophen Johann Gottlieb Fichte.

Immanuel Hermann Fichte studierte in Berlin, wo er wegen seiner öffentlichen Äußerungen der Demagogie bezichtigt wurde. Erst 1836 erlangte Fichte eine Anstellung als ordentlicher Professor in Bonn. Ab 1842 übernahm er in Tübingen einen Lehrstuhl für Philosophie. Zur Emeritierung 1863 wurde ihm von König Wilhelm I. von Württemberg das Ritterkreuz des Ordens der Württembergischen Krone verliehen, womit der persönliche Adel verbunden war. Seit 1855 war er auswärtiges Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Fichte war beeinflusst von Johann Friedrich Herbart und Gottfried Wilhelm Leibniz, von Hegels Religionsphilosophie und vom Spätwerk Schellings. Er verkörperte vor allem mit Christian Hermann Weisse den theistischen Spätidealismus. Im Alter näherte er sich der Theosophie. Neben seinen zahlreichen eigenen Werken gab er einige Bände aus dem Nachlass seines Vaters heraus.

Fichte starb 1879 in Stuttgart und wurde auf dem dortigen Fangelsbachfriedhof beigesetzt.

Die Pflanzengattung Fichtea Sch.Bip. aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ehrt Johann Gottlieb Fichte und Immanuel Hermann Fichte.

Über Gegensatz, Wendepunkt und Ziel heutiger Philosophie.

Erster kritischer Theil. Mohr, Heidelberg 1832. (Digitalisat)

Zweiter spekulativer Theil: Grundzüge zum Systeme der Philosophie. In drei Abtheilungen:

1: Das Erkennen als Selbsterkennen. Mohr, Heidelberg 1833; Scientia, Aalen 1969

2: Die Ontologie. Mohr, Heidelberg 1836; Scientia, Aalen 1969

3: Die spekulative Theologie oder allgemeine Religionslehre. Mohr, Heidelberg 1846; Scientia, Aalen 1969

Die Idee der Persönlichkeit und der individuellen Fortdauer. Büschler, Elberfeld 1834. (Digitalisat)

Beiträge zur Charakteristik der neueren Philosophie, oder kritische Geschichte derselben von Des Cartes und Locke bis auf Hegel. Seidel, Sulzbach 1841; Scientia, Aalen 1968, 2. A. ebd. 1983, ISBN 3-511-00496-9

1., kritischer Theil: Die philosophischen Lehren von Recht, Staat und Sitte in Deutschland, Frankreich und England von der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Dyk, Leipzig 1850; Keip, Frankfurt am Main 1969

2., darstellender Theil in zwei Bänden:

Die allgemeinen ethischen Begriffe und die Tugend- und Pflichtenlehre. Dyk, Leipzig 1851; Keip, Frankfurt am Main 1969

Die Lehre von der Rechts-, sittlichen und religiösen Gemeinschaft oder Die Gesellschaftswissenschaft. Dyk, Leipzig 1853; Keip, Frankfurt am Main 1969

Anthropologie. Die Lehre von der menschlichen Seele. Neubegründet auf naturwissenschaftlichem Wege für Naturforscher, Seelenärzte und wissenschaftliche Gebildete überhaupt. Brockhaus, Leipzig 1856. (Digitalisat)

Anúncio

Bald in der World in Stories App

Audio, Offline-Download, keine Werbung und mehr.

Premium entdecken