An diesem Tag

IBM

US-amerikanisches Technologieunternehmen

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Die International Business Machines Corporation (IBM) ist ein börsennotiertes US-amerikanisches IT- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Armonk im Bundesstaat New York.

IBM zählt zu den weltweit führenden Unternehmen insbesondere für branchenspezifische Produkte und Dienstleistungen im IT-Bereich, wobei sowohl Software als auch Hardware angeboten werden.

Im Jahr 2023 beschäftigte IBM weltweit mehr als 282.000 Mitarbeiter. Nach Schätzungen beträgt die Anzahl der Beschäftigten in Deutschland 4.400 (Stand 2024).

IBM geht zurück auf das von Herman Hollerith im Dezember 1896 gegründete Unternehmen Tabulating Machine Company. Dieses Unternehmen stellte damals die von Herman Hollerith entwickelten Maschinen zur Auszählung und Erfassung per Lochkarten eingegebener Daten her. Dazu zählten auch Maschinen zum Auszählen der Stimmzettel bei Wahlen in den USA. Die Produktion derartiger Maschinen stellte IBM jedoch ein, nachdem die Hersteller für durch ihre Maschinen nicht gezählte Stimmen haftbar gemacht worden waren.

Im Juni 1911 wurden unter dem Namen Computing-Tabulating-Recording Company (C-T-R) in Endicott, New York, die Unternehmen International Time Recording Company und Computing Scale Corporation mit der Tabulating Machine Company verschmolzen. Das neue Unternehmen, das 1.300 Mitarbeiter beschäftigte, spezialisierte sich auf Lochkarten, kommerzielle Waagen und Uhren.

Thomas J. Watson wurde 1914 Chef der C-T-R und leitete das Unternehmen bis 1955. Er prägte eine spezielle Unternehmenskultur mit einer starken Vertriebsorientierung. Großer Wert wurde auf unbedingte Loyalität der Mitarbeiter gelegt. Im Jahr 1943 soll Watson angeblich folgenden denkwürdigen Satz gesagt haben: “I think there is a world market for maybe five computers.” („Ich denke, es gibt weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer.“) Der Autor Kevin Maney hat versucht, den Ursprung dieses Zitats zu ergründen, konnte aber weder in den Reden Watsons noch in anderen Dokumenten einen Hinweis darauf finden.

Im Februar 1924 erfolgte die Umbenennung des Unternehmens in „International Business Machines Corporation“, kurz IBM, da ein Großteil der Produktpalette nun aus Maschinen für den Gebrauch in Unternehmen bestand, wie Locher, Prüfer, Lochkartensortierer, -mischer und diversen Tabelliermaschinen. Diese wurden im Regelfall nicht verkauft, sondern vermietet. IBM hatte auf dem Gebiet der standardisierten Lochkarten und deren Auswertung weltweit eine monopolartige Stellung.

In Deutschland war IBM bis 1949 durch die Tochtergesellschaft DEHOMAG vertreten. Auch während der NS-Zeit lieferte das Unternehmen Milliarden von Lochkarten an seine deutsche Tochtergesellschaft DEHOMAG, die unter anderem dazu genutzt wurden, im Auftrag des NS-Regimes die Erfassung der jüdischen Bürger und den Holocaust effizienter zu organisieren.

IBM entwickelte eines der ersten elektrischen Systeme zum Simultandolmetschen mit Mikrofonen, Mischpulten und Kopfhörern. Zuerst 1945 im Hauptquartier der Vereinten Nationen in Genf verwendet, kam es 1946 bei den Nürnberger Prozessen zum Einsatz. Die bei den Verhandlungen verwendeten Kopfhörer, die insbesondere die angeklagten NS-Verbrecher trugen, wurden vielfach auf Fotos abgebildet.

In den 1950er und frühen 1960er Jahren wurden mit den Modellen 701 und 1401 die ersten Computer und die zugehörige Peripherie in Form von Magnetplatten- und Trommelspeicher wie zum Beispiel der IBM 305 RAMAC und Bandstationen sowie Drucker entwickelt. Im Juni 1960 kam mit der 7070-Serie der erste transistorbasierte speicherprogrammierbare Rechner der Firma IBM. Ein großer Geschäftsbereich waren in den 1960er Jahren elektrische Schreibmaschinen, insbesondere Modelle mit Kugelkopf, die erstmals von IBM angeboten wurden. Im Jahr 1964/65 kam eine neue Großrechnergeneration, die S/360, auf den Markt. Die zugrunde liegende Architektur wurde bis heute evolutionär in den Modellen S/370, S/390, zSeries, System z, Z Systems und aktuell IBM Z weiterentwickelt. Parallel dazu wurde das Betriebssystem OS/360 über OS/VS1, MVS/370, MVS/XA, MVS/ESA und OS/390 zum aktuellen z/OS weiterentwickelt. Für mittlere bis große Rechnermodelle gab/gibt es das DOS für S/360, das ab S/370 über DOS/VS, DOS/VSE zum z/VSE weiterentwickelt wurde. Das System/3 wurde 1969 als Low-End-Rechner eingeführt und bis 1985 vertrieben. Neu war hier mit einem Drittel der Größe von herkömmlichen Lochkarten das kleinere Lochkartenformat, das jedoch mit 96 statt bisher 80 Zeichen mehr Daten speichern konnte.

Auf System/3 folgten ab 1975 das System/32, ab 1977 das System/34, ab 1983 das System/36, als parallele Entwicklung gab es ab 1979 auch das leistungsstärkere System/38. Diese Geräte für mittelgroße Unternehmen wurden zur Abgrenzung von den Großrechnern als Minicomputer bezeichnet.

Auf diese Baureihen folgte ab 1988 mit grundlegend erweiterter Architektur die Reihe AS/400, später wurde diese Linie unter den Namen System i (auch als iSeries bekannt) fortgeführt. Die Bezeichnung Midrange-Rechner wurde für derartige Rechner üblich, um die leistungsmäßige Positionierung zwischen Großrechner und dem inzwischen üblichen Personal Computer anzudeuten.

Im Jahr 1975 kam der erste „tragbare“ Computer IBM 5100 mit 25 Kilogramm Gewicht, 16 KByte RAM, BASIC, 16×64-Zeichen-Display und Bandspeicher auf den Markt. Der Rechner hatte auch wegen seines hohen Preises von über 9.000 US-Dollar (in der günstigsten Variante; nach heutiger Kaufkraft wären das über 52.400 US-Dollar bzw. 45.400 Euro) keinen Erfolg. Als Antwort auf den sehr erfolgreichen Apple II brachte IBM im Jahr 1981 dann den ersten IBM Personal Computer („IBM PC“) auf den Markt. Gegen IBM lief zum damaligen Zeitpunkt wegen seiner Monopolmacht ein Kartellverfahren durch die Regierung und es entbündelte zunehmend seine Dienste. Der Rechner war vor diesem Hintergrund aus am Markt frei erhältlichen Standardkomponenten zusammengebaut worden und IBM verfolgte das Prinzip der Kompatibilität. Damit war es erstmals möglich, Software auch auf Nachfolgemodellen einzusetzen. Der hohe Preis des PCs (8.500 D-Mark, nach heutiger Kaufkraft ca. 10.700 Euro) rief schnell Konkurrenten mit günstigeren Angeboten auf den Markt, die durch den offenen Hardware-Standard „IBM-kompatible“ Rechner anbieten konnten. In den 1990er Jahren hat IBM seine Marktführerschaft an seine Mitbewerber verloren. Das Prinzip der Kompatibilität und der offene Hardware-Standard prägt die PC-Branche allerdings bis heute.

Aus der Arbeit am Zürcher IBM-Forschungslabor sind zwei Nobelpreise für Physik hervorgegangen. Die Preisträger sind Gerd Binnig und Heinrich Rohrer für die Erfindung des Rastertunnelmikroskops, 1986, sowie 1987 Johannes Georg Bednorz und Karl Alexander Müller für die Entdeckung der Hochtemperatursupraleitung. Mit Leo Esaki arbeitete zeitweise ein weiterer Nobelpreisträger für die IBM-Forschung. 1990 beschäftigte IBM weltweit 373.820 Mitarbeiter.

Seit Ende der 1990er Jahre unterstützt IBM Open-Source-Projekte. So wird beispielsweise Linux auf IBM-Servern eingesetzt. Ein Open-Source-Projekt, das IBM gestartet hat, ist die Entwicklungsumgebung Eclipse.

Als Reaktion auf veränderte Kundenbedürfnisse insbesondere bei Großrechnern wurde das Unternehmen seit den 1990er Jahren deutlich umgestaltet: Der Anteil an Beratung und Dienstleistungen wurde stark erhöht, organisatorisch zusammengefasst und zuletzt durch den Zukauf von PwC Consulting mit circa 30.000 Mitarbeitern weltweit im Oktober 2002 inhaltlich und personell weiter ausgebaut. Von 1992 bis 2008 bestand mit der SerCon GmbH eine Tochtergesellschaft, die Service-Konzepte entwickelte und betreute. Mit der Übernahme von PwC Consulting wurden alle Beratungsbereiche in der IBM organisatorisch zusammengefasst. Diese Geschäftseinheit heißt heute IBM Consulting. IBM versteht sich als global integrierter Geschäfts- und Technologiepartner. Neben Hard- und Softwareprodukten wird ein breites Spektrum von Beratungs- und Implementierungsleistungen sowie Finanzierung angeboten.

Von 1992 bis 2004 wurden von IBM auch Notebooks verkauft, die ThinkPads.

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