An diesem Tag

Hubert Trimmel

Österreichischer Höhlenforscher

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Hubert Trimmel (* 12. Oktober 1924 in Wien; † 15. Dezember 2013 ebenda) war ein österreichischer Karst- und Höhlenforscher. Er galt als einer der führenden Vertreter dieser Disziplin.

Bereits in seiner Jugend zeigte Trimmel Interesse an der Höhlenforschung und stand über seinen Mittelschullehrer Franz Waldner in Kontakt mit dem Höhlenverein in Wien. Er studierte ab Kriegsende 1945 die Fächer Biologie und Erdwissenschaften sowie Geographie für das Lehramt an der Universität Wien und promovierte ebendort 1950 zum Dr. phil. der Physischen Geographie und Geologie.

Trimmel war 1949 Gründungsmitglied des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher (VÖH). Er wurde zum Schriftführer gewählt.

Mindestens eine Sendung für den Schulfunk ist nachweisbar (12. November 1953 11.25 Uhr „Die Bedeutung der Höhlenforschung. Eine naturwissenschaftliche Sendung für die 9. bis 12. Schulstufe“).

In den 1960er- und 1970er-Jahren schrieb er Standardwerke der Speläologie (Höhlenkunde) und entwarf die Gebirgsgruppengliederung für das österreichische Höhlenverzeichnis. Er war beteiligt an der Erforschung zahlreicher Höhlen (wie etwa der Dachstein-Mammuthöhle) und Mitglied der Prüfungskommission für die österreichischen Höhlenführerprüfung. Er war nahezu 50 Jahre Schriftleiter der Zeitschrift Die Höhle, der Mitgliederzeitung des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher.

1965 gab Trimmel seine Lehrtätigkeit im Schuldienst auf und wurde Leiter der Abteilung für Höhlenschutz des Bundesdenkmalamt. Diese Arbeit setzte er bis zu seiner Pensionierung als Leiter bzw. Direktor derselben „Abteilung für Karst- und Höhlenkunde“, ab 1975 im Naturhistorischen Museum angesiedelt, fort.

Er war 1969 bis 1993 Generalsekretär, dann bis 1997 Präsident der Internationalen Union für Speläologie (UIS). Trimmel war Ehrenpräsident der UIS und des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher sowie Ehrenmitglied der Österreichischen Geographischen Gesellschaft.

Trimmel gab als Vortragender und Lehrbeauftragter an Volksbildungseinrichtungen, Pädagogischer Akademie und den Universitäten Wien und Salzburg Wissen über Geologie und Länderkunde weiter und war außerordentlicher Universitätsprofessor.

Trimmel war im Natur- und Umweltschutz engagiert, zuletzt als Vizepräsident des Österreichischen Umweltdachverbandes und Ehrenpräsident des Österreichkomitees der Internationalen Alpenschutzkommission.

Hubert Trimmel hatte mit seiner Frau Erika fünf Kinder. Er wurde am Kalksburger Friedhof bestattet.

1984 Silbernes Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich

1984 „Goldener Höhlenbär“ des VÖH

1990 Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich

1996 erhielt Hubert Trimmel den Dr.-Benno-Wolf-Preis des Verbandes der deutschen Höhlen- und Karstforscher.

1999 Goldenes Doktordiplom der Universität Wien

2003 Auszeichnung „Naturschutz-Urgestein“ des Umweltdachverbandes Wien

2007 war er der erste Preisträger des Friedrich-Simony-Welterbepreis des UNESCO Welterbegebietes Hallstatt – Dachstein – Salzkammergut.

Hubert Trimmel, Kurt Schneider: Plan der Dachstein-Mammuthöhle (= Arbeiten der Gruppe für Natur- und Hochgebirgskunde und Alpine Karstforschung der Sektion Edelweiß des Österreichischen Alpenvereins. 9, ZDB-ID 574205-5) Selbstverlag der Sektion Edelweiß des Österreichischen Alpenvereins, Wien 1962.

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