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Honda

Japanischer Konzern

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Honda (japanisch 本田技研工業株式会社, Honda Giken Kōgyō Kabushiki-gaisha, deutsch „Honda Forschung und Industrie“, englisch Honda Motor Co., Ltd.), gelistet im Nikkei 225, ist ein japanischer Konzern, der Automobile, Motorräder, Außenbordmotoren, Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen und Motorgeräte für den Weltmarkt entwickelt, fertigt und vermarktet. Die Tochterfirma Honda Aircraft Company baut außerdem auch ein Geschäftsreiseflugzeug.

Mit einer Jahresproduktion von 22 Millionen Motoren ist Honda nach Stückzahl der größte Motorenhersteller der Welt. In den Fertigungsstätten in 30 Ländern der Welt beschäftigt Honda rund 218.000 Mitarbeiter, Hauptsitz ist Tokio, ein weiterer Hamamatsu. Anfang 2020 waren in Deutschland 649.966 Honda-Krafträder zugelassen, was einem Anteil von 14,4 % entspricht, nach Neuzulassungen stand Honda 2020 auf Platz drei. Weltweit stand Honda mit 13,8 Millionen verkauften Maschinen 2021 (bis November) als Motorradhersteller auf Platz eins.

Die European Honda Motor Trading GmbH (Honda Deutschland) in Hamburg wurde im Mai 1961 gegründet.

Der Firmensitz der Honda Deutschland GmbH, mit ca. 162 Arbeitsplätzen, ist seit 2013 in Frankfurt am Main. Der Präsident ist Toshihiro Mibe. Die deutsche Forschungsabteilung Honda R&D Europe, mit mehr als 100 Ingenieuren und Wissenschaftlern, befindet sich weiterhin in Offenbach am Main.

Mit einem Umsatz von 142,4 Mrd. US-Dollar, bei einem Gewinn von 4,3 Mrd. USD, stand Honda 2020 laut den Forbes Global 2000 auf Platz 83 der weltgrößten Unternehmen.

Honda wurde am 24. September 1948 gegründet und trägt den Namen des Gründers, Sōichirō Honda. Honda stand als Nachkriegsgründung nicht in Verbindung mit Zaibatsu. Am Anfang der Firmengeschichte wurden Motoren zum Antrieb von Fahrrädern produziert, 1949 das erste Motorrad Dream D. Zehn Jahre nach der Gründung wurde mit der Herstellung des 50 cm³-Modells Super Cub begonnen, die bis über die Jahrtausendwende mit einer Stückzahl von über 100 Millionen das meistgebaute Kraftfahrzeug der Welt wurde. In den 1960er Jahren startete der Automobilbau. 1969 kam mit der Honda CB 750 Four eines der ersten Serienmotorräder mit einem Vierzylinder-Reihenmotor auf den Markt. 1984 hatte Honda 50 Millionen Zweiräder hergestellt.

Seit 1986 verwendet Honda für seine Luxusautomobile den Markennamen Acura. Diese werden nur in Nordamerika, China und Hongkong vertrieben. Ebenfalls seit den 80er Jahren arbeitete Honda an der Entwicklung humanoider Roboter und stellte im Jahr 2000 stellte die erste Version seines ASIMO vor.

In den 90er Jahren begann Honda mit der Entwicklung von Brennstoffzellenfahrzeugen und stellte 1999 das erste Fahrzeug Honda FCX vor. 1997 hatte Honda 100 Millionen motorisierte Zweiräder hergestellt.

Im Mai 2008 ließ Honda das Detroiter Symphonie-Orchester von Asimo dirigieren.

Im November 2014 lief im Werk Kumamato die 300millionste Honda vom Band. Ende 2019 lief das 400millionste Zweirad vom Band.

Nachdem seit 2016 lediglich 1.900 FCX Claritys (mit Brennstoffzelle) verkauft worden waren, wurde 2021 entschieden, vorerst die Brennstoffzellenfahrzeuge vom Partner General Motors allein weiterentwickeln zu lassen.

Am 23. Dezember 2024 gab Honda bekannt, dass eine Absichtserklärung zur Fusion mit dem Automobilhersteller Nissan unterzeichnet wurde, wodurch das Unternehmen gemessen am Umsatz zum drittgrößten Automobilhersteller werden würde. Mitsubishi Motors, an dem Nissan zu 24 % beteiligt ist, erklärte sich ebenfalls bereit, an den Fusionsgesprächen teilzunehmen. Anfang 2025 scheiterten die Gespräche über eine Fusion jedoch an Meinungsverschiedenheiten.

Im März 2022 wurde verkündet, dass Honda gemeinsam mit Sony Elektroautos bauen will. Auf der CES im Januar 2023 wurde hierfür die Marke Afeela vorgestellt. Zudem stellte man eine Weiterentwicklung des Konzeptfahrzeugs Sony Vision-S aus. Für Mitte 2026 war die Markteinführung des Serienfahrzeugs Afeela 1 geplant. Hierfür wurde auf der CES im Januar 2025 ein seriennahes Modell gezeigt. Obwohl die Vorserienfertigung bereits begonnen war, wurde im März 2026 verkündet, dass Modelle von Afeela nicht in den Verkauf gehen werden. Stattdessen soll jetzt verstärkt auf Hybridautos gesetzt werden. Die Streichung von drei geplanten elektrischen Modellen führte zu Abschreibungen in Höhe von über 15 Mrd. US-Dollar, was die schwierige finanzielle Lage des Unternehmens weiter verschlechterte.

Neben Toyota ist Honda einer der wenigen unabhängigen japanischen Automobil- und Motorradhersteller. Dies ist begründet in der Tatsache, dass das Unternehmen während der Restrukturierung des internationalen Auto- und Motorradmarktes erfolgreich war und es geschafft hat, nicht mit anderen Unternehmen fusionieren zu müssen oder durch Akquisitionen fremder Investoren seine Unabhängigkeit zu verlieren.

Als weltweit größter Motorradhersteller bietet Honda Modelle in allen Klassen und Kategorien an. Neben kleinen Maschinen, zu denen auch Roller und beispielsweise die Honda CB 125, mit der Honda in Asien sehr erfolgreich ist, aktuell als Honda CB 125 F und R gebaut, gehören, gibt es auch großvolumige Motorräder, zu denen als eins der schnellsten Serienmotorräder die 1997 vorgestellte CBR 1100 XX „Blackbird“ mit einer Höchstgeschwindigkeit von 286 km/h gehört. Supersportmodelle sind die CBR 600 und die „Fireblade“.

Flaggschiff der Honda-Tourenmotorräder ist die Gold-Wing-Baureihe, gebaut in Kumamoto (Japan). Das Gewicht vollgetankt der Version von 2018 beträgt 365 kg, und es verfügt seit 1988 (damals noch optional) über einen Rückwärtsgang zum Rangieren.

Hondas Profil in der Öffentlichkeit ist auch geprägt durch seine Aktivitäten im Motorsport. Honda trat auch mit einem Team in der Formel 1 (siehe Honda Racing F1) und in der Formel 2 als Motorenlieferant an. Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre dominierte Honda mit seinen Motoren die Formel 1 und gewann sechs Weltmeisterschaften. Aushängeschilder von Honda waren damals Nelson Piquet und Nigel Mansell, sowie Ayrton Senna und Alain Prost, die in der letzten Turbosaison der Formel 1 im Jahr 1988 15 von 16 Rennen gewinnen konnten. Ayrton Senna trug neben dem Gewinn der Weltmeisterschaft maßgeblich zur Entwicklung des Honda NSX bei. Im Dezember 2008 stellte Honda die Formel-1-Aktivitäten als Folge der damals herrschenden Finanzkrise aus Kostengründen ein.

1963 begann Honda mit der Motorradproduktion in Belgien, 1967 in Thailand, 1980 in Nigeria. Ende 2014 hatte Honda weltweit 22 Werke für Motorräder und Motorroller, unter anderem auf der Insel Kyūshū, im italienischen Atessa, seit 1992 in China, seit 2001 in Indien.

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