Holger Mahlich (* 6. Dezember 1945 in Weimar) ist ein deutscher Schauspieler sowie Hörspiel- und Synchronsprecher. Daneben arbeitet er als Regisseur für einzelne Produktionen.
Holger Mahlich, Sohn der Synchronregisseurin Irene Mahlich und des Produktionschefs der DEFA Hans Mahlich, begann durch seine Mutter bereits mit 5 Jahren, Filme zu synchronisieren. Mahlich, der in einer Internatsschule sein Abitur machte und eigentlich Naturwissenschaften studieren wollte, wurde von einer Laientheatergruppe ins Ensemble aufgenommen, was ihn dazu bewog, von 1964 bis 1968 an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg Schauspiel zu studieren, nachdem er bereits 1962 seinen ersten Auftritt in einer TV-Produktion hatte. Nach dem Studium hatte er Engagements in Potsdam und Karl-Marx-Stadt, ab 1977 dann am Berliner Ensemble. Außerdem spielte er in DEFA-Filmen und Fernsehproduktionen sowie mehrfach in polnischen Kinofilmen.
Nachdem er 1982 mit seiner Familie in die Bundesrepublik Deutschland übergesiedelt war, spielte er unter anderem am Thalia-Theater in Hamburg sowie in Film- und Fernsehrollen, besonders oft im Hamburger Tatort, wo er vorwiegend verschlagene Rechtsanwälte und aalglatte Gauner darstellte. Außerdem spricht er in den Hörspielserien TKKG und Die drei ??? verschiedene Rollen, in letzterer vor allem die des Inspektor Cotta. Als Regisseur arbeitete er 1998 in Hamburg beim Stück Der Drache und von 2003 bis 2012 bei den Störtebeker-Festspielen. Seit 2014 führt Mahlich Regie bei den Jedermann-Festspielen in Wismar.
Mahlich war mit der 2017 verstorbenen Schauspielerin Micaëla Kreißler verheiratet. Aus der Verbindung ging 1979 ein Sohn, der Synchronsprecher und Musiker Leonhard Mahlich, hervor. Zudem ist Mahlich Stiefvater von Andreas Sindermann, der aus Kreißlers erster Ehe stammt.
Daneben spielte er in vielen deutschen TV-Serien mit. Mehrere Auftritte hatte er in Der Landarzt, Großstadtrevier und Nicht von schlechten Eltern.
1968: Friedrich Wolf: Die Matrosen von Cattaro (Jerko Sisgiric) – Regie: Peter Kupke (Hans Otto Theater Potsdam)
1968: Karl Mickel: Nausikaa (Euryalos) – Regie: Peter Kupke (Hans Otto Theater Potsdam)
1970: Johann Wolfgang von Goethe in der Bearbeitung von Friedrich Schiller: Egmont (Machiavell) – Regie: Peter Kupke (Hans Otto Theater Potsdam)
1974: Alfred Matusche: An beiden Ufern – Regie: Rolf Winkelgrund (Hans Otto Theater Potsdam)
1978: Bertolt Brecht: Mutter Courage und ihre Kinder (Eilief) – Regie: Peter Kupke (Berliner Ensemble)
1979: Volker Braun: Großer Frieden – Regie: Manfred Wekwerth/Joachim Tenschert (Berliner Ensemble)
1980: Michail Filippowitsch Schatrow: Blaue Pferde auf rotem Gras (Dr. Obuch) – Regie: Christoph Schroth (Berliner Ensemble)
1980: William Shakespeare: Der Widerspenstigen Zähmung (Lucentio) – Regie: Christoph Brück/Wolf Bunge (Berliner Ensemble)
1981: Bertolt Brecht: Mann ist Mann (Jip) – Regie: Konrad Zschiedrich (Berliner Ensemble)
1976: Tschorobek Dumanajew als Kulubek in Der weiße Dampfer
1981: Waleri Barinow als Kossorgin in Zwei Zeilen, kleingedruckt
1996: Ed Harris als Jim Lassiter in Erbarmungslos und gefährlich
2013: Ed Harris als Mission Control in Gravity