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Hermann Schreiber (Historiker)

Österreichischer Historiker und Schriftsteller

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Hermann Schreiber (* 4. Mai 1920 in Wiener Neustadt; † 4. Mai 2014 in München) war ein österreichischer Historiker und Schriftsteller.

Hermann Schreiber wurde als Sohn eines Buchhändlers geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie und Ästhetik in Wien und wurde 1944 bei Josef Nadler mit einer Arbeit über Gerhart Hauptmann zum Dr. phil. promoviert. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges arbeitete er zunächst als Lektor und Redakteur der Zeitschriften Plan und Österreichisches Tagebuch, später als Chefredakteur des Geistigen Frankreichs und Teilhaber eines Verlages. Von 1948 bis 1954 war Schreiber zudem Wiener Repräsentant und Literary Agent des Daily Mirror.

Seit 1949 war er darüber hinaus als freier Schriftsteller tätig. 1951 wurde sein erster Roman veröffentlicht. Seither verfasste er über 100 Romane, Essays, Novellen und Sachbücher, zum Teil unter den Pseudonymen Ludwig Bühnau, Ludwig Berneck, Ludwig Barring und Lujo Bassermann. Einer breiten Leserschaft wurde Schreiber vor allem durch seine populärwissenschaftlichen Werke zu geschichtlichen Themen und Personen bekannt, von denen zahlreiche zu Bestsellern wurden. Dabei schrieb er ebenso Biografien (u. a. August der Starke), Ländergeschichten (Die Geschichte Schottlands) und Anthologien (Die Neue Welt) wie allgemeingeschichtliche Abhandlungen (Die Hunnen). 2000 erschienen Schreibers Memoiren unter dem Titel Bücher, Frauen, Bücher.

Außerdem arbeitete er als Übersetzer französischsprachiger Literatur, u. a. von Georges Simenon.

Hermann Schreiber war der Bruder des Schriftstellers Georg Schreiber, mit dem er auch einige Bücher verfasste.

1968: Verleihung des Professorentitels durch den österreichischen Bundespräsidenten

1983: Kulturpreis der Stadt Baden bei Wien

Die Glut im Rücken. Wiener Volksbuchverlag, 1952.

Sturz in die Nacht. Berlin, Verlag der Nation, 1955.

Versunkene Städte. Ein Buch von Glanz und Untergang. Neff, Wien 1955 (zus. mit Georg Schreiber)

Sinfonie der Strasse. Econ, Düsseldorf 1959.

Die zehn Gebote. Der Mensch und sein Recht. Econ, Wien/Düsseldorf 1962, ISBN 3-430-18039-2.

Paris – Biographie einer Weltstadt. Piper, München 1967.

Verkehr. Herausgegeben von Wernher von Braun, Deutsche Buch-Gemeinschaft, Darmstadt 1969

Marco Polo – Karawanen nach Peking. Überreuther, Wien/Heidelberg 1974, ISBN 3-8000-2154-4.

Die Hunnen. Attila probt den Weltuntergang. Econ, Wien und Düsseldorf 1976, ISBN 3-43018-045-7.

Der verkommene Regent (1. Versailles-Roman). Schneekluth, München 1977.

Die Bastionen de Ruhms (2. Versailles-Roman). Schneekluth, München 1978.

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