An diesem Tag

Hermann Jordan (Theologe)

Deutscher evangelischer Geistlicher und Hochschullehrer

Anúncio

Hermann Arnold Siegfried Jordan (* 30. Juli 1878 in Sandau (Elbe); † 17. Juni 1922 in Erlangen) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher und Hochschullehrer.

Hermann Jordan war der Sohn des Quedlinburger Pfarrers Gustav Hermann Jordan.

Er besuchte die Schulen in Quedlinburg und legte dort 1896 die Abiturprüfung ab. Im gleichen Jahr immatrikulierte er sich für ein Studium der Theologie, Philosophie und Geschichte an der Universität Erlangen. Im Sommersemester 1897 setzte er sein Studium an der Universität Greifswald fort.

Von 1899 bis 1903 war er als Hauslehrer in Deyelsdorf in Pommern angestellt und hielt Unterricht an der dortigen Volksschule; in dieser Zeit bestand er am 24. April 1900 sein Erstes Theologisches Examen und am 7. August 1902 sein Zweites in Stettin; kurz zuvor promovierte er mit Die Theologie der neuentdeckten Predigten Novatians an der Universität Greifswald am 14. Juni 1902 zum Lic. theol.

Am 1. Mai 1903 begann er ein praktisches Jahr am Domkandidatenstift in Berlin und wurde am 1. März 1904 zweiter Adjunkt und Leiter der alttestamentlichen Übungen. Seine Ordination erfolgte am 6. März 1904 und am 15. März 1904 wurde er dritter Domstiftprediger.

Nachdem er am 23. Juli 1904 mit einer Dissertation für Neues Testament und Kirchengeschichte habilitierte, wurde er im gleichen Jahr Privatdozent für Neues Testament und Kirchengeschichte an der Universität Greifswald.

Er wurde am 15. Oktober 1907, als Nachfolger von Friedrich Wiegand, zum außerordentlichen Professor für Kirchengeschichte und Patristik an die Universität Erlangen berufen und lehnte einen weiteren Ruf 1914 an die Universität Wien ab. Am 1. Mai 1914 wurde er ordentlicher Professor für Kirchengeschichte, Patristik, Christliche Kunstarchäologie und Missionsgeschichte.

Hermann Jordan blieb zeit seines Lebens unverheiratet.

Hermann Jordan war Mitglied in den Schwarzburgbundverbindung Sedinia in Greifswald und in der Uttenruthia in Erlangen.

1917 wurde er Mitglied der Gesellschaft für fränkische Geschichte.

Im Verein für Bayerische Kirchengeschichte, der von Theodor von Kolde gegründet worden war, übernahm er nach Koldes Tod 1913 die Schriftleitung des Periodikums Beiträge zur bayerischen Kirchengeschichte, und im Reformationsjahr 1917 gründete er ergänzend die Reihe Quellen und Forschungen zur bayerischen Kirchengeschichte.

Am 25. Dezember 1912 ernannte die Theologische Fakultät der Universität Greifswald Hermann Jordan zum Dr. theol. h. c.

1953 wurde der Jordanweg in Erlangen nach ihm benannt.

Die Theologie der neuentdeckten Predigten Novatians. Naumburg a. S.: Druck von Lippert, 1902.

Rhythmische Prosa in der altchristlichen lateinischen Literatur: Ein Beitrag zur altchristlichen Literaturgeschichte. Leipzig: Dieterich, 1905.

Jesu im Kampfe der Parteien der Gegenwart. Stuttgart: Druck und Verlag der Chr. Belser’schen Verlagshandlung, 1907.

Eine neuentdeckte Schrift des Frenaeus. Berlin: Vaterländ. Verlags & Kunstanstalt, 1907.

Das Alter und die Herkunft der lateinischen Übersetzung des Hauptwerkes des Irenaeus. Leipzig: A. Deichert, 1908.

Anúncio

Bald in der World in Stories App

Audio, Offline-Download, keine Werbung und mehr.

Premium entdecken
Hermann Jordan (Theologe) | World in Stories