Herbert Nette (* 14. März 1902 in Oberhausen; † 22. September 1994) war ein deutscher Redakteur und Schriftsteller.
Nette studierte Geschichte, Germanistik und Rechtswissenschaft in Jena. Nach seiner Promotion zum Dr. jur. 1925 an der Universität Jena arbeitete er von 1927 bis 31. März 1941 als Feuilletonredakteur beim Darmstädter Tagblatt und von 1941 bis 1943 bei der Kölnischen Zeitung. Anschließend war er Soldat im Zweiten Weltkrieg. Nach drei Jahren als Literarischer Leiter des Claasen&Roether Verlags in Darmstadt (1946–1949) wechselte er wieder zum Feuilleton, zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Von 1954 bis 1973 war Nette Cheflektor des 1949 in Köln und Düsseldorf neu gegründeten Eugen Diederichs Verlags in Düsseldorf.
Nettes literarisches Werk umfasst neben zahlreichen Fachtexten (z. B. die linguistische Arbeit Zur Metamorphose der Wörter) vor allem illustrierte Biografien, die große Persönlichkeiten der Geschichte porträtieren.
Nette war bis zu seinem Austritt 1977 langjähriges Mitglied des PEN.
Nette starb 1994 und wurde auf dem Alter Friedhof (Darmstadt) Darmstadt begraben.
1962: Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Stadt Darmstadt.
Die Beihilfe zum Versuch, Dissertation, Jena 1925
Die großen Deutschen in Italien (1938) – Dichtung, Briefe und Berichte
Wort und Sinn. Von den Elementen der Sprache (1946)
Adieu les belles choses. Eine Sammlung letzter Worte. Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf 1971
Friedrich II. von Hohenstaufen (1975)
Wilhelm und Caroline von Humboldt – Ein Leben in Briefen, Stuttgart 1963.
Literatur von und über Herbert Nette im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Nette, Herbert. Hessische Biografie. (Stand: 15. April 2021). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).