An diesem Tag

Henry of Almain

Prinz der englischen Königsdynastie Plantagenet

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Henry of Almain (auch Henry of Cornwall; * 2. November 1235; † 13. März 1271 in Viterbo) war ein englischer Höfling. Henry of Almain entstammte dem englischen Königshaus Plantagenet. Er war der zweite, aber älteste überlebende Sohn von Richard von Cornwall und von dessen ersten Frau Isabel, der Witwe von Gilbert de Clare, 4. Earl of Hertford und Tochter von William Marshal, 1. Earl of Pembroke und von Isabel de Clare. Sein Vater war ein jüngerer Sohn von König Johann Ohneland, so dass Henry ein Neffe des englischen Königs Heinrich III. war.

Kurz nach seiner Geburt wurde Henry in Hailes Manor, einem Gut seines Vaters, von Bischof Ralph of Maidstone von Hereford getauft. Seine Mutter starb bereits 1240, und als sein Vater im Juni desselben Jahres zum Kreuzzug aufbrach, gab er Henry in die Obhut des Königs. Dazu beauftragte sein Vater die Äbte von Wardon und Beaulieu sowie seinen Beamten Robert of Astill mit der geistlichen Erziehung seines Sohnes. Im Dezember 1240 lebte Henry zusammen mit seinem Cousin Lord Eduard, dem ältesten Sohn des Königs, und anderen Kindern von Adligen in Windsor Castle. Zumindest einen Teil seiner Kindheit verbrachte er wahrscheinlich auch in Frankreich, wie man aus einer späteren Einladung der mit ihm verwandten französischen Königin Margarete schließen kann. 1247 und 1250 begleitete er seinen Vater nach Frankreich, wohin dieser als Gesandter des englischen Königs reiste, und 1254 war er in Boulogne. Sein Vater schenkte ihm angeblich, kurz bevor er 1257 nach Deutschland aufbrach, wo er zum römisch-deutschen König gewählt worden war, die Honour of Knaresborough in Yorkshire. Henry begleitete seinen Vater nach Deutschland, wo er am 18. Mai 1257 von diesem in einer feierlichen Zeremonie in Aachen zum Ritter geschlagen wurde. Danach zog er mit seinem Vater rheinaufwärts, bevor er Ende September ohne seinen Vater nach England zurückkehrte.

Im April 1258 kam es in England zu einer Rebellion des Adels gegen Heinrich III. Im Juni 1258 sollte während des Parlaments in Oxford ein Reformprogramm für die Regierung verabschiedet werden, die Provisions of Oxford, durch die der König in weiten Teilen entmachtet würde. Henry nahm an dem Parlament teil und sprach sich gegen die Provisions aus. Er schloss sich jedoch nicht seinem Cousin Eduard und den Lusignan-Halbbrüdern des Königs an, die sich mit ihren Anhängern aus Protest gegen die Provisions in Winchester verschanzten. Henry wurde vom König als Mitglied des 24-köpfigen Komitees benannt, das nach den Provisions of Oxford Beschwerden über Beamte anhören sollte. Henry weigerte sich jedoch, auf die Einhaltung der Provisions zu schwören. Da er selbst keine Besitzungen in England hätte, so begründete er, sei für seinen Eid die Zustimmung seines Vaters erforderlich. Daraufhin wurde ihm widerstrebend 40 Tage Zeit gegeben, die Zustimmung seines Vaters für einen Eid auf die Provisions einzuholen.

Schwankende Haltung zwischen dem König und der Adelsopposition

Im Frühjahr 1259 musste Henry sich £ 100 leihen, die ihm aus Einkünften aus den beschlagnahmten Besitzungen seines Cousins William de Valence gewährt wurden. Anscheinend hatte er in dieser Zeit finanzielle Probleme, da sein Vater in Deutschland war und dort erhebliche Mittel als römisch-deutscher König verwendete. Henry schwankte während der nächsten Jahre zwischen der Seite des Königs und der Adelsopposition. Im März 1259 schloss Henry ein Bündnis mit dem Thronfolger Lord Eduard sowie mit seinem Halbbruder Richard de Clare, 5. Earl of Hertford. Dieses Bündnis für gegenseitigen Rat und Beistand zerbrach jedoch bereits wenige Monate später, so dass Henry und Lord Eduard im Oktober 1259 mit Simon de Montfort, 6. Earl of Leicester ein ähnliches Abkommen schlossen. Montfort, der einer der Führer der Adelsopposition war, erhielt damit in seinem Kampf gegen den König Unterstützung durch jüngere Mitglieder des Königshauses. Im April 1260 wurde Henry wieder als Anwalt des Königs zu Verhandlungen mit den Baronen nach London gesandt, und im Juni 1260 gewährte ihm der König eine jährliche Pension in Höhe von £ 100. Im Oktober 1260 gab er sich jedoch als Bevollmächtigter von Simon de Montfort in dessen Funktion als Royal Steward aus. Ab 1262 unterstützte er während der ersten Kämpfe des Zweiten Kriegs der Barone Simon de Montfort. Obwohl er auf Einladung des Königs im Februar 1263 in Paris an Verhandlungen mit dem französischen König teilnahm, unterstützte er im Mai 1263 wieder offen Montfort. Im Juni oder Juli 1263 reiste er als Anhänger Montforts nach Frankreich, möglicherweise in der Absicht, den im Exil lebenden königlichen Beamten John Mansel zu schikanieren. Er wurde jedoch in Wissant oder in Boulogne von Ingram de Fiennes, einem Verwandten der englischen Königin Eleonore, gefangen genommen. Sein Vater setzte sich jedoch sofort für seine Freilassung ein, und auch die Adelsopposition verlangte seine Freilassung als eine der Bedingungen, die der König und Lord Eduard für einen Friedensschluss erfüllen mussten. Daraufhin kam Henry bereits vor dem 10. Juli 1263 wieder frei. Innerhalb eines Monats wechselte er jedoch wieder die Seiten und unterstützte den König. Dieser ernannte ihn vor dem 26. Juli zum Verwalter von Corfe und Sherborne Castle. Dazu soll er von Lord Eduard bestochen worden sein, der ihm die Honour of Tickhill versprach. Henry soll Montfort noch versprochen haben, nie gegen ihn zu kämpfen, worauf Montfort geantwortet haben soll, dass er nicht Henrys Waffen, sondern seine Beständigkeit wünsche.

Rolle im Zweiten Krieg der Barone

Im August 1263 gehörte Henry der Gesandtschaft des Königs an, die Friedensverhandlungen mit den Walisern führte. Im selben Jahr begleitete er den König nach Amiens, wo Anfang 1264 der französische König Ludwig IX. seinen Schiedsspruch, den Mise of Amiens, über die Rechtmäßigkeit der Provisions of Oxford fällte. Als dieser die Provisions of Oxford verwarf, begann Montfort einen offenen Bürgerkrieg. Im Frühjahr 1264 nahm Henry zunächst am Feldzug von Lord Eduard teil, mit dem dieser die Belagerung von Gloucester durch die Rebellen aufheben wollte. Anschließend gehörte er zum Heer des Königs und geriet zusammen mit dem König und seinem Vater nach der Schlacht von Lewes am 14. Mai in Gefangenschaft. Zusammen mit dem ebenfalls gefangenen Lord Eduard diente er als Geisel, bis Montfort seine Forderungen vollständig erfüllt sah. Dazu gehörte ein Frieden mit dem mit Heinrich III. verbündeten Frankreich, so dass Henry mehrfach als Gesandter zu Ludwig IX. gesandt wurde. Die englischen Bischöfe bürgten dabei mit 20.000 Mark dafür, dass er aus Frankreich zurückkehrte und sich wieder in die Geiselhaft Montforts begab. Bei einer Reise im September 1264 wurde Henry wieder in Boulogne festgehalten, dabei wurden ihm seine Beglaubigungsschreiben abgenommen. Zurück in England, wurde er ab November 1264 nicht mehr in Wallingford Castle, sondern in dem sicheren Kenilworth Castle festgehalten. Am 10. März 1265 sollte er aus der Aufsicht von Henry de Montfort, einem Sohn von Simon de Montfort, entlassen werden und an den Hof von Heinrich III. zurückkehren. Als Lord Eduard jedoch seinen Bewachern entkommen konnte, wurde Henry wieder in Geiselhaft genommen. Im April 1265 reiste er erneut als Gesandter nach Frankreich. Mitte Mai verlangten die Barone seine sofortige Rückkehr, doch er blieb vermutlich in Frankreich und nahm deshalb an den erneuten Kämpfe und der Schlacht von Evesham nicht teil, in der die königliche Partei einen vollständigen Sieg über die Barone erringen konnte.

Der König rächte sich nach seinem Sieg, indem er die Rebellen enteignete. Auch Henry erhielt verschiedene Besitzungen der besiegten Rebellen, darunter den gesamten Besitz von Gilbert de Gant. Dazu beanspruchte er die Honour of Tickhill, die ihm schon Lord Eduard versprochen hatte, die Honour of Peak sowie wieder Castle Corfe. Im Februar 1266 war er Kommandant von königlichen Truppen, die Nordengland befrieden sollten, dabei konnte er am 15. Mai 1266 die Rebellen unter Robert de Ferrers in der Schlacht von Chesterfield schlagen und Ferrers gefangen nehmen.

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Henry of Almain | World in Stories