Henriette von Meerheimb, Mädchen- und Autorenname von Margarethe Henriette Marie Gräfin von Bünau, geb. von Meerheimb (* 28. Juli 1859 in Schmagerow, heute Ortsteil von Ramin; † 30. Januar 1920 in Weimar) war eine deutsche Schriftstellerin.
Henriette von Meerheimb stammte aus dem mecklenburgischen Adelsgeschlecht von Meerheimb und war die dritte von vier Töchtern von Ferdinand von Meerheimb und Brunhilde, geb. von Ramin aus dem Haus Schmagerow.
Verheiratet war sie zunächst ab 1881 mit Max Freiherr Treusch von Buttlar-Brandenfels, von dem sie jedoch schon bald geschieden wurde. Am 17. März 1890 heiratete sie in Berlin den späteren Generalleutnant Rudolf Graf von Bünau (* 1852 in Halbendorf; † 1911 in Weimar), damals Kommandeur in Bückeburg. Henriette und Rudolf hatten keine eigene Kinder. Die gräfliche Linie der Bünau starb mit ihm eigentlich aus. Seine jüngere Schwester Margarete Gräfin Bünau (* 1853; † 1938) adoptierte aber 1928 ihren aus dem uradeligen Haus stammenden Neffen Rudolf von Bünau (* 1924), Sohn der Schwester Paula Gräfin Bünau (* 1858; † 1938/1945) und des Rudolf von Bünau-Bischheim (* 1847; † 1923), welcher dann auch den Namen Graf von Bünau trug. Der Politiker Rudolf Graf von Bünau wurde ihr Schwiegervater, der kgl. preußische Generalmajor und Gutsbesitzer Thaddäus von Unruh (* 1834; † 1907) wurde ihr Schwager, Joseph Michael Hubert von Unruh ihr Neffe.
Henriette schrieb vor allem historische Romane, aber auch Novellen und Erzählungen. 1914 veröffentlichte sie unter dem vollständigen Namenszug Margarethe Henriette Gräfin v. Bünau geb. Freiin von Meerheimb Briefe ihres Vaters als Briefe eines preußischen Offiziers aus dem Jahre 1848.
Der Medderkoog. Dresden: Seifert 1913
Das Familienkreuz. Berlin: Hillger,
Die Kinder der Frau von Wuthenow. Berlin: Hillger,
Herrenrecht. Dresden: Seyfert 1915
Drei Geschwister. Stuttgart: Union, 2. Aufl.
Die da frei sind. Berlin: Goldschmidt 1915
Schloss Siebeneichen. Berlin: Goldschmidt [um 1916]
Ich gab mein Leben. Dresden: Seyfert 1916
Dienst der Frauen und Frauendienstpflicht. Gütersloh: C. Bertelsmann 1917
Die Toten siegen. Braunschweig: Westermann 1917, 11.–16. Tsd.
Stiefkinder. Berlin: Goldschmidt 1919
Ich habs gewagt. Hamburg: Alster-Verlag
Gräfin Sibylles Heirat. Stuttgart: Union , 3. Aufl.
Das Recht des Kindes. Leipzig: Vogel & Vogel