An diesem Tag

Helmut Zenker

Österreichischer Schriftsteller

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Helmut Zenker (* 11. Jänner 1949 in St. Valentin; † 7. Jänner 2003 in Wien) war österreichischer Schriftsteller, Songwriter und Drehbuchautor.

Helmut Zenker absolvierte die Pädagogische Akademie in Wien und arbeitete an Haupt- und Sonderschulen in Wien und Tirol, war aber auch als Lastwagenfahrer und Filmvorführer tätig. Er gründete 1969 mit Peter Henisch die Literaturzeitschrift Wespennest. Seit 1973 war Zenker freier Schriftsteller. Er beteiligte sich rege an Autorenlesungen, unter anderem am Linken Wort im Rahmen des jährlichen Volksstimmefests im Wiener Prater.

Im Jahre 1974 schrieb Zenker die erste Satire um den Wiener Polizeimajor Adolf Kottan – sie wurde nicht veröffentlicht. Schließlich verwandelte er das Manuskript über Kottan in ein Hörspiel, das 1975 vom SWF produziert wurde. 1976 wurde am Wiener Volkstheater in der Direktion von Gustav Manker Zenkers erstes Stück, Wahnsinnig glücklich, mit dem jungen Karlheinz Hackl unter der Regie von Rudolf Jusits uraufgeführt. 1976 erlebte Major Kottan seine Bildschirmpremiere in einem 90-minütigen Fernsehfilm des ORF. Regie führte Peter Patzak, der auch alle weiteren Kottan-Folgen für den ORF inszenierte. Die von 1976 bis 1983 produzierte Serie Kottan ermittelt erlangte insbesondere mit Lukas Resetarits in der Hauptrolle große Beliebtheit.

Mitte der 1980er verfasste Zenker einige im Wiener Dialekt gehaltene Liedtexte für Kottans Kapelle und Hans Krankl, zum Beispiel Rostige Flügel, Lonely Boy und Aspirin.

1990 gründete Zenker mit Major Kottan den CABAL-Verlag, in dem ausschließlich Bücher von Helmut Zenker erschienen. 1990 bis 1998 war die von ihm geschriebene TV-Serie Tohuwabohu erfolgreich.

Zenker war Mitglied der Kommunistischen Partei Österreichs.

Er starb am 7. Jänner 2003, vier Tage vor seinem 54. Geburtstag. Als Todesursache wird zum einen Nierenversagen, zum anderen eine Tumorerkrankung angegeben. Er wurde in einem ehrenhalber gewidmeten Grab der Stadt Wien auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 40, Nummer 89) beigesetzt.

Der Autor Tibor Zenker (1976–2026) war ein Sohn von Helmut Zenker.

1985 Adolf-Grimme-Preis mit Bronze für die Folge Smoky und Baby und Bär von Kottan ermittelt (zusammen mit Peter Patzak)

Schussgefahr (zusammen mit Margit Zenker, 1979, Athenäum-Verlag, Königstein)

Original Wiener Blut (Kriminalstories), 1989

Minni Mann (1989, Europaverlag, Wien)

Kleine Mann – was nun? (1989, Europaverlag, Wien)

Die Mann im Mond (1990, Europaverlag, Wien)

Die Mann ist tot und läßt Sie grüßen (1990, Europaverlag, Wien)

1972 Aktion Sauberkeit (Gedichte und Prosa)

1973 Wer hier die Fremden sind (Roman)

1974 Für einen wie dich (mit Friedemann Bayer)

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