Hellmuth Helsig (* 24. Juli 1902 in Halle (Saale); † 22. Oktober 1958 in Agra bei Lugano, Schweiz) war ein deutscher Filmschauspieler.
In den Jahren 1940 bis 1950 hat er als Nebendarsteller in mindestens 24 Filmen unter verschiedenen Regisseuren mitgewirkt. Außer zwei antibritischen Propagandafilmen – Anschlag auf Baku und Germanin, in denen er jeweils Engländer darstellte – handelt es sich dabei um Unterhaltungsfilme, die die Zuschauer in der Zeit des Nationalsozialismus von der Realität des Zweiten Weltkrieges ablenken sollten und heute – mit Ausnahme von Wir machen Musik mit Ilse Werner – weitgehend unbekannt sein dürften. Mehrere der Filme, in denen er 1944 und 1945 mitwirkte, wurden erst Jahre oder sogar Jahrzehnte nach ihrer Fertigstellung veröffentlicht. Beispiele für diese Überläufer genannten Filme in seiner Filmografie sind Unter den Brücken, Das Mädchen Juanita, Eine kleine Sommermelodie oder Der Mann, dem man den Namen stahl.
In den Nachkriegsjahren hatte Helsig nur noch fünf Engagements, darunter in zwei Filmen, die die Nachkriegssituation in Deutschland schilderten: … und über uns der Himmel von 1947 mit Hans Albers – der erste Film, der nach dem Krieg in der Amerikanischen Besatzungszone gedreht wurde – und Unser täglich Brot der ostdeutschen DEFA von 1949.
1948: Stefan Brodwin: Der Feigling (Archivrat) – Regie: Ernst Legal (Deutsches Theater Berlin – Kammerspiele)
1949: Ewan MacColl: Das krumme Gewerbe – Regie: Robert Wolfgang Schnell (Deutsches Theater Berlin – Kammerspiele)
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