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Heinz Linke

Deutscher Maschinenbauingenieur und Hochschullehrer

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Heinz Linke (* 24. Februar 1935 in Chemnitz; † 10. Juni 2026) war ein deutscher Maschinenbauingenieur und Hochschullehrer.

Heinz Linke studierte von 1952 bis 1955 an der Ingenieurschule für Schwermaschinenbau Schmalkalden Werkzeugmaschinenbau. 1957 nahm er ein Fernstudium Strömungstechnik an der TU Dresden auf, welches er 1965 mit dem Diplom abschloss. Mit seiner Dissertation „Untersuchungen zur Ermittlung dynamischer Zahnkräfte von einstufigen Stirnradgetrieben mit Geradverzahnung“ wurde er dort 1970 zum Dr.-Ing. promoviert und begann 1971 eine Tätigkeit als Oberassistent. 1978 habilitierte er sich mit der Arbeit „Beitrag zur Ermittlung der Zahnflanken- und Zahnfußtragfähigkeit unter Berücksichtigung der Abweichungen geometrischer Größen, Deformation der Getriebeteile und der Werkstoffkennwerte“. 1979 wurde er zum Professor für Konstruktionstechnik/Konstruktionslehre (Schwerpunkt Maschinenelemente) berufen.

Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit gehörten Konstruktion und Berechnung von Getrieben und Zahnrädern. In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Geometrie unter Gert Bär entwickelte Linkes Lehrstuhl im Auftrag der Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA) das Programmpaket BECAL (Bevelgear Calculation). Die Software dient der Zahnkontaktsimulation sowie der Lastverteilungs- und Tragfähigkeitsanalyse von Kegelrad- und Hypoidgetrieben. BECAL wird fortlaufend in FVA-Forschungsvorhaben weiterentwickelt und in Veröffentlichungen der Forschungsvereinigung Antriebstechnik als etablierte Software für die Lastverteilungsberechnung beschrieben.

Heinz Linke wurde im Jahr 2000 im Rahmen der Fachtagung „Antriebstechnik / Zahnradgetriebe“ an der TU Dresden offiziell in den Ruhestand verabschiedet. In den folgenden Jahren blieb er weiterhin als Gutachter für Industriepartner sowie in Forschungs- und Entwicklungsprojekten aktiv und betreute universitäre Dissertationen.

Im Ruhestand wirkte Linke an der englischsprachigen Ausgabe seines Fachbuchs mit, die 2016 unter dem Titel Cylindrical Gears erschien. Im November 2019 zeichnete die VDI-Gesellschaft Produkt- und Prozessgestaltung Heinz Linke mit der Fritz-Kesselring-Ehrenmedaille aus. Der Verein Deutscher Ingenieure würdigte damit sein langjähriges ehrenamtliches Engagement, insbesondere seine Arbeit im Fachbeirat Getriebe und Maschinenelemente sowie den Vorsitz mehrerer Fachausschüsse. Zudem erarbeitete er die 2022 veröffentlichte, dritte aktualisierte Auflage seines Standardwerks Stirnradverzahnung.

Stirnradverzahnung. Berechnung, Werkstoffe, Fertigung. Hanser, München/Wien 1996, ISBN 978-3-446-18785-6. (Erstauflage)

mit Jörg Börner, Ralf Heß (Hrsg.): Cylindrical Gears. Calculation – Materials – Manufacturing. Carl Hanser Verlag, München 2016, ISBN 978-1-56990-489-3 (englisch).

mit Jörg Börner (Hrsg.): Stirnradverzahnung. Berechnung – Werkstoffe – Fertigung. 3., aktualisierte Auflage. Hanser, München 2023, ISBN 978-3-446-47036-1 (tatsächliches Erscheinungsjahr 2022).

Zahnräder und Zahnradgetriebe. In: Bernd Sauer (Hrsg.): Konstruktionselemente des Maschinenbaus 2: Grundlagen von Maschinenelementen für Antriebsaufgaben. 9. Auflage. Springer Vieweg, Berlin/Heidelberg 2025, ISBN 978-3-662-67013-2.

Normen und Richtlinien (Auswahl)

DIN 743: Tragfähigkeitsnachweis von Wellen und Achsen (Verantwortlicher Bearbeiter).

VDI-Richtlinie VDI 2737: Berechnung der Zahnfußtragfähigkeit von Innenverzahnungen mit Zahnkranzeinfluss (Verantwortlicher Bearbeiter).

Literatur von und über Heinz Linke im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

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