Heinrich Smidt (* 18. Dezember 1798 in Altona; † 3. September 1867 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller.
Heinrich Smidt fuhr zehn Jahre zur See und brachte es vom Matrosen zum Steuermann. 1824 begann er ein Studium der Rechtswissenschaften und „schönen Wissenschaften“ an den Universitäten Kiel und Berlin. In Berlin wurde er Redakteur bei der Staatszeitung und arbeitete für das Magazin für die Literatur des Auslandes.
1848 wurde er Mitglied der Marinekommission und Mitarbeiter der Marineabteilung im Berliner Kriegsministerium, für das er zuletzt als Archivar tätig war. Er stand in Verbindung mit Ludwig Devrient, Theodor Fontane u. a. und war Mitglied im Literaturkreis Tunnel über der Spree. Seine Erfahrungen auf See und seine Kenntnisse von Land und Leuten verwertete er in zahlreichen Erzählungen, Novellen, Romanen, Theaterstücken sowie Jugendbüchern, die ihm den Ruf eines „deutschen Marryat“ einbrachten. In seinen Seegeschichten und -gedichten hat er mehrfach das Motiv des Fliegenden Holländers verwendet, möglicherweise als Erster in der deutschen Literatur.
Heinrich Smidt starb 1867 im Alter von 68 Jahren in Berlin und wurde auf dem Luisenstädtischen Friedhof beigesetzt. Das Grab ist nicht erhalten geblieben.
Ritter des Ordens der Eichenkrone
Skizzen, Erzählungen, Novellen, Romane
Seegemälde von Heinrich Smidt. 1828.
Das Schlachtengemälde von Fehrbellin. Historische Novelle. 1829.
Der Kirschkern. Novelle. 1829.
Hamburg’s Catonen. Eine historische Erzählung aus dem siebzehnten Jahrhundert. 1829.
Mittheilungen aus dem Tagebuche eines nordischen Seemannes. 1830.
Burggraf Friedrich von Hohenzollern zu Kostnitz. Historische Novelle. 1831.
Seemanns-Sagen und Schiffer-Märchen. 1835–1836.
Hamburger Bilder. Wirklichkeit im romantischen Gewande. 1836–1837.
Mein Seeleben. Wahrheit und keine Dichtung. 1837.
Berliner und Spanier. Novelle. 1837.
Die Belagerung von Glückstadt. 3 Bde., 1838.
See-Novellen. Erzählungen Burkhardt’s des Steuermanns. 1838.