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Heinrich Friedrich Link

Deutscher Botaniker (1767-1851)

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Heinrich Friedrich Link (* 2. Februar 1767 in Hildesheim; † 1. Januar 1851 in Berlin) war ein deutscher Universalgelehrter. Er war Professor an den Universitäten von Rostock (1792–1811), Breslau (1811–1815) und Berlin (1815–1851). Link verfasste zahlreiche Artikel über botanische, zoologische, geologische und chemische Themen.

Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Link“.

Heinrich Friedrich Link war ein Sohn des Pastors August Heinrich Link (1738–1783) und dessen Frau Elisabeth Sophia, geborene von Wulffen (1736–1814).

Nach dem Besuch des Andreas-Gymnasiums in Hildesheim studierte er ab 1786 in Göttingen an der Georg-August-Universität Medizin und Naturwissenschaften. Zu seinen Lehrern gehörte Johann Friedrich Blumenbach. 1788 trat Link mit seiner Preisschrift Commentatio de analysi urinae et origine calculi („Abhandlung über die Analyse des Harns und den Ursprung der Steinkrankheit“) in Erscheinung. Am 26. August 1789 verteidigte Link seine Schrift Florae goettingensis specimen sistens vegetabilia saxo calcareo propria, mit der er dort zum Doktor der Medizin promoviert wurde. Anschließend wirkte er in Göttingen kurzzeitig als Privatdozent.

Professor der Universität Rostock (1792–1811)

1792 wurde Link auf den neu geschaffenen Lehrstuhl für Naturgeschichte, Botanik und Chemie an der Universität Rostock berufen. Seine Lehr- und Forschungsgebiete umfassten physikalische Physische Geographie, Pharmakognosie, Toxikologie und Philosophie.

Johann Centurius von Hoffmannsegg bat Link, ihn auf einer Reise nach Portugal zu begleiten, um die weitgehend unerforschte Flora des Landes zu studieren. Durch Friedrich Franz I., Herzog zu Mecklenburg wurde Link von seinen Lehrverpflichtungen freigestellt. Im Sommer 1797 begannen sie ihre Reise, die sie über Großbritannien und durch Frankreich sowie Spanien führte. Im März 1798 erreichten sie den portugiesischen Grenzort Elvas. In Portugal verbrachten sie die meiste Zeit des Jahres 1798 mit ausgedehnten Exkursionen durch das gesamte Land. Link kehrte im Frühjahr 1799 zurück, Hoffmannsegg blieb bis 1801 in Portugal. Eine Reisebeschreibung von Link wurde von 1799 bis 1804 in drei Bänden veröffentlicht. Die Flora Portugals erschien von 1809 bis 1820 und von 1813 bis 1840 unter dem Titel Flore Portugaise in Zusammenarbeit mit Hoffmannsegg.

Link war mehrmals Dekan seiner Fakultät und in den Semestern 1806/1807 und 1807/1808 Rektor der Universität Rostock.

Link heiratete am 3. Oktober 1793 Charlotte Josephi (1768–1829), eine Tochter des Braunschweiger Hofchirurgen Rudolf Christian Josephi und dessen Frau Henriette, geborene Liberti. Sie war eine Schwester von Wilhelm Josephi und dem später in Parchim wirkenden Arzt Theodor Josephi.

Professor der Universität Breslau (1811–1815)

1811 wurde Link Professor für Chemie und Botanik an der Königlichen Universität zu Breslau. Zudem war er Direktor des Breslauer Botanischen Gartens. Für das Amtsjahr 1814/1815 wurde er zum Rektor gewählt. Daneben hielt er dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm Vorlesungen über naturwissenschaftliche Themen.

Professor der Universität Berlin (1815–1851)

Nach dem Tod von Carl Ludwig Willdenow wurde Link 1815 dessen Nachfolger auf dem Lehrstuhl für Naturgeschichte an der Universität zu Berlin. Außerdem wurde er damit Direktor des Botanischen Gartens Berlin. 1816/1817 war er deren Rektor.

Link war 1822 Mitbegründer des Vereins zur Beförderung des Gartenbaues in den Königlich Preußischen Staaten.

Er starb, nur wenige Wochen vor seinem 84. Geburtstag, am Neujahrstag 1851 und wurde auf dem Friedhof III der Jerusalems- und Neuen Kirche vor dem Halleschen Tor beigesetzt. Das Grab ist nicht erhalten.

1783 wurde Link in die Freimaurerloge „Pforte der Ewigkeit“ in Hildesheim aufgenommen. In der Folge war er aktives Mitglied von Logen in Rostock, Breslau und Berlin. Besondere Verdienste um die Freimaurerei erwarb er sich als Großmeister der Großen Loge „Royal York, genannt zur Freundschaft“ zwischen 1831 und 1850.

1792 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen gewählt. Er wurde zum Ehrenmitglied der Mecklenburgischen Landwirthschafts-Gesellschaft ernannt. Link war Mitglied der 1800 gegründeten Mecklenburgischen Naturforschende Gesellschaft zu Rostock. Am 15. August 1801 wurde Link mit dem Beinamen Cleophanes zum Mitglied (Matrikel-Nr. 1018) der Leopoldina gewählt. 1812 wurde er korrespondierendes und 1815 ordentliches Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften. 1827 wurde Link Mitglied der Linnean Society of London. Im Dezember 1828 wurde er korrespondierendes Mitglied der Académie des sciences in Paris. Seit 1829 war er auswärtiges Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 1840 wurde er Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Am 12. Dezember 1841 wurde er korrespondierendes Mitglied der Accademia delle Scienze di Torino. Am 5. Mai 1842 wurde Link als Auslandsmitglied („Foreign Member“) in die Royal Society gewählt.

1823 wurde Link zum Geheimen Obermedizinalrat ernannt. Am 17. August 1845 wurde Link in den preußischen Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste aufgenommen.

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