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Heinrich Ernst von Schönburg-Rochsburg

1760-1825

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Heinrich Ernst von Schönburg-Rochsburg (* 29. April 1760 auf Schloss Rochsburg; † 19. April 1825 ebenda) war ein deutscher Landwirt und Schafzüchter.

Graf Heinrich Ernst von Schönburg-Rochsburg entstammte einem Geschlecht, das auf Alban von Schönburg zurückging, den Kaiser Otto I. 937 nach Zwickau rief, um das Land gegen die Sorben zu schützen. Er war der vierte und jüngste Sohn seines gleichnamigen Vaters Heinrich Ernst von Schönburg-Rochsburg (* 18. September 1711; † 2. Juni 1778) und dessen Ehefrau, Gräfin Magdalene Louise (geb. Freiin von Elster) (* 17. März 1723; † 27. März 1798). Seine Geschwister waren:

Ludwig Ernst (1750–1806), verheiratet mit Caroline von Wittgenstein;

Heinrich Wilhelm Ernst (* 1751; † 17. Januar 1816);

Caroline Antoinette Louise (* 8. Dezember 1752; † 15. Juni 1818), verheiratet mit Heinrich Gustav Gottlob von Reichenbach (1731–1790);

Wilhelmine Eleonora Sidonie (1756–1822);

Albert Gottlieb Ernst († 1758);

Magdalena Louise (1762–1835), verheiratet mit Freiherr Joseph Michael Judtmann, geadelt von Ehrenfels (1767–1843).

Heinrich Ernst von Schönburg-Rochsburg war in erster Ehe mit Gräfin Sophie Wilhelmine (* 14. Januar 1764; † 4. Juli 1795), Tochter von Fürst Johann Carl Friedrich zu Carolath-Beuthen verheiratet; die Ehe blieb kinderlos. In zweiter Ehe war er mit der Gräfin Ernestine Wilhelmine (* 15. April 1768; † 27. Dezember 1837), Schwester des Wirklichen Staatsrats Heinrich Karl Ernst Köhler (1765–1838) verheiratet, deren uneheliche und später legitimierte Tochter war:

Adolfine Sophie Wilhelmine Henriette Ernestine (* 30. Dezember 1809; † 12. März 1880), verheiratet mit Adolph Friedrich von Wilucki (1803–1890).

1815 ertaubte er und konnte sich nur noch schriftlich mitteilen.

1816 verstarb sein Bruder Heinrich, sodass er Alleinbesitzer wurde, in der Folge war er jedoch nicht mehr wirtschaftlich erfolgreich tätig und verschuldete sich.

Als Heinrich Ernst von Schönburg-Rochsburg starb, erlosch die Linie Schönburg-Rochsburg und das Herrschaftsgebiet fiel an die Linie Schönburg-Hinterglauchau, so erbte Heinrich von Schönburg 1842 nach dem Tod seines Vaters unter anderem die Hälfte der Herrschaft Rochsburg.

Einen Teil seines Nekrologs verfasste der Breslauer Kameralwissenschaftler Friedrich Benedict Weber, der seine sämtlichen Schriften postum in zwei Bänden veröffentlichte.

Seine schulische Ausbildung erhielt er durch den Privatunterricht seines Hofmeisters Christian Gabriel Lebrecht Wimmer (1748–1798), der später Oberpfarrer in Burgstädt wurde.

1778 immatrikulierte er sich an der Universität Leipzig und begann ein Studium der Rechtswissenschaften, das er Ostern 1782 abschloss; anschließend war er in Dresden als Regierungs-Assessor tätig. Er gab diese Tätigkeit jedoch nach kurzer Zeit wieder auf, als sich die Möglichkeit bot, mit seinem Bruder Graf Heinrich von Schönburg-Rochsburg die Gutsgeschäfte weiter zu führen, nach dem Tod seines ältesten Bruders und nachdem der zweitälteste Bruder nach einem Rechtsstreit auf seine entsprechenden Rechte verzichtet hatte.

Er beschäftigte sich intensiv mit dem Betrieb der Landwirtschaft und studierte die Schriften von Christian Friedrich Germershausen, des Amtmanns Johann Georg Leopold aus Sorau, die Leipziger Ökonomischen Hefte, Johann Christian Schubart, der sich besonders mit dem Kleebau und der Stallfütterung beschäftigte, sowie die Schriften der Agrarwissenschaftler Johann Nepomuk Hubert von Schwerz und Albrecht Daniel Thaer.

Er führte auf dem Gut den intensiven Anbau verschiedener Produkte ein, so den Klee-, Wicken- und Erbsenanbau sowie die Kartoffelzucht. Durch die Einführung neuer Pflugmethoden und dem Einsatz von Düngemethoden erzielte er auf seinen Gütern beachtliche Ertragssteigerungen.

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Heinrich Ernst von Schönburg-Rochsburg | World in Stories