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Heinrich Apel

Deutscher Bildhauer (1935-2020)

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Heinrich Apel (* 5. Mai 1935 in Schwaneberg, Provinz Sachsen; † 24. Mai 2020) war ein deutscher Künstler, vor allem Bildhauer und Metall-Restaurator.

Apel machte das Abitur und absolvierte eine Lehre als Steinmetz. Von 1953 bis 1959 studierte er an der späteren Hochschule für industrielle Formgestaltung Halle – Burg Giebichenstein (HIF) bei Gustav Weidanz Bildhauerei. Seitdem lebte und arbeitete er freischaffend in Magdeburg. In der ersten Zeit übernahm er vor allem Restaurierungsaufgaben für das Institut für Denkmalpflege, besonders an den Domen Magdeburg, Halberstadt, Stendal, an der Stiftskirche Quedlinburg und beim Wiederaufbau des Magdeburger Reiters.

Er schuf bedeutende eigenständige Werke für den öffentlichen Raum und architekturbezogene Werke wie Bronzetüren, Brunnen, Architekturdetails und Statuen. Seine Arbeit umfasste auch Collagen, Textilien, Medaillen, Kleinplastiken und Bilder. Laut der Pressestelle der Landeshauptstadt Magdeburg hat kein anderer Künstler „das Antlitz Magdeburgs so bereichert und seine Spuren hinterlassen“.

Apel war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR (VBK). Er hatte eine große Zahl von Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, in der Zeit der DDR u. a. 1967/1968 an der VI. Deutschen Kunstausstellung und von 1972 bis 1988 an der VII. bis X. Kunstausstellung der DDR in Dresden, 1976 in Bagdad an Grafik und Plastik aus der DDR und 1987/1988 in Bonn, München und Mannheim an Bildhauerkunst aus der Deutschen Demokratischen Republik. 1972 beteiligte Apel sich am Bildhauersymposion Vyšné Ružbachy. 1972/1973 hatte er an der HIF einen Lehrauftrag für Keramik.

Im Jahr 2000 übergab Apel der Stadt Haldensleben eine große Zahl von Werken zur dauerhaften Ausstellung auf Schloss Hundisburg.

1977: Orden Banner der Arbeit II. Klasse

1990: Ehrendoktorwürde der Pädagogischen Hochschule Magdeburg

2019: Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Apels (unvollständig)

Halle (Saale): Kunstmuseum Moritzburg

Salzwedel: Johann-Friedrich-Danneil-Museum

Siehe auch Bildindex der Kunst & Architektur

Kniende (1963; Bronze, lebensgroß; Guss in Lauchhammer; Magdeburg, Lichthof der Empfangshalle des Interhotels „International“)

Dom zu Magdeburg, Gestaltung mehrerer Türgriffe in Bronze, so

Vogelmutter und Junge (1961; etwa 25 × 40 cm; Nordportal)

Das Urteil des Paris (1963; etwa 33 × 26 cm; Außenseite der Paradiespforte)

Faunbrunnen (oder Teufelsbrunnen) in der Leiterstraße in Magdeburg; die technologische Umsetzung der Künstler-Entwürfe für den Faunbrunnen in Magdeburg schuf 1975 und 1976 Glockengießermeister Peter Schilling aus Apolda.

Eingangstüren des Klosters Unser Lieben Frauen in Magdeburg

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