Haskell Wexler (* 6. Februar 1922 in Chicago, Illinois; † 27. Dezember 2015 in Santa Monica, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Kameramann und Regisseur.
Nach dem Besuch der University of California, Berkeley und Dienst in der US-amerikanischen Handelsmarine im Zweiten Weltkrieg drehte Wexler Industriefilme und arbeitete als Kameraassistent. Bereits 1953 war er an der Regie des Kurz-Dokumentarfilms The Living City beteiligt, der auch für den Oscar nominiert war.
1960 gab er sein Debüt als Kameramann in dem dokumentarischen Spielfilm Das grausame Auge (The Savage Eye). 1965 produzierte und inszenierte er seinen ersten eigenen Film, The Bus. Als Regisseur drehte er vornehmlich Dokumentar-, aber auch Spielfilme. Seine vor dem Hintergrund der Ausschreitungen während der Democratic National Convention angesiedelte Medienkritik Medium Cool (1969) wurde 2003 in das National Film Registry der Library of Congress aufgenommen.
Wexlers Kompromisslosigkeit als Kameramann führte wiederholt zu Konfrontationen mit seinen Regisseuren, darunter Elia Kazan und Miloš Forman, der ihn vom Set von Einer flog über das Kuckucksnest entfernen und den Film durch Bill Butler fertigstellen ließ.
Wexler war mit der Schauspielerin Rita Taggart verheiratet. Seine aus früheren Ehen stammenden Söhne Mark (* 1955) und Jeff Wexler (1947–2025) waren bzw. sind ebenfalls im Filmgeschäft tätig. 2005 erschien eine Dokumentation über Haskell Wexler, Tell Them Who You Are, produziert von seinem Sohn Mark.
Die Regisseurin Tanya Wexler ist seine Nichte.
1967 Oscar für Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
1976 Oscar-Nominierung für Einer flog über das Kuckucksnest
1977 Oscar für Dieses Land ist mein Land
1988 Oscar-Nominierung für Matewan
1990 Oscar-Nominierung für Blaze – Eine gefährliche Liebe
American Society of Cinematographers
1990 ASC Award für Blaze – Eine gefährliche Liebe
1993 Lifetime Achievement Award
National Society of Film Critics Awards
1968 NSFC Award für In der Hitze der Nacht
1977 NSFC Award für Dieses Land ist mein Land
Los Angeles Film Critics Association