Hartmut Schmidt-Petri (* 28. Januar 1935 in Erlensee) ist ein Generalmajor außer Dienst des Heeres der Bundeswehr.
Bis zum Bombenangriff am 16. März 1945, wuchs Schmidt-Petri in Würzburg auf. Er absolvierte das Abitur in Michelstadt 1955 und begann ein Studium der Physik an der Technischen Hochschule Darmstadt. Seither gehört er der Darmstädter Burschenschaft Gothia an. Später wechselte er an die Technische Universität Berlin, wo er 1962 Diplom-Ingenieur wurde.
Schmidt-Petri trat in die Bundeswehr ein und war Angehöriger der Technischen Truppe. Nach der Verwendung als Kompaniechef absolvierte er einen Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Nach Truppenverwendungen im Generalstabsdienst besuchte er den Army Staff Course am Royal Military College of Science in Shrivenham im Vereinigten Königreich. Danach hatte er Verwendungen im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn und war Bataillonskommandeur.
Vom 24. September 1980 bis März 1983 war Schmidt-Petri Brigadekommandeur der Panzerbrigade 18 in Boostedt. Anschließend war er bis Dezember 1989 Stabsabteilungsleiter VII (Rüstung) im Führungsstab des Heeres im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn. Ab Januar 1990 war er Generalmanager der NATO Maintenance and Supply Agency in Mamer in Luxemburg. Bereits von 1971 bis 1978 hatte mit Horst Gentsch ein Deutscher diesen Dienstposten inne. Mit Ablauf des März 1995 wurde Schmidt-Petri in den Ruhestand versetzt.
Schmidt-Petri ist Mitglied des Rotary Club Bonn-Siebengebirge und Gründungsmitglied des Blauen Bundes e. V., der Interessengemeinschaft für Logistik, Rüstung, Nutzung der Bundeswehr. Von Mai 2002 bis Juni 2006 war er Geschäftsführer der StratCons Strategic Consulting GmbH. Als Geschäftsführer folgte ihm Dieter Budde nach.
1994 wurde Schmidt-Petri mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Führungsakademie der Bundeswehr/Absolventen
Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr
bearbeitet mit Werner von Scheven und Meyers Lexikonredaktion unter Leitung von Werner Digel: Wie funktioniert das? Die Bundeswehr. Meyers Lexikonverlag, Mannheim, Wien, Zürich 1987, ISBN 978-3-411-02381-3.
Standardisierung. In: Soldat und Technik. Band 32, Nr. 3, 1989, S. 167–174.
Ziele und Grundsätze für Kampfwertsteigerungen bei Waffensystemen des Heeres. In: Wehrtechnik. Band 21, Nr. 2, 1989, S. 17–23.
Eine gemeinsame Logistik für zukünftige europäische Streitkräfte: Eine Herausforderung besonderer Art. In: Werner Hoyer, Elmar Brok (Hrsg.): Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP): der Weg zu integrierten europäischen Streitkräften? (= Forum Innere Führung. Band 16). 1. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2002, S. 290–302.
Logistischer Bedarf einer mechanisierten Division im Kampfeinsatz: Ergebnis einer Studie. In: Europäische Sicherheit. Band 52, Nr. 8, 2003, S. 32–36.