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Hartmut Eggert

Deutscher Literaturwissenschaftler

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Hartmut Eggert (* 31. Mai 1937 in Essen) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler, Leseforscher und emeritierter Hochschullehrer.

Hartmut Eggert studierte Germanistik und Geographie an der Universität Freiburg und an der Freien Universität Berlin. 1964/1965 arbeitete er in den Vereinigten Staaten von Amerika als Lektor an der University of Florida. Von 1965 bis 1967 war er Referendar und Assessor in Berlin, 1970 wurde er mit einer Arbeit zum deutschen historischen Roman zum Dr. phil. promoviert.

Von 1969 bis 1971 war er als wissenschaftlicher Assistent, von 1972 bis 1977 als Assistenzprofessor für Literaturdidaktik am Germanischen Seminar der FU tätig. Dort initiierte er 1970 das Forschungsteam „Eggert/Berg/Rutschky: Bildungsprozesse im Literaturunterricht der Sekundarstufe“. Von 1971 bis 1975 arbeitete er außerdem am Projekt Romantheorie bei Eberhard Lämmert mit.

1975 habilitierte er sich für Neuere deutsche Philologie und Didaktik des Deutschunterrichts.

Von 1978 bis 1980 war er Studienrat an der Schulfarm Insel Scharfenberg. Er wirkte zudem von 1980 bis 1983 als Mitherausgeber der Zeitschrift Deutschunterricht. 1981 wurde er am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie der Freien Universität Berlin Professor für Neuere deutsche Literatur mit dem Schwerpunkt Literarische Sozialisation. Von 1999 bis 2001 war er geschäftsführender Direktor des Instituts. Er hatte Gastprofessuren an der Universität Peking (1983/1984 und 1987) und an der Jawaharlal Nehru University in New Delhi (2004).

1992 bis 2005 war er Koordinator der Germanistischen Institutspartnerschaft des MOE-Programmes des DAAD für die Freie Universität Berlin, die Maria-Curie-Skłodowska-Universität Lublin und die Katholische Universität Lublin Johannes Paul II.

2004 bis 2008 war er Mitbegründer des Zentrums für Deutschlandstudien an der Universität Peking. 2001 war er Koordinator des Internationalen Alfred-Döblin-Kolloquiums in Berlin. Vortragsreisen führten ihn nach Brasilien, China, Polen, Südafrika, Thailand und in die Vereinigten Staaten.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die deutsche Literatur seit dem 18. Jahrhundert, insbesondere die Romantheorie, die literarische Sozialisation, die Didaktik des Literaturunterrichts und die Leseforschung.

1984–2001: Mitglied in Ausschüssen zur Lektorenauswahl des DAAD

1985–2002: Vorsitzender des Trägervereins des Literaturhauses Berlin

1994–2002: Mitglied des Beirats Germanistik des DAAD

1995–2004: Mitbegründer des Schwerpunktes Lesesozialisation der Deutschen Forschungsgemeinschaft

1998–2002: Mitglied des Auswahlausschusses der Studienstiftung des Abgeordnetenhauses von Berlin

Hartmut Eggert erhielt Mitte der 1990er Jahre die Ehrenmedaille der Maria-Curie-Skłodowska-Universität Lublin und 2002 die Verdienstmedaille der Katholischen Universität Lublin.

Nach seiner Emeritierung wurde er zum Ehrenprofessor der Maria-Curie-Skłodowska-Universität ernannt. Er ist Ehrenmitglied des polnischen Germanistenverbandes.

Studien zur Wirkungsgeschichte des deutschen historischen Romans 1850–1875. Dissertation. Freie Universität Berlin 1970. Klostermann, Frankfurt am Main 1971, DNB 720019915.

mit Hans Christoph Berg, Michael Rutschky: Schüler im Literaturunterricht. Ein Erfahrungsbericht. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1975, ISBN 978-3-462-01081-7.

Mitautor und Herausgeber mit Michael Rutschky: Literarisches Rollenspiel in der Schule. Quelle & Meyer, Heidelberg 1978, ISBN 978-3-494-00922-3.

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