An diesem Tag

Hansgeorg Stengel

Deutscher Journalist, Schriftsteller, Satiriker und Kabarettist

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Hansgeorg Stengel (* 30. Juli 1922 in Greiz; † 30. Juli 2003 in Berlin) war ein deutscher Journalist, Dichter, Satiriker und Kabarettist.

Hansgeorg Stengel, Sohn eines Lehrers und von Erich Kästner beeindruckt, veröffentlichte schon als 14-Jähriger erste Gedichte in Lokalzeitungen. Er wohnte in der Brauhausgasse/Am Schloßberg 10 im Greizer Stadtzentrum, wo 2018 eine Gedenktafel für ihn angebracht wurde. Nach Kriegsdienst und -gefangenschaft studierte er Germanistik und später Journalistik.

Anfang der 1950er Jahre zog er nach Ost-Berlin. Er arbeitete zunächst als Redakteur bei der Satirezeitschrift Frischer Wind, die später als Eulenspiegel erschien. Bis 1959 war er dort als „Redakteur für Sprache und Stil“ angestellt, danach arbeitete er als freier Autor.

Nachdem er in den 1950er Jahren Kabaretttexte für die Distel in Ost-Berlin verfasst hatte, startete Stengel 1971 seine Karriere als Solokabarettist. Trotz seiner großen Popularität hatte er im Fernsehen der DDR keine Chance, da er darauf bestand, an seinen Manuskripten keine politisch motivierten Veränderungen vornehmen zu müssen.

Stengels Markenzeichen war sein scharfer Wortwitz, mit dem er gegen Stilblüten und Sprachschludereien zu Felde zog – so u. a. 1979 mit der Sprechplatte „Aus Willi Wuschkes Geredeschuppen“ und auch über mehrere Jahre regelmäßig in der Ostthüringer Zeitung mit seinen glossenhaften Beiträgen, Wortadella, von denen 1997 Auszüge in Buchform veröffentlicht wurden. Von ihm stammt der Ausspruch: „Die Deutschen können nicht deutsch sprechen.“ Außerdem beschäftigte sich Stengel mit Palindromen und veröffentlichte darüber 1984 das Buch Annasusanna. Die Gesamtauflage seines 50 Titel umfassenden Werkes beträgt zwei Millionen.

1995 zog er mit seiner Frau Hela Stengel (1928–2016) in den Westteil des nun vereinten Berlins. 1998 trat er im Bundestagswahlkreis Greiz – Altenburger Land für die PDS als Wahlkreisbewerber an. Stengel starb 2003 an seinem 81. Geburtstag. Er ist auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in der Reihe der Künstlergräber bestattet.

mit schrubber und besen. Thüringer Volksverlag, Weimar 1950, DNB 454869568.

Gelichter und Gelächter. Ein humoristisch-satirischer Streifzug. Verlag der Kunst, Dresden 1954, DNB 870788078.

Theo und das Auto Tüt. Mit Eberhard Binder. Kinderbuchverlag, Ost-Berlin 1960, DNB 450468828.

Matrose Ottchen. Mit Eberhard Binder. Kinderbuchverlag, Ost-Berlin 1960, DNB 450468798.

1, 2, 3 wir sind dabei. Ein Zahlenbilderbuch. Erdacht und gemalt von Ingeborg Meyer-Rey und Rudolf Schultz-Debowski. Kinderbuchverlag, Ost-Berlin 1962, DNB 453363458.

Die neue Leier. Heitere Verse. Illustrationen von Werner Klemke. Eulenspiegel-Verlag, Ost-Berlin 1964, DNB 454869541.

Zirkus drunter und drüber. Bilder von Ingeborg Mayer-Rey und Rudolf Schultz-Debowski. Kinderbuchverlag, Ost-Berlin 1965, DNB 453363709.

Mit Stengelszungen. Epigramme. Illustrationen von Rolf Felix Müller. Eulenspiegel-Verlag, Ost-Berlin 1967, DNB 458230642.

Seegang, Satan, Sansibar. Enthüllungen eines überlebenden Frachtschiffpassagiers. Illustrationen von Rolf Felix Müller. Eulenspiegel-Verlag, Ost-Berlin 1968, DNB 458230669.

Schnurrpfeifland am Schnurrpfeifstrand. Illustrationen von Karl Schrader. Kinderbuchverlag, Ost-Berlin 1968, DNB 577609548.

So ein Struwwelpeter. Lustige Geschichten und drollige Bilder für Kinder von 3 bis 6 Jahren. Mit Karl Schrader. Kinderbuchverlag, Ost-Berlin 1970, DNB 458230685.

Frühling, Sommer, Herz und Kinder. Heitere Gedichte. Illustrationen von Thomas Schleusing. Eulenspiegel-Verlag, Ost-Berlin 1970, DNB 458230634.

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