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Hans Rudolf Zöbeley

Deutscher Chordirigent und Kirchenmusiker

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Hans Rudolf Zöbeley (* 27. Mai 1931 in Mannheim; † 5. Dezember 2007 in Garmisch-Partenkirchen) war ein deutscher Komponist, Chorleiter, Dirigent und Kirchenmusiker. Er wirkte unter anderem als Kirchenmusikdirektor und Universitätsmusikdirektor in München.

Der evangelische Sohn des badischen Pfarrers und Kirchenliedkomponisten Rudolf Zöbeley und der Martha Zöbeley, geborenen Bälz, studierte Klassische Philologie und Mediävistik an der Universität Heidelberg sowie Musikwissenschaft an der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg. 1955 legte er das Staatsexamen für Musik und Latein in Heidelberg ab, 1957 die A-Prüfung als hauptamtlicher Kirchenmusiker. Im selben Jahr wurde er Organist, 1965 Kantor in München. 1963 wurde Zöbeley in Musikwissenschaft mit den Nebenfächern Latein und Mediävistik bei Thrasybulos Georgiades in München mit der Schrift Die Musik des Buxheimer Orgelbuchs zum Dr. phil. promoviert. 1962 folgte die Berufung zum Dozenten für Chor und Chorleitung am Richard-Strauss-Konservatorium München. 1979 wurde er zum Universitätsmusikdirektor der Ludwig-Maximilians-Universität München ernannt.

Drei Chöre hat Zöbeley entscheidend mitgeprägt: 1960 gründete er den Münchner Motettenchor und leitete ihn fast vierzig Jahre lang, bis zu seiner Emeritierung 1998. Zusätzlich leitete er von 1962 bis 1980 den Philharmonischen Chor der Stadt München (Chor der Münchner Philharmoniker). Zu seinen Buchveröffentlichungen gehört seine 1964 veröffentlichte Dissertation über das Buxheimer Orgelbuch. Von 1969 bis 2002 war er künstlerisch-musikalischer Leiter des Universitätschores München. Zudem war er bis Sommer 1997 als Kirchenmusikdirektor an der Münchener Kirche St. Matthäus, der Predigtstätte des Landesbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, tätig. 1980 hatte er die Medaille München leuchtet erhalten.

Hans Rudolf Zöbeley war ab 1956 verheiratet mit Margarete Zöbeley, geborener Busch, und hatte vier Kinder (Christiane, Martin, Hartmut und Barbara). Sein Sohn Martin Zöbeley wurde Leiter der Gruppe für Alte Musik München, Hartmut Zöbeley wurde Singspielkomponist.

Michael Grill: Hans Rudolf Zöbeley. In: 200 Jahre evangelische Kirchenmusik in München 1799–1999. Ev. Presseverb. für Bayern, 1999, Seite 391 Google-Vorschau

Zöbeley, Hans Rudolf. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1391.

Wer ist Wer – Das deutsche Whos Who 2000/2001. 39. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Verlagsgruppe Beleke, Lübeck 2000, ISBN 978-3-7950-2029-3, S. 1581.

Werke von und über Hans Rudolf Zöbeley im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

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