An diesem Tag

Hans Kies

Deutscher Bildhauer und Politiker (1910-1984)

Anúncio

Hans Kies (* 4. Dezember 1910 in Kolberg; † 4. Juni 1984 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer und Politiker (KPD, SED).

Kies absolvierte nach dem Besuch der Volksschule in Berlin ab 1925 eine Lehre als Maschinenschlossers und arbeitete bis 1931 in seinem Beruf. Daneben besuchte er eine künstlerische Abendschule und gehörte einem Zirkel von Arbeiterzeichnern an. 1926 wurde er Mitglied des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes. Später trat er der Revolutionären Gewerkschafts-Opposition bei. 1929 wurde er Mitglied der KPD.

Von 1931 bis 1933 studierte Kies an der Berliner Kunstgewerbe- und Handwerkerschule und dann bis 1939 bei Wilhelm Gerstel an den Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg. 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen, und er nahm am Zweiten Weltkrieg teil. Aus der Kriegsgefangenschaft kam er 1945 nach Usedom, wo er von 1945 bis 1950 Bürgermeister von Zinnowitz war. Nebenher arbeitete er künstlerisch, ab 1951 freischaffend. Er ging dann nach Ostberlin.

Kies gehörte dem Künstlerkollektiv an, das von 1955 bis 1958 die Denkmäler im vormaligen Konzentrationslager Buchenwald schuf. 1960 errichtete er am Friedhof der Märzgefallenen in Berlin-Friedrichshain das Denkmal „Roter Matrose“, welches an die Gefallenen der Novemberrevolution erinnern soll. Ebenfalls von ihm stammt die Karl-Marx-Gedenkstätte in Berlin-Stralau von 1964. In Schwerin schuf er 1965 das Relief für die „Gedenkstätte verdienter Kämpfer für Demokratie und Sozialismus“. Von 1964 bis 1968 war er Zirkelleiter im Haus der jungen Talente in Berlin und im Kulturhaus der Automobilbauer in Ludwigsfelde. Von 1969 bis 1976 war er Dozent in der Fachrichtung Plastik der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Einer seiner Schüler im Abendstudium war Christian Roehl.

Er gehörte dem Präsidium des Verbands Bildender Künstler der DDR an und war Vorsitzender des Bezirksvorstandes Berlin. Ab 1958 war er Stadtverordneter von Ostberlin.

Er war in der DDR an vielen wichtigen Kunstausstellungen beteiligt, u. a. von 1953 bis 1973 von der Dritten Deutschen Kunstausstellungen bis zur VII. Kunstausstellungen der DDR in Dresden und 1967 und 1973 in Berlin an der populären Freiluft-Ausstellung „Plastik und Blumen“ im Treptower Park.

1959: Nationalpreis der DDR II. Klasse, für sein Mitwirken am Buchenwalddenkmal

1965: Verdienstmedaille der DDR

1969: Goethe-Preis der Stadt Berlin

1978: Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis

1980: Verdienter Hochschullehrer der DDR

1984: Vaterländischer Verdienstordens in Silber

1987: Kunstpreis der SDAG Wismut

Siehe auch Bildindex der Kunst & Architektur

Der junge Marx und Streik der Glasbläser in Alt Stralau 1909 (1964, zwei Stelen, Roter Mainsandstein, je 2,60 × 3,00 m; bildhauerische Ausführung Karl-Günter Möpert)

Porträt Prof. Tjulpanow (1966/1967; Porträtbüste, Granit; Neue Nationalgalerie Berlin)

Einzelausstellungen (unvollständig)

1971: Berlin, Galerie im Turm (mit Ruthild Hahne und Heinz Worner)

Anúncio

Bald in der World in Stories App

Audio, Offline-Download, keine Werbung und mehr.

Premium entdecken
Hans Kies | World in Stories