Hans Joachim Krauß (* 16. März 1932 in Ludwigshafen; † 9. März 2012) war ein Generalapotheker des Heeres der Bundeswehr.
Krauß absolvierte das Abitur in Ludwigshafen, war von 1951 bis 1956 Apothekerpraktikant in der Einhorn-Apotheke in Ludwigshafen und legte 1953 das pharmazeutische Vorexamen ab. Von 1953 bis 1957 studierte er Pharmazie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1957 legte er das pharmazeutische Staatsexamen ab, erhielt 1958 die Approbation zum Apotheker und promovierte 1960 zum Doktor der Naturwissenschaften.
Am 4. April 1961 trat er als Stabsapotheker in die Bundeswehr ein und durchlief bis September 1961 den Einweisungslehrgang für ungediente Sanitätsoffiziere an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München. Von Oktober 1961 bis Juni 1966 war er Laborleiter Hygiene am Medizinischen Institut der Bundeswehr in Koblenz und Produktionsleiter der Blutspendezentrale der Bundeswehr, die er mitaufbaute. Er studierte von Juli 1966 bis Dezember 1967 Lebensmittelchemie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, währenddessen er 1967 zum Oberstabsapotheker ernannt wurde, und erlangte das Staatsexamen als Lebensmittelchemiker. Von Januar 1968 bis Februar 1972 war er Laborleiter Lebensmittel- und Arzneimittelanalytik und stellvertretender Dienststellenleiter der chemischen Untersuchungsstelle III in Düsseldorf, wo er 1971 zum Oberfeldapotheker befördert wurde. Von Februar 1972 bis September 1977 war er Referent in der Inspektion des Sanitäts- und Gesundheitswesens I 7 (Wehrpharmazie, Lebensmittelchemie) und III 3 im Bundesministerium der Verteidigung auf der Hardthöhe in Bonn, von Oktober 1977 bis Juni 1979 Dezernatsleiter für materielle Ausstattung des Sanitätsdienstes und von Juli 1979 bis März 1987 Abteilungsleiter III (Wehrpharmazie) im Sanitätsamt der Bundeswehr in Bonn. Am 27. August 1979 erfolgte die Ernennung zum Oberstapotheker.
Krauß war ab April 1987 Inspizient Wehrpharmazie der Bundeswehr im Sanitätsamt der Bundeswehr in Bonn und wurde zum Generalapotheker befördert. Mit Ablauf des März 1992 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Krauß war verheiratet, römisch-katholisch und hatte zwei Söhne. Er starb 2012 überraschend kurz vor seinem 80. Geburtstag und wurde am 16. März 2012 beigesetzt.
Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (1988)
Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold (1983)
Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr
Der Einfluß von Substituenten auf die durch Metall-Ionen katalysierte Umsetzung aromatischer Monoester der Phosphorsäure. München 23. Dezember 1960, DNB 480994196 (44 S., Dissertation vom 23. Dezember 1960).
Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1999 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 2, Teilband 2, Hoffmann – Kusserow. Biblio-Verlag, Osnabrück 2000, ISBN 3-7648-2562-6, S. 749–750.
Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1990/1991. 8. Auflage. Bernard & Graefe, Bonn 1990, ISBN 3-7637-5865-8, S. 73.