Hans Jürgen Schmitt (* 3. August 1930 in Dortmund; † 25. Mai 2014 in Aachen) war ein deutscher Physiker und Professor für Hochfrequenztechnik an der RWTH Aachen ab 1980.
Hans Jürgen Schmitt wuchs in Berlin auf. Er studierte Physik an der Universität Göttingen, wo er 1954 sein Diplom erwarb und 1955 bei Erwin Meyer im Bereich der Hochfrequenztechnik mit einer Arbeit über Mikrowellen-Absorber promovierte. Anschließend wechselte er als Assistant Professor an die Harvard-Universität in den USA. Forschungsschwerpunkte waren dabei Antennentechnik und Elektromagnetik. Von 1963 bis 1965 war er am Sperry Rand Research Center tätig.
Im Jahr 1965 wechselte Schmitt nach Hamburg zum Philips Forschungs Labor in der Vogt-Kölln-Straße. Dort leitete er ab 1968 die Forschungsabteilung für Angewandte Physik mit den Hauptarbeitsgebieten Laser-Optik, Festkörperphysik und Mikrowellentechnik.
Im Jahr 1980 wurde Schmitt Professor und Leiter des Instituts für Hochfrequenz-Technik an der RWTH Aachen. Forschungsschwerpunkte waren dort Optische Kommunikation, optische Sensoren, optische Messungen und Mikrowellentechnik. Ferner war er engagiert im internationalen Austausch, insbesondere mit Indien und China. 1996 wurde Schmitt emeritiert.
Von 1981 bis 1996 war er Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Schmitt war verheiratet und hinterließ drei Töchter und einen Sohn.
1959: Back-scattering measurements with a space-separation method
1960: Transients in cylindrical antennae
1961: The Transient Response of Linear Antennas and Loops
1964: Plasma Diagnostics with Short Electromagnetic Pulses
1975: Leitung der „European-Microwave Conference“ in Hamburg
1977: Data Handling and Recording by Laser
1981: Bildspeicherung in Kristallen
1987: Optische Zirkulatoren und Isolatoren – Magnetische Bauelemente für die optische Nachrichtentechnik
1994: Optische Sensoren für die medizinische Diagnostik
2008: History of Electroencephalography
Beteiligung an Patenten (Auswahl)
Schmitt war an etwa 25 Patenten beteiligt, darunter: