An diesem Tag

Hans Baur (Schauspieler)

Deutscher Schauspieler

Anúncio

Hans Baur (* 8. August 1910 in Eresing, Bezirksamt Landsberg am Lech; † 21. Dezember 1986 in München) war ein deutscher Volksschauspieler und Charakterdarsteller.

Baur machte 1929 am Wilhelmsgymnasium München Abitur und begann darauf ein Jurastudium an der Universität München, das er allerdings nach einem Semester abbrach.

Erst nach seinem ersten Engagement beim Rundfunk in München (1932) und der drohenden Entlassung nahm Hans Baur professionellen Schauspielunterricht bei der Staatsschauspielerin Magda Lena (eigtl. Magdalena von Perfall). Es folgten Bühnenengagements, u. a. in München an den Kammerspielen (1934/1935), an den Städtischen Bühnen Augsburg (1935–1937), den Städtischen Bühnen von Münster (1937–1939), dem Theater der Stadt Essen (1941/1942; 1946–1948) und den Städtischen Bühnen Frankfurt am Main (1942–1944). Wegen einer schweren Krankheit blieb Baur der Kriegsdienst erspart. In den 1960er und 1970er Jahren trat er als Schauspieler im Münchner Residenztheater auf, z. B. am 5. Januar 1975 in der Premiere von Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben.

Für die Film- und Fernsehzuschauer entwickelte sich Hans Baur erst ab den 1950er Jahren zu einem vertrauten Gesicht, zunächst vor allem durch TV-Fassungen von Bühnenstücken und Literaturverfilmungen. So spielte er u. a. in Das Spukschloß im Spessart (1960), Der Tod läuft hinterher (1967) oder Die Wiesingers (1984). Besonders populär war seine Rolle als Amtsgerichtsrat Stierhammer in Georg Lohmeiers 53-teiliger Serie Königlich Bayerisches Amtsgericht (1969–1972) an der Seite von Georg Blädel und allen wichtigen Volksschauspielern dieser Zeit.

Hans Baur war wegen seiner sonoren Stimme beliebt als Erzähler bei zahlreichen Kinderhörspielen, darunter Der Räuber Hotzenplotz (6 Teile), Die kleine Hexe (3 Teile) und Das kleine Gespenst. Die Buchvorlage aller genannten Hörspiele lieferte Otfried Preußler. Darüber hinaus war der Schauspieler noch in einigen Hörspielen des Bayerischen Rundfunks aus der Kinderserie Meister Eder und sein Pumuckl als Meister Eders befreundeter Handwerker Bernbacher bzw. Schmitt in den Folgen Das Spanferkelessen, nach dem gleichnamigen Buch von Ellis Kaut, sowie Die Musik. Seltener arbeitete Baur auch als Synchronsprecher, so lieh er etwa Bengt Ekerot als „Tod“ in Das siebente Siegel die Stimme.

Am 21. Dezember 1986 starb Hans Baur in München im Alter von 76 Jahren.

Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof in Feldafing.

1980: Oberbayerischer Kulturpreis

1981: Ludwig-Thoma-Medaille der Stadt München

Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 40.

C. Bernd Sucher (Hrsg.): Theaterlexikon. Autoren, Regisseure, Schauspieler, Dramaturgen, Bühnenbildner, Kritiker. Von Christine Dössel und Marietta Piekenbrock unter Mitwirkung von Jean-Claude Kuner und C. Bernd Sucher. 2. Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1999, ISBN 3-423-03322-3, S. 45.

Literatur von und über Hans Baur im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Siegfried Melchinger: Friedrich Bethge: „Kopernikus“. Uraufführung in Frankfurt am Main. In: Neues Wiener Tagblatt, Nr. 143/1943 (LXXVII. Jahrgang), 25. Mai 1943, S. 2, unten links, f. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nwg

Anúncio

Bald in der World in Stories App

Audio, Offline-Download, keine Werbung und mehr.

Premium entdecken