An diesem Tag

Hans Androschin

Österreichischer Kameramann

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Hans Androschin (* 16. März 1892 in Wien als Johann Androschin; † 18. Mai 1976 ebenda) war ein österreichischer Kameramann.

Er stieß 1909 im Alter von 17 Jahren zum Film als einfacher Aufnahmeoperateur. Im Ersten Weltkrieg leistete er seinen Militärdienst, danach ging er als Kameramann ins Ausland. Er kehrte nach Wien zurück und wurde 1920 Chefkameramann. Er war vielfach beschäftigt, drehte aber kaum filmgeschichtlich bedeutende Werke. Unter den Ausnahmen finden sich jedoch Klassiker wie der frühe Horrorfilm Orlac’s Hände (1924), der pompöse Operettenfilm Der Rosenkavalier (1926), Café Elektric (1927) mit der neu entdeckten Marlene Dietrich und Willi Forst sowie der damalige Skandalfilm Ekstase (1933) mit Hedy Lamarr.

1928 zog er nach Polen, wo er als Hans Andruszin in Warschauer und Bromberger Studios tätig war. Mit Anbruch der Tonfilmära drehte er vermehrt für Dokumentarfilme. Mit dem Anschluss Österreichs an Deutschland wurde er 1938 Tonmeister bei der Heeresdienststelle der deutschen Wehrmacht. Nach Kriegsende arbeitete er weiter als Kameramann für kurze und lange Dokumentarfilme, etwa Verträumtes Niederösterreich (1952).

Er wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 56A, Reihe 7, Nummer 4) beerdigt.

1926: Der Leibgardist (Der Gardeoffizier)

1926: Die Königin vom Moulin Rouge

1927: Die Beichte des Feldkuraten

1928: Das Schicksal derer von Habsburg

1932: Scampolo, ein Kind der Straße

1933: Madame wünscht keine Kinder

1952: Verträumtes Niederösterreich

Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 1: A – C. Erik Aaes – Jack Carson. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 114 f.

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