Hans-Klaus Hannemann (* 5. Februar 1932 in Kolberg; † 1. Februar 2021) war ein Brigadegeneral des Heeres der Bundeswehr.
Hannemann besuchte bis 1950 die Schule. Anschließend absolvierte er eine Berufsausbildung in der Sozialversicherung und war dort beruflich tätig. Am 16. Oktober 1956 trat er in die Bundeswehr ein und durchlief als Offizieranwärter die Offizierausbildung zum Offizier des Truppendienstes der Artillerietruppe an der Artillerieschule in Idar-Oberstein und der Heeresoffizierschule I in Hannover. Ab Mai 1958 war er Vorgeschobener Beobachter und Batterieoffizier im III. Bataillon des Feldartillerieregiments 6 in Flensburg, ab Oktober 1959 Offizier für Personalwesen (S 1) des Feldartilleriebataillons 61 in Schleswig und ab April 1961 in gleicher Funktion im Artillerieregiment 6 in Neumünster. Von September 1962 bis Oktober 1964 war er Batteriechef im Artillerieregiment 6.
Hannemann war von Oktober 1964 bis März 1968 WB-Offizier im Artillerieregiment 6 in Kellinghusen und von April 1968 bis Dezember 1969 stellvertretender Bataillonskommandeur des Raketenartilleriebataillons 22 in Schwalmstadt-Treysa. Anschließend war er bis März 1973 Bataillonskommandeur des Panzerartilleriebataillons 112 in Delmenhorst, ab April 1973 stellvertretender Kommandeur und Chef des Stabes der NATO School Oberammergau, ab Oktober 1976 stellvertretender Regimentskommandeur und von Oktober 1978 bis 22. August 1980 Regimentskommandeur des Artillerieregiments 10 in Pfullendorf. Von September 1980 bis Februar 1981 nahm er am 57. Lehrgang am NATO Defense College in Rom teil und wurde anschließend Dozent für Artillerie an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg.
Hannemann war ab April 1982 Kommandeur des Artilleriekommandos 2 und Korpsartilleriekommandeur des II. Korps in Ulm, wo er im April 1984 zum Brigadegeneral befördert wurde. Mit Ablauf des März 1989 wurde er in den Ruhestand versetzt.
Hannemann war verheiratet, evangelisch und hatte zwei Söhne. Er starb 2021 kurz vor seinem 89. Geburtstag.
Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Legion of Merit (Degree of Officer)
Liste der Generale des Heeres der Bundeswehr
Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 2, Teilband 1, Gaedcke – Hoff. Biblio-Verlag, Osnabrück 2000, ISBN 3-7648-2562-6, S. 320–321.
Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie 1985/1986. Bernard & Graefe, Bonn 1985, ISBN 3-7637-5285-4, S. 58.