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Halifax (Nova Scotia)

Gemeinde in Kanada

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Halifax (offiziell Halifax Regional Municipality, HRM) ist die Hauptstadt der Provinz Nova Scotia in Kanada. Sie liegt an der Ostküste der Nova-Scotia-Halbinsel am Nordatlantik.

Der urbane Teil der HRM setzt sich aus Halifax, Dartmouth, Bedford und Sackville zusammen und bildet ein einheitliches Stadtgebiet, genannt Halifax Metro. Als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum der atlantischen Provinzen gehört Halifax seit dem 1. April 1996 zum Gebiet der Halifax Regional Municipality, die neben Halifax, Bedford, Dartmouth und Sackville auch Cole Harbour, Halifax West, Eastern Shore und weitere Regionen auf einer Fläche von 5490 km² vereint.

In der HRM leben etwa 414.000 Menschen (Stand 2021), was 45 % der Bevölkerung von Nova Scotia und 15 % aller Bewohner der atlantischen Provinzen ausmacht. Somit ist Halifax das größte Bevölkerungszentrum östlich von Québec und nördlich von Boston. Zu Halifax gehört auch die abgelegene Insel Sable Island.

Zur Geschichte der First Nations in Kanada, die lange vor dem Eintreffen der Europäer auch in der Gegend um das spätere Halifax ansässig waren, siehe z. B. Geschichte Kanadas.

Am 9. Juli 1749 landete Captain General Edward Cornwallis mit etwa 2500 Siedlern auf der sogenannten Chebucto-Halbinsel, um eine befestigte Siedlung als Vorposten für das britische Militär zu errichten. Diese kleine Gemeinde wurde nach Lord Halifax (1716–1771) benannt, dem Präsidenten des Board of Trades.

Ein Jahr später, im Jahr 1750, wurde „Dartmouth“ gegründet, das nach der Stadt Dartmouth in England sowie zur Ehre von Sir William Legge, dem zweiten Grafen von Dartmouth, benannt wurde. 1752 wurde eine Fährverbindung zwischen Halifax und Dartmouth eingerichtet, die heute als „Dartmouth Ferry“ die älteste permanent in Betrieb befindliche Salzwasserfährverbindung in Nordamerika ist.

Trotz vieler Probleme entwickelte sich die Gemeinschaft weiter und wurde zur Geburtsstätte der ersten kanadischen Zeitung, der „Halifax Gazette“ (1752), und des ersten kanadischen Postbüros im Jahre 1755.

Im Jahre 1758 fand die erste Abgeordnetenversammlung statt und noch im selben Jahr begann die Geschichte von Halifax als bedeutende Hafenstadt mit dem Bau der ersten Werft. 1759 war Halifax die Basis für britische Operationen gegen die französische Festung Louisbourg.

Kriege und internationale Konflikte verhalfen Halifax durch militärische Einrichtungen zu Reichtum und Wohlstand. Der Siebenjährige Krieg ist ein erstes Beispiel. Kurz darauf, um 1770, war Halifax im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wieder Ausgangspunkt und Basis militärischer Operationen zu Land und zu Wasser. Viele Schwarze siedelten in dieser Zeit in Halifax, gefolgt von Jamaikanern, was zu einer starken schwarzen Gemeinschaft führte.

Die Machtschwankungen innerhalb Europas und besonders das mächtige Frankreich mit Napoleon Bonaparte hielten Großbritannien und somit auch Halifax als atlantische Bastion in ständiger Alarmbereitschaft. Im Jahre 1812 war Halifax wieder dabei, sich gegen bevorstehende Angriffe, diesmal der südlichen Nachbarn, zu rüsten.

In den frühen Jahren des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Halifax zwischen Frieden und Krieg. In diesen Jahren fanden die folgenden bedeutenden Ereignisse statt:

die Gründung der „Halifax Insurance Company“ im Jahre 1809

die Gründung einer der führenden Banken des Landes, der Bank of Nova Scotia 1832

die erste Überquerung des Atlantiks mit einem dampfbetriebenen Schiff, der Royal William im Jahr 1837

die Aufnahme des regulären transatlantischen Dampfschiffbetriebs des Cunard-Liners Britannia im Jahre 1840

die Installation des Telefonsystems im Jahre 1882

die Eröffnung des Rathauses im Jahre 1890.

Die Opfer des Untergangs der Titanic wurden 1912 in Halifax bestattet.

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