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Hakan Fidan

Außenminister der Republik Türkei

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Hakan Fidan (* 17. Juli 1968 in Ankara) ist ein türkischer Politiker (AKP) und seit Juni 2023 der türkische Minister für auswärtige Angelegenheiten. Fidan gilt als Transatlantiker innerhalb der Regierungspartei AKP.

Fidan ist väterlicherseits kurdischer Abstammung. Fünfzehn Jahre, von 1986 bis 2001, diente er als Soldat in der türkischen Armee, zuletzt als Unteroffizier. Kurzfristig war er bei der Schnellen Eingreiftruppe der NATO in Deutschland stationiert. Er absolvierte zwei Studiengänge, Management an der Universität Maryland und einen Masterabschluss in Politikwissenschaften an der Bilkent-Universität mit Promotion. Er war von 2003 bis 2007 Leiter des Türkischen Präsidiums für Internationale Kooperation und Koordination, der staatlichen Entwicklungshilfeorganisation. Im November 2007 wurde er zum stellvertretenden Unterstaatssekretär im Ministerpräsidium Erdoğans ernannt. Von Mai 2010 an war er Leiter des türkischen Inlandsgeheimdienstes Millî İstihbarat Teşkilâtı. Fidan strukturierte die Behörde sofort um, machte sie noch mächtiger, indem er dem MİT auch den militärischen Geheimdienst einverleibte. Am 7. Februar 2015 trat er von dieser Position zurück, um für die AKP bei den Wahlen zum türkischen Parlament zu kandidieren. Am 9. März 2015 widerrief er seine Kandidatur und sein Beitrittsgesuch AKP und erhielt seinen früheren Posten zurück.

Am 2. Juni 2023 wurde er zum Außenminister der Türkei ernannt. Parallel dazu trat er in die AKP ein.

Kurz nach seiner Ernennung zum Leiter des MİT warf ihm der israelische Geheimdienst Mossad vor, sensible Erkenntnisse des amerikanischen Bündnispartners CIA an den Iran verraten zu haben.

2009 wurde Fidan Sondergesandter von Ministerpräsident Erdoğan bei den geheimen Friedensverhandlungen mit der bewaffneten Terrororganisation PKK in Oslo und nahm an einem Gespräch mit Abdullah Öcalan teil.

Im Juli 2026 bezeichnete er in einem Interview mit CNN Türk Israel als „gemeinsames Problem der Menschheit“. „Diese Menschen sind zu einer Last geworden, die die Menschheit nicht länger tragen kann“. Ende Juni hatte die israelische Regierung auf Vorschlag von Außenminister Gideon Sa’ar den unter Verantwortung des Osmanischen Reichs im Ersten Weltkrieg begangenen Völkermord an den Armeniern einstimmig offiziell als solchen anerkannt.

Seymour M. Hersh: „The Red Line and the Rat Line“, London Review of Books, 6. April 2014

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