An diesem Tag

Gustav Holst

Britischer Komponist (1874–1934)

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Gustav Theodore Holst (englische Aussprache [həʊlst]; * 21. September 1874 in Cheltenham; † 25. Mai 1934 in London), geboren als Gustavus Theodore von Holst, war ein britischer Komponist. Sein bekanntestes Werk ist die Orchestersuite Die Planeten.

Gustav Holsts Vater Adolph von Holst stammte aus einer deutsch-baltischen sowie lettisch-schwedischen Familie. Mütterlicherseits war die Familie vorwiegend britischer – weit entfernt auch spanischer – Herkunft. Ursprünglich war Holsts Familie wahrscheinlich skandinavischer Herkunft. Bis zum späten 17. Jahrhundert ließen sich Zweige der Familie Holst in Polen und Deutschland nieder.

Ein weiterer Familienzweig entstand in Russland, als Christian Lorenz Holst im Jahr 1703 mit seiner Familie von Rostock nach Riga zog. Gustav Holsts Urgroßvater Matthias Holst (1759–1845) war Pianist, Komponist und Harfenlehrer am Russischen Hof in Sankt Petersburg. Er und seine russische Frau Katharina Rogge (1771–1838) bekamen im Jahr 1799 mit Gustavus Valentinus (geb. 19. September 1799, gest. 8. Juni 1870) ihr erstes Kind. Wenige Jahre später musste die Familie fliehen und ließ sich in London nieder, wo Matthias Holst als Musiklehrer und Komponist wirkte. Im Jahr 1810 wurde der zweite Sohn Theodore (geb. 3. September 1810, gest. 12. Februar 1844) geboren.

Gustavus Valentinus Holst trat als Erwachsener in die Fußstapfen seines Vaters und ergänzte seinen Namen um das deutsche „von“, um seine Reputation zu erhöhen. Er und seine Ehefrau Honoria Goodrich of Norwich (gest. 15. Februar 1873) hatten fünf Kinder, von denen einige ebenfalls Musiker wurden:

Gustavus Matthias (geb. 1833, gest. 17. Januar 1874)

Catherine Maria von (geb. 14. November 1839, gest. 21. Januar 1874)

Lorenz Henry von (geb. 28. Oktober 1842, gest. 28. Februar 1913)

Adolph, Gustav Holsts Vater (geb. 5. Februar 1846, gest. 17. August 1901)

Benigna („Nina“; geb. 1849, gest. 1920er Jahre).

Nach seiner Studienzeit in Hamburg ließ Adolph von Holst sich in Cheltenham, dem Geburtsort des Komponisten nieder. Im Juli 1871 heiratete er Clara Cox Lediard, die Mutter des Komponisten. Sie war eine seiner Schülerinnen und das fünfte Kind von Mary Croft Lediard und Samuel Lediard, einem Anwalt aus Cirencester.

Gustav Holsts jüngerer Bruder Emil Gottfried von Holst (später bekannt als Ernest Cossart) arbeitete später als Schauspieler.

Gustav Holst wurde am 21. September 1874 als erstes Kind von Adolph von Holst (geb. 5. Februar 1846, gest. 17. August 1901) und Clara von Holst, geb. Lediard (geb. 13. April 1841, gest. 12. Februar 1882) geboren. Am 21. Oktober 1874 wurde Holst in der All Saints’ Church nach seinem Großvater und Großonkel auf den Namen Gustav Theodore getauft.

Gustav Holsts Mutter Clara starb am 12. Februar 1882 nach einer Totgeburt an einer Herzkrankheit. Gustav Holst und sein Bruder Emil kamen in die Obhut zu ihrer Tante Benigna („Nina“) Holst, der Schwester ihres Vaters. Sie blieben dort bis 1885, als Adolph von Holst seine Musikschülerin Mary Thorley Stone (geb. ?, gest. ca. 1900) heiratete. Mary Thorley Stone war die Tochter von Reverend Edward Stone, Pfarrer in Queenhill (Upton-on-Severn). Sie vernachlässigte Gustav und Emil zugunsten ihrer Interessensgebiete Philosophie und Religion, was sich in Form von Asthma und Kurzsichtigkeit negativ auf seine Gesundheit auswirkte. Sie bekam mit Gustavs Vater noch zwei eigene Kinder, Mathias Ralph und Evelyn Thorley.

Sein Vater ermunterte den jungen Gustav so bald wie möglich zum Klavierspiel; durch die familiären Musikabende lernte er schottische und irische Folkmusik kennen. Neben dem Klavier lernte er Violine und Posaune.

Gustav Holst besuchte die Cheltenham Grammar School. Während Holst. Schulzeit wurde das Schulgebäude umgebaut, so dass der Unterricht in einer ehemaligen presbyterianischen Kapelle stattfand. Im Jahr 1889 bestand er die „Oxford Local Examination“ in den Fächern Englisch, Geschichte, Shakespeare, Französisch, Deutsch und Musik.

Noch während seiner Schulzeit hatte Holst sich – im Jahr 1887 – heimlich an der Komposition einer Kantate für Chor und Orchester über den römischen Volkshelden Horatius versucht, nachdem er im Unterricht Thomas Macaulays Lays of Ancient Rome kennengelernt hatte. Da er noch nicht mit den Grundlagen von Harmonik und Kontrapunkt vertraut war, las er Die moderne Instrumentation und Orchestration von Hector Berlioz. Als er eines Tages – allein zu Haus – seine Musik am Klavier ausprobierte, klang das Ergebnis ganz anders, als Holst es erwartet hatte. Holst war so enttäuscht, dass er jede weitere Arbeit an der Kantate einstellte.

Ab dem Jahr 1888 nahm Holst mehrfach an einem Kompositionswettbewerb der Musikzeitschrift Boy’s own Paper teil und erzielte respektable Ergebnisse, darunter mehrfach den Ersten Preis.

Vater Adolph förderte Gustavs Musikalität, indem er ihn an Proben teilnehmen ließ; ferner sang Gustav in der All Saints’ Church im Chor mit. Als wertvoll erwies sich der Zugang zur Orgel zum Üben sowie zum Ausprobieren eigener Kompositionen.

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