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Guadeloupe

Französisches Übersee-Département aus der Karibikinsel Guadeloupe und einigen kleineren Inseln

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Guadeloupe [gwaˈdlup] (Guadeloupe-Kreolisch: Gwadloup, von den Einheimischen auch Gwada genannt) ist ein Archipel in der östlichen Karibik, das ein französisches Übersee-Département und zugleich eine französische Überseeregion bildet.

Zusammen mit Martinique, Saint-Barthélemy und Saint-Martin bildet es die Französischen Antillen.

Guadeloupe ist Teil der Europäischen Union, gehört jedoch nicht zum Schengen-Raum.

Die Arawak nannten den Archipel Karukera bzw. Kalaoucera, die Insel der schönen Wasser. Die seit etwa 1400 hier einfallenden Kariben übernahmen diese Bezeichnung.

Als die spanische Expedition unter Christoph Kolumbus 1493 den Archipel erreichte, nannte Kolumbus es Santa María de Guadalupe nach dem gleichnamigen Marienschrein im Kloster Real Monasterio de Nuestra Señora de Guadalupe in der spanischen Stadt Guadalupe in der Extremadura.

Als der Archipel eine französische Kolonie wurde, wurde der spanische Name beibehalten, jedoch an die französische Rechtschreibung und Phonetik angepasst. Die Einwohner verwenden auch die Kurzform Gwada.

Guadeloupe liegt bei 16° 15′ N, 61° 35′ W in der östlichen Karibik (früher auch Westindien genannt) und ist Teil der Inselkette der kleinen Antillen, darin der Untergruppe Inseln über dem Winde, darin der nördlichen Untergruppe der Leeward Islands. Nördlich schließen Montserrat und Antigua an, südlich Dominica. Jenseits von Dominica liegt Martinique. Die Entfernung zur südamerikanischen Küste beträgt etwa 600 km, zur US-amerikanischen Küste bei Florida ca. 2200 km und zum „Mutterland“ Frankreich etwa 6800 km. Ungefähr 250 km westlich liegt die unbewohnte venezolanische Insel Aves.

Guadeloupe hat eine Fläche von 1.702 km² und besteht aus mehreren Inselgruppen aus insgesamt über 50 Inseln.

Sechs der Inseln sind bewohnt:

die wie Schmetterlingsflügel angeordneten Hauptinseln Basse-Terre im Westen (848 km²) und Grande-Terre im Osten (590 km²), getrennt durch den 50 m schmalen Kanal der Meerenge Rivière Salée;

die Îles des Saintes (Terre-de-Haut und Terre-de-Bas) im Süden (14 km²)

Marie-Galante im Südosten (158 km²)

Der höchste Punkt des Archipels ist der Gipfel des Vulkans Soufrière mit 1.467 m, der auch der höchste Berg der kleinen Antillen ist (nicht zu verwechseln mit mehreren gleichnamigen Vulkanen z. B. auf Montserrat oder St. Vincent). Guadeloupe hat eine Küstenlänge von 581 km. Seine inneren Gewässer haben eine Fläche von 2.881 km², die Territorialgewässer 6.653 km² und ihre maritime Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ, 200-Meilen-Zone) umfasst 90.570 km²; sie ist Teil der französischen AWZ.

Bewohnte Inseln sind mit einem Stern (*) markiert. Die Liste ist nicht vollständig.

Guadeloupe liegt mit der Inselkette bzw. Inselbogen der kleinen Antillen am östlichen Rand der Karibischen Platte, in der Subduktionszone, in der die Südamerikanische Platte durch die Plattentektonik unter die Karibische Platte geschoben wird. Die Subduktion führt seit Millionen von Jahren zu vulkanischer Aktivität und Erdbeben, die bis heute vorkommen (s. Erdbeben in den kleinen Antillen 1974).

Basse-Terre und die Ile des Saintes liegen genau auf dieser jüngeren vulkanischen Kette der kleinen Antillen (die innere, Karibische Reihe bzw. Vulkan-Antillen), sind also durch Vulkane entstanden und von ihnen bis heute geprägt. Wie die anderen Inseln sind sie die Gipfel von Unterwasserbergen, die durch Anhäufung von Magma entstanden. Basse-Terre weist im Landesinneren eine von Nord nach Süd verlaufende Bergkette auf, die im Süden im höchsten Berg kulminiert, dem Vulkan La Soufrière (1467 m). Seine letzten Ausbrüche fanden 1797, 1837 und 1976–77 statt.

Die Kalium-Argon-Datierung weist darauf hin, dass die drei nördlichen Massive auf Basse-Terre 2,79 Millionen Jahre alt sind. Teile der Vulkane stürzten ein und erodierten in den letzten 650.000 Jahren, wonach der Vulkan Sans Toucher im Einsturzgebiet wuchs. Vulkane im Norden von Basse-Terre produzierten hauptsächlich Andesit und Basaltandesit. Es gibt mehrere Strände mit dunklem oder „schwarzem“ Sand.

Grande-Terre, Marie-Galante und La Desirade liegen auf dem vorgelagerten älteren, ebenfalls vulkanisch entstandenen, aber inzwischen durch Korallen überformten Inselbogen (die äußere, Atlantische Reihe bzw. Kalk-Antillen). Alle drei gehören zum Inseltyp der gehobenen Atolle. Im Verlauf der Jahrmillionen schwankte der Meeresspiegel, wodurch teils erhebliche Kalk-Ablagerungen entstanden. Grande-Terre ist relativ flach (nur wenige Erhebungen überschreiten 150 m) und besteht hauptsächlich aus Kalkstein.

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